Volkswagen und Dieselgate VW büßt für seine Fehler

In Tokio verbeugt sich der Japan-Chef, in Wolfsburg verkündet VW-Chef Matthias Müller einen Milliardenverlust: Das Dieselgate-Quartal endet für Volkswagen tief rot. Ein Fünf-Punkte-Plan soll es jetzt richten.
Update: 28.10.2015 - 13:11 Uhr 15 Kommentare
Verbeugung auf der Tokio Motorshow. Quelle: Reuters
VW-Japan-Chef Sven Stein

Verbeugung auf der Tokio Motorshow.

(Foto: Reuters)

Wolfsburg/TokioDer Skandal um manipulierte Abgaswerte hat dem Volkswagen-Konzern den ersten Quartalsverlust seit mehr als 20 Jahren eingebrockt. Die tiefroten Zahlen beenden eine rasante Rekordfahrt jäh und zwingen die Wolfsburger wie erwartet auch zum Kappen ihrer Jahresziele. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) steht ein Minus von rund 3,5 Milliarden Euro, auch unter dem Strich ist das Ergebnis mit minus 1,7 Milliarden Euro tiefrot. Das teilte Volkswagen am Mittwoch mit.

„Wir werden alles daran setzen, verlorengegangenes Vertrauen wiederzugewinnen“, sagte VW-Konzernchef Matthias Müller. An der Börse legte die VW-Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen um mehr als vier Prozent zu und setzte sich damit an die Dax-Spitze.

Europas größter Autokonzern hatte Mitte September eingeräumt, mit einem Computerprogramm die Abgaswerte bei Dieselwagen manipuliert zu haben. Es drohen Milliardenkosten für Rückrufe und wegen Strafzahlungen und Klagen.

Die zentrale Erklärung für den milliardenschweren Verlust sind rund 6,7 Milliarden Euro hohe Rückstellungen für die Folgen des Skandals. Jedoch steckt in der Bilanz auch ein positives Gegengewicht: Die Wolfsburger hatten sich im Sommer endgültig vom früheren Partner Suzuki getrennt. Durch den Verkauf der gehaltenen Suzuki-Anteile konnte Volkswagen 1,5 Milliarden Euro als positiven Sondereffekt im Finanzergebnis verbuchen und somit die Diesel-Folgen ein wenig lindern.

Die Erklärung dafür, dass die Zahlen beim Nachsteuerergebnis nicht noch schlechter ausfielen, liegt in der Besonderheit des China-Geschäftes bei den Wolfsburgern. Da Volkswagen im Reich der Mitte mit Partnern unterwegs ist, behandeln die Buchhalter die Gewinne von dort nur wie eine Art Beteiligung. Daher fließt der Ertrag ins Finanzergebnis und taucht somit vor Zinsen und Steuern noch gar nicht auf. Bis Ende September lagen die anteiligen operativen Ergebnisse der chinesischen Joint Ventures stabil bei 3,8 (3,9) Milliarden Euro.

Vor einem Jahr hatte im dritten Quartal von VW ein Gewinn von 3,3 Milliarden Euro zu Buche gestanden. Die Rückstellungen für die millionenfachen Rückrufe von Dieselfahrzeugen wegen der Manipulation von Abgaswerten stockte Volkswagen leicht auf 6,7 Milliarden Euro auf. Im September hatte der Konzern die Summe von 6,5 Milliarden Euro genannt.

Matthias Müller will den Autobauer mit einem Fünf-Punkte-Plan fit machen für die Herausforderungen des Abgas-Skandals. Höchste Priorität genieße dabei die Hilfe für Besitzer manipulierter Diesel-Autos, sagte der Manager am Mittwoch per Mitteilung, die einer Telefonkonferenz vorausging. Die ersten Rückrufe sollen im Januar 2016 starten.

Punkt zwei sei die Aufklärung der Manipulationen. „Wir müssen die Wahrheit herausfinden und daraus lernen“, erklärte Müller. An dritter Stelle folge der Konzernumbau und das Sparprogramm. „Der Kernpunkt ist: Unser Konzern wird künftig dezentraler geführt“, sagte Müller und wiederholte damit Pläne, die VW bereits bekanntgegeben hatte. Marken und Regionen sollen eigenständiger agieren können. Zudem komme die Gewinnkraft aller gut 300 Fahrzeugmodelle auf den Prüfstand.

