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Volkswagen VW verharrt in Stagnation

Im ersten Halbjahr hat Volkswagen weniger Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum. Der größte Markt China schwächelt weiter. Der Konzern kann seine Wachstumsprognose nicht mehr halten.
29.07.2015 Update: 29.07.2015 - 09:49 Uhr Kommentieren

„VW ist viel zu abhängig vom chinesischen Markt“

Wolfsburg Europas größter Autobauer Volkswagen hat seine Jahresprognose für die Fahrzeugauslieferungen kassiert. Nach einem leichten Rückgang von 0,5 Prozent in den ersten sechs Monaten traut sich der Konzern bis zum Jahresende nur noch Auslieferungen auf dem Niveau von 2014 zu. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Nach einem starken ersten Quartal mit 1,8 Prozent Verkaufsplus hatte der Ausblick Ende April noch zuversichtlicher ausgeschaut und Volkswagen bekräftigte das Ziel, die Auslieferungen im laufenden Jahr „moderat“ zu steigern. Dann aber zog vor allem der größte Markt China die Verkaufsbilanz ins Minus und beendete eine rund fünfeinhalb Jahre lange Wachstumsgeschichte.

Das zeigt sich auch bei den Geschäftszahlen. Die Flaute bei den Verkäufen in China und Einbrüche auf weiteren Absatzmärkten haben dem VW-Konzern zur Jahresmitte Tempo genommen. Zwar verbesserte der Autobauer in den ersten sechs Monaten seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um rund 10 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Im Auftaktquartal war das Plus mit 17 Prozent aber höher ausgefallen.

Im zweiten Quartal lieferten die beiden Hauptergebnisträger Audi und Porsche mehr Betriebsgewinn ab. Auch die Kernmarke VW steigerte dank positiver Wechselkurseffekte und Sparprogramm das operative Ergebnis. Negativ schlug die Restrukturierung beim Lkw-Bauer MAN zu Buche.

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    Rabatt-Hoch im deutschen Automarkt
    Keine Preis-Zurückhaltung im Juli und August:
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    Die deutschen Großserienhersteller Ford, Opel, VW befinden sich seit Monaten im aggressiven Rabattwettbewerb. Eine Auswertung der Rabatte im Monat Juli 2015 durch das CAR-Institut der Ruhr-Universität Duisburg-Essen zeigt drei Trends: 30 Prozent der Neuzulassungen sind derzeit Eigenzulassungen von Autohändlern oder –Herstellern. Diese Fahrzeuge werden nach kurzer Zeit als Tageszulassungen oder junge Gebrauchtwagen mit sehr hohen Nachlässen verkauft.

    Zweitens: Bei den großen Internetvermittlern werden im Durchschnitt 19,2% Rabatt bei den 30 meistverkauften Pkw-Modellen gewährt.

    Drittens offerieren die Hersteller trotz Urlaubszeit die ungewöhnlich hohe Zahl von 417 Sonderaktionen mit 3 bis 30,2% Kundenvorteil.

    Und angefeuert wird die Entwicklung durch die bundesweit großflächig beworbene VW-Rabattaktion der Wechselprämie von bis zu 5.000 Euro. In großen Zeitungsanzeigen, auf Großplakaten und im TV erzeugt VW mit enormen Werbedruck Aufmerksamkeit für Rabatte und positioniert sich als Rabattführer. Die großen VW-Händler übertreffen sich förmlich mit Wechselprämien-Rabatten.

    (Foto: PR)
    Volkswagen-Chef Martin Winterkorn
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    Es ist eine sehr ungewöhnliche Aktion, die VW mit seiner Wechselprämie fährt. Die Händler werden animiert in großen Anzeigen mit bis zu 30% Rabatt für Golf, Up und andere Modelle zu locken. Wenn der Kunde dann im Autohaus zu diesen Konditionen kaufen will, kommt der Hinweis auf das „Kleingedruckte“. Entweder, der Händler gibt trotzdem den Rabatt, um den Kunden nicht zu verärgern, oder der Kunde verliert Vertrauen zur Marke.

    Beides führt nach Einschätzung von CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer zu negativen Erfahrungen und beides animiert die Wettbewerber, mit ähnlichen Angeboten in den Markt zu gehen.

