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Volkswagen Pischetsrieder tadelt Piëch

Der öffentlichen Demontage durch Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch zum Trotz macht Vorstandsvorsitzender Bernd Pischetsrieder keine Anstalten, den Chefsessel bei Volkswagen zu räumen. Im Gegenteil: Er schmiedet weiter fleißig Zukunftspläne.
Der VW-Chef hat dem Kampf um seinen Posten noch lange nicht aufgegeben. Nun schlägt er öffentlich zurück. Foto: dpa

Der VW-Chef hat dem Kampf um seinen Posten noch lange nicht aufgegeben. Nun schlägt er öffentlich zurück. Foto: dpa

HB WOLFSBURG. „Ich möchte den Konzern gemeinsam mit den Kollegen zum Erfolg führen“, sagte Pischetsrieder am Dienstag in Wolfsburg bei der Vorlage der Bilanz 2005. „Wir sind uns alle einig, dass wir uns nicht auseinanderdividieren lassen“, sagte der Konzernchef mit Blick auf Spekulationen, Audi-Chef Martin Winterkorn könnte ihn ersetzen.

Die anstehende Verlängerung von Pischetsrieders Vertrags gilt nach Äußerungen von Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch als unsicher. Piëch hatte gesagt, Pischetsrieder könnte auf eine starke Opposition der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat stoßen. Diesen Ausspruch werteten Branchenkenner einhellig als persönliche Kampfansage Piechs an den Vorstandschef. Pischetsrieder sandte nun ein deutliches Signal an die Belegschaft: Ein Unternehmen könne nur mit, nicht gegen die Arbeitnehmer geführt werden. Die Ziele könnten nur gemeinsam erreicht werden.

Die Diskussion über die Verlängerung seines Vertrags als Vorstandschef gehöre in den Aufsichtsrat und nicht in die Öffentlichkeit, kritisierte Pischetsrieder die Äußerungen Piechs, die dieser im „Wall Street Journal“ gemacht hatte. Bereits in einem Gespräch mit der „Welt am Sonntag“ hatte Pischetsrieder Gegenwehr angekündigt: „Ich will das, was ich vor Jahren begonnen habe, zu einem nachhaltigen Erfolg führen.“ Es gebe bei VW einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. „Unsere Marken arbeiten heute nicht mehr gegeneinander, sondern miteinander“, so Pischetsrieder.

Pischetsrieder Vertrag endet im Frühjahr 2007. Eine Verlängerung ist vor der Hauptversammlung Anfang Mai angedacht. Vorher stehen am 28. März Betriebsratswahlen an: Die mächtige IG Metall will ihren Einfluss verteidigen. Da käme ein Kuschelkurs mit dem Management inklusive Vertragsverlängerung für Pischetsrieder nicht gut bei den Werkern an. Eine vorzeitige Vertragsverlängerung für Pischetsrieder ist ab dem 16. April möglich. Am 20. April ist eine Sondersitzung des Aufsichtsrates geplant.

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