Punkt vier seien die Arbeitsatmosphäre und das Führungsverständnis im Unternehmen. Müller betonte: „Wir brauchen eine Kultur der Offenheit und der Kooperation.“ Er forderte im kollegialen Umgang miteinander zudem mehr Mut, mehr Kreativität und auch mehr Unternehmertum.

Das ist die Streichliste von VW
Marketing
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Feierlichkeiten waren bei Volkswagen bislang vom Allerfeinsten: Robbie Williams (r., hier neben Stephan Grühsem, ehemaliger Leiter Kommunikation beim VW-Konzern), Lenny Kravitz, Mark Knopfler, Lang Lang oder die Pet Shop Boys. Und im Publikum tummelten sich Hollywood-Hüne Ralf Moeller oder Sport-Ikonen wie Günter Netzer und Hans-Joachim Stuck. Die Musik für die üppigen Inszenierungen kam von Produzent Leslie Mandoki. Und der Kabarettist Django Asül sorgte die für die gute Laune. All das wird künftig genauso wenig passend erscheinen wie die Konzernabende im Vorfeld großer Automessen. Weit über tausend Gästen wurde dabei stets ein anderthalbstündiges Happening mit Licht und Showeffekten präsentiert, in dem alle Marken des Konzerns ihre Innovation präsentierten.

Die Party ist zu Ende
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Kein anderer Hersteller betreibt nur annähernd einen solchen Aufwand der Selbstinszenierung. So kann Volkswagen auch getrost darauf verzichten. Genauso wie auf die Mini-Autoshows zur Hauptversammlung und zur Bilanzpressekonferenz. Eine zweite Halle im Stil einer Mini-IAA wird angesichts der Sparzwänge sicher kein Aktionär oder Journalist vermissen.

Gehälter
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Der Aufschrei kam prompt: Die zu erwartenden Einschnitte dürfen nicht zulasten des kleinen Mannes gehen. Dass der kleine wie der große Mann bei VW künftig weniger in der Tasche haben wird, ist realistisch. Auffallen wird dies bei den Vorständen, die zuletzt ein Festgehalt zwischen einer und zwei Millionen pro Jahr hatten. Durch eine einjährige variable Vergütung, eine mehrjährige variable Vergütung über vier Jahre kam Ex-Chef Martin Winterkorn 2014 auf ein Gesamtsalär von 15,8 Millionen Euro. Andere Mitglieder im Vorstand verdienten um die sieben Millionen Euro. Bei allem dürfte in diesem Jahr mangels Erfolg weit weniger herauskommen.

Das große und das kleine Leiden
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Auch das Gros der Belegschaft wird leiden müssen. Eine Ergebnisbeteiligung von 5900 Euro bekam jeder Mitarbeiter für das vergangene Jahr bei VW, dazu zwölf Gehälter und ein kleines Urlaubsgeld. Da ein Verlust droht, gibt es die gewohnte Ergebnisbeteiligung quasi nur als Goodwill. Die 1545 Euro, die es immer im November gab, sollen jedoch gezahlt werden. Einsparungen in Milliardenhöhe sind möglich.

Sponsoring
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Beim Pokalfinale 2015 demonstrierte der Volkswagen-Konzern seine ganze Fußballmacht: Nicht nur, weil der Werksclub VfL Wolfsburg am Ende den Titel gewann, sondern auch weil selbst der Gegner Borussia Dortmund mit einen VW-Logo auf dem Ärmel auflaufen musste. Der Konzern ist nämlich auch Sponsor des gesamten Wettbewerbs. Mit dem Ausbruch des Abgasskandals soll das Pokal-Sponsoring nun auf den Prüfstand gestellt werden. Beim Werksclub VfL Wolfsburg soll nicht zu stark gespart werden.

