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Volkswagen und der Zulieferer-Streit Der Aufstand

Ein kleiner Zulieferer bietet dem VW-Konzern die Stirn: Teile der Autoproduktion liegen lahm, Zehntausende Mitarbeiter sind von Kurzarbeit betroffen. Der Machtkampf könnte auch andere Zulieferer motivieren, härter gegen den Autokonzern aufzutreten.
22.08.2016 - 19:30 Uhr
Die Auseinandersetzung mit dem Zulieferer Prevent kommt den Autobauer teuer zu stehen. Quelle: dpa
Volkswagen-Werk in Wolfsburg

Die Auseinandersetzung mit dem Zulieferer Prevent kommt den Autobauer teuer zu stehen.

(Foto: dpa)

München/Düsseldorf/Wolfsburg Es muss schon viel passieren, damit sich die Bundesregierung in Verhandlungen zwischen zwei Unternehmen einschaltet. Bei Volkswagen ist dieser Fall nun eingetreten. „Es geht um Tausende Arbeitsplätze, die von Kurzarbeit betroffen sein könnten, und da gibt es natürlich eine hohe Verantwortung, diese Probleme so konstruktiv wie möglich anzugehen“, sagte ein Sprecher von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Grund für die Ermahnung aus Berlin ist der Streit zwischen VW und dem Zulieferer Prevent. Weil der Autokonzern die Entwicklungs- und Lieferverträge gekündigt hat, hat Prevent die Lieferung von Sitz‧bezügen und Getriebeteilen eingestellt. Fast 28 000 VW-Beschäftigte sind nun von Kurzarbeit betroffen.

Die Branche verfolgt den Machtkampf intensiv. Denn der VW-Konzern ist mit einem Einkaufsvolumen von 149 Milliarden Euro der größte Abnehmer von Autoteilen. Auf der anderen Seite gelten die Wolfsburger als die härtesten Einkäufer, deren Verhandlungsmethoden in der Branche gefürchtet sind.

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