Vor Audi und BMW Mercedes verteidigt die Premiumkrone

Im Dreikampf der deutschen Premiumhersteller hatte Mercedes im vergangenen Jahr erneut die Nase vorn. Die Marke mit Stern verwies BMW und Audi auf die Plätze – vor allem dank schwerer Geländewagen.
Update: 08.01.2018 - 12:39 Uhr Kommentieren
BMW und Audi: Mercedes vor Premium-Autobauer Quelle: AP
Selbstbewusster Konzernchef

Dieter Zetsche kann mit Mercedes den Spitzenplatz der Premiumhersteller verteidigen.

(Foto: AP)

FrankfurtMercedes-Benz hat dank hoher Nachfrage nach neuen Modellen das siebte Jahr in Folge mit einem Absatzrekord beendet und sich als größter Premiumhersteller weltweit behauptet. Die Marke mit dem Stern verkaufte 2017 mit fast 2,3 Millionen knapp zehn Prozent mehr Neuwagen als im Jahr davor, wie der Daimler-Konzern am Montag mitteilte.

Vor allem SUVs und Kompaktwagen der Schwaben waren gefragt. Absatzmotor war einmal mehr der größte Einzelmarkt China, wo Daimler die Auslieferungen seiner Hauptmarke um 26 Prozent auf knapp 588.000 Stück steigerte. „Der Erfolg in unserem Kerngeschäft ist die Basis, die Mobilität der Zukunft aktiv zu gestalten“, erklärte Konzern-Chef Dieter Zetsche.

Mercedes lag damit das zweite Jahr in Folge vor den Erzrivalen BMW und Audi. „Damit haben wir unseren Vorsprung an der Spitze im Premiumsegment nochmal deutlich ausgebaut“, betonte Vertriebschefin Britta Seeger. Die Konkurrenten haben noch keine Absatzzahlen vorgelegt. BMW hatte aber schon bis November rund 70.000 Pkw seiner Kernmarke weniger losgeschlagen als Daimler. Einschließlich der Kleinwagenmarken Smart und Mini schnitten die Bayern allerdings besser ab als die Schwaben. Der Absatz des Stadtflitzers von Daimler ging im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent auf gut 135.000 Wagen zurück im Vergleich zu 2016, als die Neuauflage des Modells den Absatz beflügelt hatte.

Was am Mercedes GLE Coupé gefällt, und was nicht
Man(n) schaut ihm automatisch auf den Hintern
1 von 25

Macht das den GLE in der Coupé-Variante nun zum Kardashian unter den Crossovern? Oder guckt man dahin wie auf einen Unfall? Die Betrachter, die den GLE zu protzig und unförmig fanden waren bei unserem nicht repräsentativem Stimmenfang während der Testfahrten jedenfalls überwiegend. Muss man denen nun Neid unterstellen, oder guten Geschmack?

Daimler baut jetzt auch einen X6
2 von 25

BMW hat die Mode erfolgreich angefangen, schwere SUV stilistisch mit Coupés zu verbinden. Mercedes-Benz macht es nach. Bei den Stuttgartern heißt das Modell GLE Coupé. Und es spaltet die Betrachter sofort. Man liebt oder hasst den Wagen, niemand ist er egal.

In voller Pracht
3 von 25

Unser leuchtend lackierter Testwagen hat unter anderem Allradantrieb an Bord, die 350d-Motorisierung, AMG-Line-Innenausstattung und vieles andere, was gut und teuer ist. So summiert sich der Endpreis denn auch auf mehr als 100.000 Euro.

Der riskiert optisch eine große Schnauze
4 von 25

Man braucht nur einmal um den Testwagen herumzulaufen und dann ist klar: Verstecken kann weder sich noch den Wagen selber, mit so einer großen, auffälligen Erscheinung. Dafür kann man im toten Winkel des Riesen aus Untertürkheim eine ganze Menge unterbringen.

Dickes Leder und schöne Ziernähte
5 von 25

Der Innenraum hält definitiv, was der Begriff obere Mittelklasse umschreibt. Man ist speziell mit dem hochwertigen, vielleicht für den GLE sogar etwas zu sportlichen AMG-Line-Interieur auf jeden Fall oberhalb der Mitte angekommen. Wenngleich ein Sonnendach mit etwas mehr Licht dem Testwagen auch gutgetan hätte.

Über einen Mangel an Knöpfen und Schaltern wird sich niemand beklagen können
6 von 25

Immerhin: Auf dem GLE-Fahrerarbeitsplatz herrscht Ordnung, hier ist wirklich alles sauber gruppiert und spätestens auf den zweiten Blick zu finden. Wie bei Mercedes unsinnigerweise üblich darf der mittlere Monitor keine Touchfunktion haben, aber es geht ja auch alles über den Dreh-Drückregler in der Mittelkonsole, oder sogar per Spracheingabe.