Das Zittern der Fußballer
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Für die Bundesliga ist das Volkswagen-Desaster indes ein Problem. Immerhin unterstützt der Konzern 21 von 36 Bundesligavereinen. Am VfL Wolfsburg, dem FC Bayern und dem FC Ingolstadt ist Volkswagen sogar direkt beteiligt. Wie stark der Sparkurs ausfallen wird, ist allerdings noch nicht klar. Die Verträge, die unter dem zurückgetretenen VW-Chef Martin Winterkorn geschlossen wurden, sind unabhängig von der Krise weiterhin gültig.

Modelle
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Der kleine, sportliche Zweisitzer Eos war das erste Opfer – schon vor dem Abgasskandal. Weil er nicht den nötigen Erfolg beim Kunden hatte, wurde er aus dem Programm genommen. Die Luxuslimousine Phaeton könnte es als nächstes treffen. Die für Ende kommenden Jahres geplante Neuauflage ist mehr als fraglich. Das sind aber nicht die einzigen Nischenmodelle, bei denen ein hoher Aufwand nicht mit den Verkaufszahlen korreliert.

An fünfter Stelle verwies der Vorstandsvorsitzende auf den Ausbau der bisherigen Ziele für das Jahr 2018. Sie sollen zur „Strategie 2025“ werden. „Dem „Höher, Schneller, Weiter“ wurde vieles untergeordnet, vor allem die Umsatzrendite“, sagte Müller mit Blick auf die Rivalen Toyota und General Motors. Wichtiger als 100.000 Fahrzeuge mehr oder weniger als die Konkurrenz zu verkaufen, sei „qualitatives Wachstum“. Mitte nächsten Jahres will Müller die „Strategie 2025“ vorstellen.

Wegen der Belastungen muss der Vorstand um Müller die Jahresziele anpassen: Das operative Ergebnis des Konzerns und des Bereichs Pkw werde 2015 deutlich dem des Vorjahres liegen. Die operative Rendite des Konzerns solle vor Sondereinflüssen zwischen 5,5 und 6,5 Prozent liegen, die des Bereichs Pkw zwischen 6,0 und 7,0 Prozent. Bisher hatte Volkswagen diese Spanne ohne Herausrechnung von Sonderbelastungen in Aussicht gestellt.

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15 Kommentare zu "Volkswagen und Dieselgate: VW büßt für seine Fehler"

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  • Richtig ist: Der Mensch neigt zu Übertreibungen. Richtig ist aber auch: Der Mensch neigt zum Kleinreden. Beides führt in gleicher Weise zu unrealistischen Bildern und Fehlentwicklungen.

    VW hat besonders dreist die Manipulationen ganz offenbar intern klein geredet. Das braucht man nun nicht groß zu reden. Aber wir müssen nun mal Luft einatmen und viele wurden bereits und werden noch davon sehr krank. Diese Folgewirkungen sind vollkommen "privatisiert". Bildlich gesprochen dürfen Firmen ihren Müll in privaten Gärten abladen und der Privatmann entsorgt diesen Müll auf seine Kosten inklusive der Sondermüllbehandlung.

    Daher haben wir Privatleute auch ein Recht darauf, dass dieser von uns zu tragende Müll begrenzt und künftig weitestgehend vermieden wird. Also muss wenigstens endlich die Wahrheit auf den Tisch und die richtigen Konsequenzen müssen gezogen werden.

    Zweifelsfrei erkennen andere Hersteller ebenfalls die Prüfzyklen und "optimieren" die Motorsteuerung. Ich weiß gar nicht, ob man das überhaupt größer reden kann als es tatsächlich ist, wenn man die Dimension dieses Betrugs an unserer Unversehrtheit betrachtet.

    Wer jetzt immer noch nicht begriffen hat, dass der Weg so schnell wie möglich weg von der fossilen Verbrennung führen muss, dem empfehle ich den Selbstversuch eines Spaziergangs an einer EURO-6 - befahrenen Straße durchzuführen. Die Autofahrer werden übrigens durch künstliche Gerüche im Fahrzeug sprichwörtlich an der Nase dieses Skandals vorbeigeführt.