    (Foto: Reuters)
    Opel reagiert als Nächster auf die VW-Wechselprämie
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    Opel hat seit kurzem auf die Wechselprämie mit einer eigenen Eintauschprämie für die Modelle, Corsa, Mokka und Astra Tourer reagiert. Die Aktion gilt allerdings nur für sehr kurze Zeit vom 22. Juli bis 1. August und ist kontingentiert.

    Der Hersteller verspricht in Verbindung mit der Inzahlungnahme eines Gebrauchtwagens bis zu 2.500 Euro bei Corsa und Mokka und bis zu 3.500 Euro beim Astra Sportstourer.

    Nicht viel besser sieht der Rabattwettbewerb bei Ford oder Hyundai aus ...

    (Foto: PR)
    Sind Listenpreise nur noch Mondpreise?
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    Im März 2016 sind diese Rabatte im deutschen Automarkt zwar leicht gesunken, wie die regelmäßige Markbeobachtung und Analyse des CAR-Institut der Ruhe-Universität Duisburg Essen zeigt. Doch satte Ersparnisse sind immer noch drin. In der folgenden Bildübersicht sehen sie die Modelle bzw. Hersteller- und Händleraktionen, bei denen Neuwagenkäufer besonders viel sparen, im Vergleich zur offiziellen Preisempfehlung ...

    (Foto: PR)
    Platz 10
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    Marke/ Modell: Ford B-Max

    Aktion: "Flatrate-Finanzierung" inkl. Anschlußgarantie und Wartungen, 3,99%, 48 Monate, 10.000 km/Jahr, Anzahlung 3.400 Euro, Monatsrate 89 Euro, Schlussrate 6.673 Euro.

    Hersteller-Preisempfehlung: 15.950 Euro

    Kundenvorteil: 4.062 Euro oder 25,5 Prozent

    (Foto: PR)
    Platz 9
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    Marke/ Modell: Ford Focus

    Aktion: "Flatrate-Finanzierung" inkl. Anschlußgarantie und Wartungen, 1,99%, 48 Monate, 10.000 km/Jahr, Anzahlung 3.700 Euro, Monatsrate 89 Euro, Schlussrate 7.539 Euro.

    Hersteller-Preisempfehlung: 17.360 Euro

    Kundenvorteil: 4.434 Euro oder 25,5 Prozent

    (Foto: PR)
    Platz 8
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    Marke/ Modell: Volvo V40

    Aktion: Sonderfinanzierung, 0% effektiver Jahreszins, Laufzeit 48 Monate, Anzahlung 0,- Euro, Monatsrate 199 Euro, Schlussrate 10.330 Euro.

    Hersteller-Preisempfehlung: 23.450 Euro

    Kundenvorteil: 6.002 Euro oder 25,6 Prozent

    (Foto: PR)

    Der zuletzt rückläufige und für VW wichtigste Markt China büßte Zugkraft ein. Dort arbeitet VW mit Partnern, die Gewinne werden nicht im Betriebsgewinn ausgewiesen, sondern im Finanzergebnis. Im ersten Halbjahr legte das anteilige operative Ergebnis aus den beiden Gemeinschaftsfirmen in China leicht zu, auf 2,7 von 2,6 Milliarden Euro. Der Überschuss des Gesamtkonzerns sank dagegen um 1 Prozent auf 5,66 Milliarden Euro.

    Beim Umsatz profitierten die Wolfsburger unter anderem vom schwachen Euro, so dass dieser im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,1 Prozent auf 108,8 Milliarden Euro stieg. Mit dem Ergebnis übertraf VW die Experten-Erwartungen beim Umsatz und Ebit. Der Überschuss enttäuschte allerdings.

    Bei der Zahl der Mitarbeiter wächst der Volkswagen-Konzern allerdings weiter. Ende Juni umfasste die Belegschaft rund 597.800 Menschen. Das waren noch einmal gut 5000 Menschen oder 1 Prozent mehr als zum Jahreswechsel. Knapp die Hälfte arbeitet im Inland und etwa jede fünfte Stelle entfällt auf das Land Niedersachsen.

    Als Deutschlands größter privater Arbeitgeber spielt der Konzern mit seiner Belegschaftsgröße auch global in einer besonderen Liga. Weltweit gibt es nur ganz wenige Unternehmen, die noch mehr Menschen Arbeit geben - etwa die US-Handelskette Wal-Mart und der asiatische Elektroriese Foxconn.

    • dpa
    • rtr
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