Klare Ansichtssache
7 von 25

Wenn außer der souveränen Drehmomententwicklung des Triebwerks noch was ein dickes Lob verdient hat an diesem Auto, dann ist es die Rückfahrkamera mit ihren superscharfen Bildern und sinnvollen Perspektiven. Nicht GLE-spezifisch, aber echte Daimler-Qualität.

Besonders hoch war die Nachfrage nach SUVs wie dem kompakten GLA und dem mittelgroßen GLC. Inzwischen entfalle mehr als ein Drittel des Absatzes auf dieses Segment, erklärte Daimler. Für dieses Jahr plant Mercedes mehr als ein Dutzend Modell-Neuauflagen, vom Kompaktwagen A-Klasse bis zum G-Modell.

Der Geländewagenklassiker, der vor knapp 40 Jahren auf den Markt kam, soll kommende Woche auf der Automesse in Detroit erstmals in neuem Gewand präsentiert werden. Die Kehrseite des Erfolgs PS-starker SUVs für Gelände wie Stadtverkehr sind wachsende Schwierigkeiten, die Klimaschutz-Grenzwerte für Kohlendioxid (CO2) weiter zu senken.

Mercedes sucht die Lösung in sparsameren Benzin- und Dieselmotoren und immer mehr Strom im Antrieb, seien es Hybrid- oder die neuen geplanten reinen Elektromodelle. In diesem Jahr soll das erste Serienmodell der neuen Stromautomarke EQ vorgestellt werden, eine Elektroversion des GLC. Die Markteinführung ist für 2019 geplant.

Das sind die Bestseller von Daimler
Starke Absatzzahlen
1 von 8

Beim Stuttgarter Autobauer läuft es rund: Dank neuen Bestwerten beim Absatz hat der Autobauer Daimler auch bei Umsatz und Ergebnis noch einmal deutlich zugelegt. 2017 verbuchte Daimler einen Umsatz von 164,3 Milliarden Euro – sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Lagen die Stuttgarter 2012 noch hinter den Rivalen aus München und Ingolstadt, so ist die Marke Mercedes jetzt mit 2,2 Millionen verkauften Autos 200.000 Einheiten vor BMW und 400.000 Stück vor Audi. Die Bestseller im Überblick.

Kompaktklasse
2 von 8

2017 war mehr als jedes vierte verkaufte Fahrzeug bei Mercedes-Benz ein Kompaktwagen – insgesamt 620.000 Mal wurde ein Wagen aus dieser Kategorie verkauft. Dazu gehören beispielsweise die A-Klasse (im Bild) und die B-Klasse.

Kompaktklasse
3 von 8

Wachsen konnte Mercedes Benz im Kompakt-Segment auch, weil die Marke die Modellpalette um Autos wie die Limousine CLA, den CLA Shooting Brake (im Bild) oder den SUV GLA erweitert hat. Die beiden größten Märkte für Kompaktwagen waren Deutschland und China.

Mittelklasse
4 von 8

Der Bestseller bei Mercedes ist allerdings das Mittelklasse-Modell C-Klasse: Die Limousine und das T-Modell wurden insgesamt 450.000 Mal verkauft. Ein Viertel ging auf die Langversion der C-Klasse Limousine zurück, ein Modell, das ausschließlich in China gebaut und verkauft wird.

Obere Mittelklasse
5 von 8

Auch die neuen Modelle der Mercedes E-Klasse haben in ihrem ersten Verkaufsjahr Rekorde gebrochen. Nie war die E-Klasse so beliebt wie in den vergangenen zwölf Monaten – 350.000 Mal wurden die Limousine und das T-Modell verkauft. Daimler schaffte es, mit den neuen Modellen eine Absatzsteigerung von 40 Prozent zu erzielen. Größter Abnehmer der Limousine ist China, dort wurden die Verkäufe sogar verdoppelt.

SUV
6 von 8

Stärkste Produktkategorie ist bei Daimler – wie auch im Vorjahr – das Segment SUVs: Die Beliebtheit der Geländewagen stieg weiter stark an. 850.000 SUVs konnte der Konzern absetzen. Mit 14 Prozent Absatzwachstum trugen die SUVs maßgeblich zum Verkaufserfolg der Marke bei.

SUVs
7 von 8

Getrieben wurde das Wachstum in dem Segment vor allem durch starke Verkäufe der Kompakt-SUVs. Bestseller waren die Modell GLC (im Bild) und GLA, die auf den Plattformen der C-Klasse und der A-Klasse basieren.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Vor Audi und BMW - Mercedes verteidigt die Premiumkrone

0 Kommentare zu "Vor Audi und BMW: Mercedes verteidigt die Premiumkrone"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%