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Vorsichtiger Ausblick Bosch verliert die Zuversicht

Der Automobilzulieferer Bosch ist nicht mehr ganz so optimistisch gestimmt. Für die Zukunft ist Bosch-Chef Denner vorsichtig, weil sich das wirtschaftliche Umfeld eingetrübt habe. Beim Gewinn bleibt die Zuversicht.
22.11.2014 - 15:59 Uhr Kommentieren
Dunkle Wolken über dem Bosch Entwicklungszentrum. Konzern-Chef Volkmar Denner rudert beim Optimismus zurück. Quelle: dpa

Dunkle Wolken über dem Bosch Entwicklungszentrum. Konzern-Chef Volkmar Denner rudert beim Optimismus zurück.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Chef des Autozulieferers Bosch, Volkmar Denner, hat etwas von seiner im Sommer geäußerten Zuversicht verloren. „Wir planen dieses Jahr drei bis fünf Prozent Umsatzplus. Im Sommer hoffte ich, dass wir bei nahe fünf Prozent landen, vorausgesetzt das zweite Halbjahr wird so gut wie das erste. Jetzt bin ich vorsichtiger, weil die Stimmung in der Wirtschaft sich eintrübt“, sagte er der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“. „Auch beim Ergebnis wollen wir in diesem Jahr Fortschritte machen, so wie schon 2013.“

Vom Autopionier zum Technologiekonzern
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1886

Robert Bosch gründet die "Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik" in Stuttgart. Ein Jahr später baut er im Auftrag eines Maschinenbauers seinen ersten Magnetzünder. Mit dem Bau der Niederspannungs-Magnetzündung für Kraftfahrzeugmotoren im Jahr 1897 und deren Nachfolgesystem, der 1902 von Bosch eingeführten Hochspannungs-Magnetzündung, gelingt der entscheidende kommerzielle Durchbruch zum erfolgreichen und führenden Automobilzulieferer. 1903 siegt Camille Jenatzy überlegen beim Gordon-Bennett-Rennen auf einem 60 PS Mercedes-Rennwagen, der mit einer Niederspannungs-Magnetzündung von Bosch ausgerüstet ist.

Fotos: Bosch

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1898

Die Geschichte der Internationalisierung beginnt 1898 mit der ersten Auslandsniederlassung in London. Die erste amerikanische Bosch-Vertretung entsteht 1906 in New York. In diesem Jahr nutz Robert Bosch den wirtschaftlichen Aufschwung, um für seine 526 Mitarbeiter den Acht-Stunden-Tag und das Zwei-Schicht-System einzuführen. Hier auf dem Bild ist die Firma F. Hoppert in Südafrika zu sehen, die im "Magneto-House" Bosch-Produkte verkaufte.

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1913

Bosch bringt das so genannte "Bosch-Licht" für das Automobil auf den Markt – eine elektrische Beleuchtungsanlage mit eigener Stromversorgung durch Generator und Batterie. Ein Jahr später kommt der erste elektrische Bosch-Anlasser auf den Markt. Davor mussten Automobile von Hand angekurbelt werden – eine kraftraubende und wegen der Kurbelrückschläge oft auch gefährliche Angelegenheit. Es folgen Innovationen wie Horn, Scheibenwischer, Servobremse und Winker.

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1927

Die erste Bosch Diesel-Einspritzpumpe entsteht. Ohne die Einspritzsysteme ist der LKW-Güterverkehr heute nicht mehr denkbar. Wenige Jahre später stellt Bosch auch Diesel-Einspritzpumpen für kleinvolumige PKW-Motoren her.

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1932

Mit dem elektrischen Kleinmotor erschließt Bosch neue Anwendungsbereiche. Die erste Bohrmaschine erleichtert die Arbeit in Industrie und Handwerk. Ein Jahr später übernimmt Bosch die Ideal-Werke AG für drahtlose Telephonie in Berlin und baut das erste Autoradio unter dem Markennamen Blaupunkt. Im selben Jahr steigt Bosch mit der Übernahme von Junkers in die Heizgerätesparte ein. 1933 präsentiert das Unternehmen den ersten Kühlschrank und steigt in den Haushaltsgerätemarkt ein.

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1951

In diesem Jahr stellt Bosch auf der Frankfurter Automobilausstellung erstmals die Benzineinspritzung vor, mit der sich bis zu 20 Prozent Kraftstoff einsparen lässt.

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1964

Die gemeinnützige Vermögensverwaltung Bosch GmbH, ab 1969 Robert Bosch Stiftung GmbH, übernimmt die Kapitalmehrheit am Unternehmen. Im gleichen Jahr präsentiert Bosch den ersten Geschirrspül-Automaten sowie 1967 das erste elektronische System Jetronic.

Der Konzernumsatz hatte im vergangenen Jahr bei 46 Milliarden Euro gelegen, die Kraftfahrzeugtechnik machte mit 30 Milliarden Euro den Löwenanteil aus. Diese Sparte dürfte auch in diesem Jahr kräftig wachsen. „Hier profitieren wir vor allem von unserer starken Position bei hocheffizienten Einspritzsystemen. Der Spartenumsatz wird 2014 wohl um sieben bis acht Prozent auf etwa 33 Milliarden Euro steigen“, sagte Denner.

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