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Vorbehalte gegen Staatseinfluss EADS-Chef kämpft für seine Fusionspläne mit BAE

Der Chef des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS, Tom Enders, erläutert im Wirtschaftsausschuss des Bundestags die geplante Fusion mit dem britischen Unternehmen BAE - und verteidigt mit aller Kraft seine Pläne.
26.09.2012 - 11:47 Uhr 2 Kommentare
Tom Enders, Vorstandsvorsitzender von EADS, verteidigt die geplante Fusion mit dem britischen Unternehmen BAE zum dann weltgrößten Luftfahrt- und Rüstungskonzern. Quelle: dpa

Tom Enders, Vorstandsvorsitzender von EADS, verteidigt die geplante Fusion mit dem britischen Unternehmen BAE zum dann weltgrößten Luftfahrt- und Rüstungskonzern.

(Foto: dpa)

Berlin Der Chef des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS, Tom Enders, hat die angepeilte Fusion mit dem britischen Unternehmen BAE zum weltgrößten Rüstungsunternehmen erneut verteidigt. "Wir wollen ein Unternehmen schaffen, das international noch sehr viel erfolgreicher ist, das neue Investoren noch anzieht. Und es gibt viele Beispiele, die belegen, dass Unternehmen in dieser Branche und dieser Größenordnung nicht unbedingt über Staatsbeteiligungen geführt werden müssen", sagte Enders am Mittwoch in Berlin.

Nach einer Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Bundestags wies Enders am Mittwoch auch Kritik am geplanten Beteiligungsverhältnis von 60 zu 40 mit EADS-Mehrheit zurück. So sei das "nicht etwas, was der Vorstandsvorsitzende mit seinem Gegenpart bei einer Tasse Bier auskegelt, sondern das ist etwas, was sehr professionell vorbereitet worden ist ...". Dies spiegle sehr fair die Wertverhältnisse beider Unternehmen wider. Nach einem Zusammenschluss sollen die EADS-Aktionäre einen Anteil von 60 Prozent halten, die Aktionäre von BAE Systems erhielten 40 Prozent. Im Wirtschaftsministerium hält man allerdings ein Verhältnis von 70 zu 30 Prozent für realistischer.

Auf Einzelheiten der eineinhalbstündigen Befragung wollte Enders danach nicht eingehen, sagte aber, dass er "natürlich gerne jederzeit mit der Bundesregierung darüber reden möchte, welche Bedenken, welche Fragen noch offen sind zu diesem wichtigen, für meinen Konzern sehr wichtigen, Fusionsprojekt".

Die stellvertretende Grünen-Fraktionschefin Kerstin Andreae kritisierte im Anschluss allerdings, es seien mehr Fragen offen als beantwortet. „Der nationale Nutzen dieser Fusion erschließt sich nicht.“ Deshalb habe die Bundesregierung in der Sitzung auch offen gelassen, ob sie einem Zusammenschluss zustimmen würde, ergänzte Andreae. Es gehe „nicht nur um das Wie der Fusion, sondern grundsätzlich um das Ob“.

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    2 Kommentare zu "Vorbehalte gegen Staatseinfluss: EADS-Chef kämpft für seine Fusionspläne mit BAE"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Den weiten Weg nach Berlin mit leeren Händen hätte sich Enders auch sparen können. EADS behält es sich bei seiner Jobgarantie vor, Arbeit aus Deutschland abzuziehen, und danach legal Massenentlassungen durchführen!!! Dürfte wohl auch bedeuten, EADS muss unbedingt schnell Kapazitäten, und damit Jobs vor allem in Deutschland abbauen. Bombardier hat ja seine Produktion von Flugzeugen schon gedrosselt. Im Militärbereich wurden die Beschaffungen auch mächtig gestreckt. Da man für die Fusion die Gewerkschaften braucht, fängt man mit den Entlassungen erst danach an.

      Scheinbar hat Enders die Felle schon alle GB, FR oder USA fest verteilt, und für DE blieb nichts mehr übrig. Verhandlungsspielraum pro DE scheint Enders nicht mehr zu haben. Das mit der Zustimmung aus DE dürfte so nicht funktionieren.

    • Einen deutschen nationalen Nutzen gibt es auch nicht! Wenn das die Grünen schon erkennen, dann oha! Nachtigall ich hör die trapsen.....UK/USA/F-Komplott!

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