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Volkswagen Pkw Porsche-Manager Zellmer soll neuer VW-Vertriebschef werden

Jürgen Stackmann verliert nach fünf Jahren seinen Posten als Vertriebsvorstand der Kernmarke Volkswagen. Sein Nachfolger kommt in wenigen Wochen von Porsche.
10.09.2020 - 14:14 Uhr Kommentieren
Der erfahrene Automanager wird neuer Vertriebschef der Marke Volkswagen werden. Quelle: dpa
Porsche-Manager Klaus Zellmer (Archivbild)

Der erfahrene Automanager wird neuer Vertriebschef der Marke Volkswagen werden.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Marke Volkswagen Pkw bekommt einen neuen Vertriebsvorstand. Jürgen Stackmann, 58, seit fünf Jahren auf dem Posten, wird das Unternehmen voraussichtlich zum Ende des Monats verlassen. Sein Nachfolger wird Klaus Zellmer, 53, bislang Nordamerika-Chef der Stuttgarter VW-Tochter Porsche. Das wurde am Donnerstag in Konzernkreisen bestätigt. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern. Auch Porsche lehnte dazu eine Stellungnahme ab.

Wie es ergänzend in Wolfsburg hieß, wird Stackmann den Volkswagen-Konzern dauerhaft verlassen. Der Vertriebsexperte war auch immer wieder als möglicher Skoda-Vorstandsvorsitzender gehandelt worden. Doch mit der Berufung des bisherigen VW-Südafrika-Chefs Thomas Schäfer auf den Skoda-Chefposten ist Stackmann der Weg nach Tschechien verbaut.

Der Ablösung von Stackmann waren wochenlange interne Diskussionen vorausgegangen. Das Handelsblatt hatte schon im Juli darüber berichtet, dass der VW-Markenvorstand nach Ablauf der fünfjährigen Vertragslaufzeit keinen neuen Vertrag mehr bekommen soll.

Stackmann wird zwar bescheinigt, eine gute Arbeit bei der Marke Volkswagen geleistet und sie nach dem Dieselskandal neu positioniert zu haben. „Doch das ist nur eine Zwei plus und keine Eins“, sagte ein Wolfsburger Konzernmanager.

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    Insbesondere Konzernchef Herbert Diess soll sich durch die Berufung Zellmers frischen Wind für den Vertrieb der Marke Volkswagen versprechen. Als ein weiterer möglicher Stackmann-Nachfolger war in Wolfsburg eine Zeitlang auch VW-Südamerika-Chef Pablo di Si gehandelt worden.

    Dem scheidenden VW-Markenvorstand wurde intern vorgehalten, dass er zu wenig für den Verkauf der neuen Golf- und Passat-Modelle getan habe. Gerade bei der Markteinführung des neuen Golf sei einiges schief gelaufen, hieß es in Konzernkreisen.

    Stackmann hatte Bedenken beim Golf

    Stackmann habe sich dagegen ausgesprochen, am geplanten Verkaufsstart des neuen Golfs Ende vergangenen Jahres festzuhalten. Technische Probleme vor allem an der neuen und komplizierten Software des Wagens hätten aus Sicht Stackmanns für eine Verschiebung der Markteinführung gesprochen. Außerdem musste Volkswagen einen Teil der ursprünglich geplanten technischen Funktionen aus dem Auto herausnehmen.

    Dagegen soll vor allem VW-Chef Herbert Diess gewesen sein, der zu der fraglichen Zeit auch Vorstandsvorsitzender der Marke Volkswagen war. Stackmann habe sich mit seinen Einwänden damals nicht durchsetzen können, da VW ein Imageproblem befürchtete, sagte ein Wolfsburger Insider. Volkswagen wollte sich zu den internen Vorgängen nicht äußern.

    Später hatte Volkswagen tatsächlich Probleme mit dem neuen Golf bekommen. Weil der gesetzlich vorgeschriebene Notrufassistent nicht funktionierte, musste Volkswagen im Frühjahr über mehrere Wochen hinweg einen Auslieferungsstopp verhängen. Für die bereits verkauften rund 35.000 Golf-Exemplare wurde ein Rückruf in die Werkstätten angeordnet, der auch vom Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht wurde.

    In der Folge verlor der Golf über zwei Monate hinweg seinen Dauertitel als meistverkauftes Auto in Europa. Das hatte es zuvor in der 40-jährigen Modellgeschichte des Golf nicht gegeben. In der Zwischenzeit hat sich die Golf-Produktion wieder stabilisiert. Im Juli war das Auto nach der zweimonatigen Pause erneut die Nummer eins in Europa.

    Der neue VW-Vertriebsvorstand Zellmer arbeitet seit mehr als 20 Jahren für Porsche. Vor fünf Jahren hatte er den Chefposten von Porsche-Nordamerika übernommen. Der Manager kommt aus dem Vertrieb und gilt als ausgewiesener Experte auf diesem Feld.

    Bei Porsche war er zuvor für Verkaufsregionen in Südamerika und Asien zuständig. Außerdem leitete er mehrere Jahre den Deutschland-Vertrieb des Stuttgarter Sportwagenherstellers. Über die Berufung Zellmers zum neuen VW-Vorstand hatte zuerst das „Manager-Magazin“ berichtet.

    Stackmann arbeitete zehn Jahre für den VW-Konzern. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft war er zunächst für Ford in Europa tätig. 2010 wechselte er dann zur VW-Tochter Skoda. Nach einer Station als Chef der spanischen Konzernmarke Seat wurde er vor fünf Jahren auf den Posten des Vertriebsvorstandes bei der Marke Volkswagen Pkw berufen.

    Mehr: Schwacher Absatz bei Golf und Passat – der nächste VW-Vorstand geht.

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