    Ja, die Elektromobilität hat noch Schwächen, aber erstens werden diese Schwächen täglich geringer (das sage ich als Elektrofahrer seit 7 Jahren) und zweitens gibt es mit Erdgasmotoren seit langem eine kostengünstige und erheblich sauberere Alternative zu Benzin und Diesel. Aber alle haben an dem kollektiven Wahnsinn der Vergiftung und des Raubbaus unserer Umwelt wie dumme Lemminge mitgemacht.

    Nein, diesen Skandal klein zu reden ist bestimmt keine Alternative.

  • Keine Frage: es ist ein Skandal! Geschuldet der "Fürungskultur" bei VW, alle wußten es, bis auf natürlich dem königlichen Vorstand....
    Jedoch muß man unterscheiden: Sicherlich der Großteil der Käufer der Fahrzeuge hat bei der Kaufentscheidung null auf Nox oder andere Emissionswerte geschaut...die Grenzen dafür legen z.T. unrealischtisch ideologiegetriebene Politiker fest, die unabhängig vom Interesse des Großteiles der eigentlichen Kunden agieren. Ansatz und Trend nach Umweltfreundlichkeit ist Lobenswert aber Deutschland und Europa retten damit nicht die Welt...DIE nämlich sieht ganz ganz anders aus, wenn man mal in Massenmärkten wie Indien oder China unterwegs war und gesehen hat, wie da die Luft sprichwörtlich aussieht....da sorgen (neuere) Autos aus Deutschland eher für sauberere Luft (trotz der für europäische Verhältnisse zu hohen Emissionswerte)
    Nochmal: Keine Frage, dass VW richtig Mist gebaut und betrogen hat. Dafür wird der Konzern auch bluten. Die reißerische Berichterstattung darüber ist aber nicht objektiv!

  • Nun, ich mag Nestbeschmutzer wirklich nicht. In diesem speziellen Fall handelt es sich aber um qualifizierten Betrug und arglistiger Täuschung.
    Dutzende Mitarbeiter wussten von dem millionenfachen Betrug. Durch üppige Prämienzahlungen und überhöhten Gehältern wurden sie zum Schweigen gebracht. Zusätzlich hält Niedersachsen noch ein grosses Aktienpaket.
    Wenn das kein Skandal ist.

  • Der Artikel ist ziemlich reißerisch! In der Pressemitteilung von VW steht immer noch ein Gewinn unterm Strich von 3Mrd fürs Gesamtjahr. Keine Frage, dass gerade schwierige Zeiten für VW anbrechen und Ja, rechnet man die Rückstellungen nur für Q3 ergibts sich für Q3 ein Verlust. Liest man allerdings den Artikel erweckt das leicht den Eindruck, dass VW schon völlig am Boden liegt unterm Strich ergibt sich aber immer noch ein Gewinn für das Unternehmen. Umsatz ist bisher gestiegen und operatives Ergebnis auch (vor Sondereinflüßen) also (noch) ein ziemlich solides Ergebnis für einen Konzern, der wie wenige andere auf der Welt einerseits mit seinen Produkten erfolgreich ist und gleichzeitig sehr darauf achtet, seine 600.000 Mitarbeiter gut zu bezahlen und sicher zu beschäftigen! Würde mir von daher vom Handelsblatt gerne eine etwas objektivere, neutralere und ganzheitlichere Berichterstattung wünschen anstatt schlechtestmöglich die Skandalgeilheit der Leser zu bedienen

  • Nun die Autos sind gut. Aber:
    Wie kann der Käufer einem Hersteller vertrauen der derart arglistig die Behörden und Verbraucher täuscht und betrügt?
    Was ist bei einem Motorschaden innerhalb der Garantiezeit? Wird der Hersteller ebenso täuschen und betrügen und die Regulierung des Schadens auf den Käufer abwälzen, oder aber sich kulant zeigen?
    Meine Erfahrungen mit der VAG-Gruppe sind in den letzten 15 Jahren sehr negativ ausgefallen. Probleme die seit Jahrzehnten ausgestorben waren sind wieder aufgetaucht. Plumpe Fehler: Gebrochene Fahrwerksfedern, herausfallende Scheinwerfer und Wassereinbruch im Fussraum beim SEAT. Motorschaden beim VW wegen gerissener Steuerkette!
    Kulanz? Garantie? .... 50% Beteiligung bei den Ersatzteilen... Schwacher Trost, wenn man beim Motorschaden dennoch 3800,-€ zahlen darf.

