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Vor dem Brexit Jaguar Land Rover streicht angeblich bis zu 5000 Jobs

Der drohende Brexit trifft den britischen Autohersteller Jaguar Land Rover hart. Nun sollen tausende Arbeitsplätze abgebaut werden.
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Der britische Autobauer verkauft weniger Autos und muss Stellen streichen. Quelle: Reuters
Jaguar-Land-Rover-CEO Ralf Speth

Der britische Autobauer verkauft weniger Autos und muss Stellen streichen.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Der deutsche Chef von Jaguar Land Rover (JLR) muss zuletzt besonders schlecht geschlafen haben. Der Brexit, verriet Ralf Speth vor Journalisten, bereite ihm schlaflose Nächte. Seinen Mitarbeitern dürfte es ähnlich gehen. Denn der Hersteller britischer Sport- und Geländewagen muss ein strammes Sparprogramm auflegen. Bis zu 5000 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden, berichtet die „Financial Times“ (FT) unter Berufung auf Unternehmensinsider.

Die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, trifft den vergleichsweise kleinen Autobauer besonders hart. Bereits im Oktober hatte JLR darum angekündigt, die Kosten in den nächsten drei Jahren um 2,5 Milliarden Pfund (2,78 Milliarden Euro) zu senken, eine Milliarde davon in den kommenden 18 Monaten.

Zu dem Bericht der FT will sich JLR nicht äußern. „Wir kommentieren die aktuellen Spekulationen nicht“, teilte ein Sprecher am Sonntag mit. Doch gerade der indische Investor Tata dürfte auf ein Sparprogramm bestehen. Allein im dritten Quartal hatten die Briten einen Verlust von 90 Millionen Pfund (100,3 Millionen Euro) eingefahren – und damit die Tata-Papiere auf Talfahrt geschickt.

Nicht nur in England litt der Absatz der Briten zuletzt deutlich. Jedes fünfte Auto verkauft JLR in einem anderen europäischen Land. Speth hatte im Oktober erstmals ein Werk auf dem europäischen Festland eröffnet. In der Slowakei bauen die Briten den Land Rover Discovery.

Doch das Produktionsnetzwerk steht mit dem Brexit unter Druck. Auch Monate vor dem Austrittsdatum fehlt ein Deal mit der EU. JLR-Chef Speth und seine Manager bereits sich darum längst auf einen ungeordneten Brexit vor – und erhöhen den Druck auf die Politik.

Erst im September appellierte Speth an die britische Premierministerin Theresa May, die Verhandlungen zum Abschluss zu führen. Sonst stünden tausende Jobs auf dem Spiel. Allein das finanzielle Risiko für seinen Konzern beziffert Speth auf 1,2 Milliarden Pfund (rund 1,33 Milliarden Euro.)

Mit Agenturmaterial.

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