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Vor Hauptversammlung Schaeffler attackiert Conti-Chef hart

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Weder Koerfer noch Neumann wollten sich auf Anfrage zu einem Zerwürfnis äußern. Einen weiteren Konflikt gab es Beteiligten zufolge zwischen beiden um den anstehenden Auftritt auf der Hauptversammlung. Demnach missfällt dem Chefaufseher Neumanns Absicht, in seiner Rede auf einen "fehlenden Gesamtplan" für das neue Konstrukt aus Conti und Schaeffler einzugehen. Ein Koerfer-Sprecher dementierte auf Nachfrage Differenzen in diesem Punkt.

Bereits am Montag hatte die Schaeffler-Seite den Conti-Vorstand brüskiert, als durchsickerte, dass anstelle des für den Aufsichtsrat vorgesehenen Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, Hans-Jörg Bullinger, Schaefflers Finanzvorstand Klaus Rosenfeld am Donnerstag zur Wahl steht. Bullinger ist ein Vertrauter Schaefflers und soll nach eigener Aussage Conti nun beraten. Ein Vertrag liegt dem Vorstand allerdings nicht vor - Neumann wusste von nichts.

Entsprechend eisig ist die Stimmung zwischen den Akteuren, berichten Beobachter von einer Begegnung zwischen Koerfer und Neumann auf einem Wirtschaftstreff Montagabend in der NordLB-Zentrale in Hannover.

Schaeffler versuchte gestern, die Wogen zu glätten. Der Konzern sieht keinen Bruch der Investorenvereinbarung mit Conti, da Koerfer kein Angestellter des Unternehmens sei. Hier sei man mit Conti einer Meinung, sagte ein Schaeffler-Sprecher. Bullinger betonte, seine Kandidatur nicht auf Druck von Schaeffler zurückgezogen zu haben.

Dennoch gibt es weiter Kritik am Vorgehen von Schaeffler. Ex-DWS-Chef Christian Strenger, Mitglied der Regierungskommission für gute Unternehmensführung, will auf der Hauptversammlung als Conti-Aktionär gegen die Wahl Koerfers in den Aufsichtsrat stimmen. "Der Gedanke der Investorenvereinbarung, Conti als ausreichend unabhängiges Unternehmen zu erhalten, wird immer mehr zur Makulatur", sagte er.

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