    Zum Vergleich: Billigster ISUZU Pickup läuft bei uns seit 13 Jahren ohne Schäden. Bremsbeläge, Öl-+Filterwechsel, das wars.

  • Falsch wiedergegeben:
    das Bild lässt vermuten der Japanchef hätte sich bei den Japanern wegen der falsch deklarierten Motoren und die damit verbundene Umweltverschmutzung bei den Japanern entschuldigt.

    Richtig ist das VW in Japan KEINEN Pkw mit Dieselmotor im betreffenden Zeitraum verkauft hat.

  • Geld regiert die Welt. Schauen Sie sich das Video von Herrn Lesch einmal an. Wir sind gerade in
    der Notenbankeuphoriejahresendrallye:):) Die Systeme stehen auf Kauf, egal ob da Milliardenverluste
    generiert werden oder nicht. BMW bringt Montag seine Zahlen, da haben das nächste Kursfeuerwerk vor uns, auch die Aktie wird seit ein paar Tagen wie wild gekauft. Auch da wurde vor 4 Wochen massiv abverkauft, damit man billig einsteigen konnte!
    Aber das allerwichtigste ist heute Abend die US-Notenbanksitzung, nachdem Herr Draghi für 800 Daxpunkte gut war, kann der Dax auch sein Jahreshoch locker bis Weihnachten erreichen.
    Europa steht ja gut da.........bzw. hoffentlich nicht, denn sonst gibt es ja kein Geld der EZB!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Ja was sagt man denn dazu.........?
    VW und Griechenland können gar nicht Pleite gehen, es lässt sie ja niemand. Geld verlieren können lediglich Aktionäre oder Anleihegläubiger. Selbst Schuld, wer der "alternativlosen" Anlageklasse Aktien folgt. Für den Privatanleger vollkommen ungeeignet. Selbst wenn er die nötige Risikobereitschaft mitbringt, dann dürfte es in den meisten Fällen schlichtweg an der Risikofähigkeit fehlen.
    Was kann denn dem Unternehmen VW schlimmstenfalls passieren??????? Die Produktionsanlagen sind nach wie vor da, die Patente, die Rechte an Modellen, Verfahren, das Personal, die Erfahrung, die Marktzugänge etc etc. Im worst case gibt es also eine Änderung in der Eigentümerstruktur. Too big to fail, kommt das jemandem bekannt vor?
    Und jetzt der arme Herr Müller mit Angie im Flieger zum Rapport. Wird der bei einer falschen Antwort aus dem Flieger geschuppst? Hier wird doch lediglich das Wir-Kümmern-Uns- Syndrom der Politik für die öffentliche Meinung bedient, außerdem kommt die Merkel mal auch wieder mit anderen Themen als "Flüchtlingen" in die Presse.
    Im Übrigen interessant, dass so ziemlich Alles was international juristisch aufgedeckt und verfolgt wird, in den USA initiiert wird. VW, FIFA, Schweizer Banken und Steuern, etc etc etc, bis hin zu Daimler, bei denen dann am Ende ein ehemaliger FBI-Director im Bereich Compliance installiert wurde. Es wird mal Zeit, dass auch Europa und europäische Konzerne ihr Geschäftsfeld darauf erweitern, amerikanischen Wettbewerbern mal so richtig ans Bein zu pinkeln und dabei noch mehr Kohle abzugreifen. Moral und Anstand sind hier vollkommen fehl am Platze.

  • Fehler? Einfach so?
    Ich würde eher sagen kriminelle Energie und Hochmut, gefördert durch die Allmacht der Konzerne in Deutschland. Der Schaden ist für alle am Ende größer wie die Kohle die diese Leute im Ausland bunkern.

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