Vor Daimler und BMW Teslas Model 3 hängt in den USA die Mercedes C-Klasse ab

Nach Turbulenzen um Elon Musk präsentiert Tesla eine gute Nachricht: Das Model 3 überholt im Heimatmarkt die deutsche Konkurrenz.
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Tesla Model 3 hängt in den USA die Mercedes C-Klasse ab Quelle: AFP
Der Konkurrenz die Rücklichter zeigen

Das Model 3 verkauft sich in den USA mittlerweile besser als die Mittelklassemodelle der deutschen Premiumriesen.

(Foto: AFP)

DüsseldorfDer kalifornische Elektropionier Tesla kann nach turbulenten Wochen einen Achtungserfolg einfahren. Das Model 3 – Teslas Modell für den Massenmarkt – gehörte in den vergangenen zehn Monaten zu den meistverkauften Automodellen der USA und hat damit auch BMW und Mercedes überholt.

55.800 Fahrzeuge hat Tesla in den vergangenen drei Monaten in Nordamerika verkauft. Darin sind zwar auch wenige Hundert Fahrzeuge enthalten, die nach Kanada geliefert wurden. Doch insgesamt dürfte Tesla nach Schätzungen von Evercore ISI im Heimatmarkt USA an der C-Klasse von Mercedes vorbeigezogen sein, deren Verkäufe in den USA im Jahresverlauf um satte 24 Prozent gesunken sind.

Auch BMW spürt die neue Konkurrenz. „Tesla fährt die Produktion hoch und macht Druck im Mittelklassesegment“, zitiert Bloomberg den BMW-Nordamerika-Chef Bernhardt Kuhnt. „In diesem Umfeld bin ich sehr, sehr zufrieden, dass wir es geschafft haben, zu wachsen.“ Dabei verdankt BMW das leichte Wachstum vor allem dem Crossover X3.

Kurzfristig dürfte es BMW schwerfallen, Tesla die Stirn zu bieten. Das erste batterieelektrische Fahrzeug in der Kompaktklasse, der BMW iX3, soll erst 2020 auf den Markt kommen. Ein Jahr, in dem auch Porsche, Audi und Mercedes ihre Elektrolücke schließen wollen.

Allein der britische Autobauer Jaguar will mit dem I-Pace schon ab dem kommenden Monat gegen Tesla antreten. Allerdings dürfte sich das Modell schon preislich vom Model 3 abheben.

Bislang ist Tesla allerdings der einzige Elektroauto-Anbieter, der sich in der Rangliste der meistverkauften Modelle der USA etablieren kann. Alles außerhalb der Pick-up und SUV-Klasse wird in den USA von japanischen und koreanischen Herstellern dominiert.

Dabei startet auch Tesla mit dem Model 3 zunächst in höheren Preisregionen als anfangs versprochen. Im Schnitt wird ein Model 3 derzeit für 60.000 US-Dollar verkauft. Günstige Varianten für 35.000 Dollar sind erst für Ende des Jahres geplant. Dann dürften die Verkäufe weiter anziehen.

Für Tesla dürften die Verkaufserfolge Balsam sein. In den vergangenen Wochen steckte das Unternehmen in der Führungskrise. Tesla-Chef Elon Musk war von der US-Branchenaufsicht SEC angezählt worden, nach dem er den Aktienkurs mit Spekulationen um einen Abschied von der Börse auf eine Achterbahnfahrt geschickt hatte.

Mittlerweile hat Musk angekündigt, sich als Chairman zurückzuziehen. Operativ hält er die Fäden als CEO aber weiter in der Hand.

Für die Deutschen sollte der Erfolg des Model 3 aber ein Warnschuss sein. Schon in der Oberklasse hatte Tesla zunächst mit dem Model S die Rangliste in den USA übernommen, bis das Modell Anfang 2018 auch in Europa an der Mercedes S-Klasse und dem 7er-BMW vorbeizog.

  • bay
  • Bloomberg
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3 Kommentare zu "Vor Daimler und BMW: Teslas Model 3 hängt in den USA die Mercedes C-Klasse ab"

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  • @Andre Peter

    Wie sollte Merkel bitte in den USA Werbung für Mercedes machen?
    Das typische Merkel bashing statt wirklicher Ursachensuche.
    Die Schuld oder das Versagen liegt doch klar bei Mercedes.
    Ich würde mir auch lieber ein innovatives Fahrzeug kaufen als eine Dreckschleuder aus Stuttgart.
    Der Spritpreis kennt nur den Weg nach oben und noch kann man den Tesla kostenlos laden. Also warum sollte man bei ähnlichen Preisen einen Mercedes kaufen? Die deutschen Autobauer haben sich zu letzt nur lächerlich gemacht.

  • Ja, da hat der Trump ja auch Werbung für Tesla gemacht!
    Hat Merkel Werbung für Daimler, BMW und VW gemacht? Nein, die deutsche Politik haut nur drauf auf die deutschen Automobilhersteller.

  • Das ist nicht nur ein Achtungserfolg für Tesla, sondern zeigt einen Trend der nicht mehr Aufzuhalten sein wird.
    Wesentlich für die Zukunft ist, dass Elektromobilität kommt und die Deutsche Autoindustrie ihr Image beschädigt hat mit dem Abgasskandal. Nach- oder Umrüstung von Dieselfahrzeugen kann nicht unsere Zukunft sein. Zumal auch das Laden von Elektroautos an Zapfsäulen auch nicht wirklich grüne Energie ist, solange wir zur Stromerzeugung generell fossile Brennstoffe oder Atomkraft Verstromen. Es gibt viel bessere Alternativen. Neutrino-Energy, die Energie der Zukunft, wäre die Lösung vieler Komplikationen, auch geopolitischer Konflikte und vor allem Emissionsfreie Energy als UNENDLICHE RESSOURCE für die mobile, dezentrale Haushaltsenergie und für die Elektromobilität. Dazu liegen spannende internationale Forschungsergebnisse und Patente der Berliner Neutrino Energy Group bereit. Chinesische Investoren sind schon im Rennen. Hier muss die Politik richtig Steuern und das scheint in unserem Land noch ein Hindernislauf zu sein.

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