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VW-Finanzsparte auf Kurs Robustes Europa-Geschäft bringt stabilen Gewinn

Russland, Brasilien, USA: Die Liste der Märkte, in denen die Bank- und Leasing-Tochter von VW derzeit kämpfen muss, ist lang. Trotzdem halten die Braunschweiger ihren Gewinn – denn daheim laufen die Geschäfte prächtig.
03.09.2015 - 14:19 Uhr
Die Finanzsparte ist auf Kurs. Quelle: dpa
Volkswagen

Die Finanzsparte ist auf Kurs.

(Foto: dpa)

Braunschweig Die Bank- und Leasing-Tochter von Volkswagen macht Verkaufsrückgänge des Wolfsburger Mutterkonzerns in Schwellenländern dank des starken Europageschäfts wett. „Wir haben gesagt, dass wir für 2015 von einem operativen Ergebnis nicht unter dem des Vorjahres ausgehen“, sagte Vorstandschef Frank Witter der Nachrichtenagentur Reuters in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. „Davon rücken wir keinen Millimeter ab.“

Witter zeigte sich zuversichtlich, dass die Prognose leicht übertroffen werden könne: „Ich bin guten Mutes, dass wir dieses Minimalziel gut erreichen werden.“ Das Geschäft laufe vor allem in Europa rund. „Die Märkte kommen zurück, Spanien hat tolle Zuwachsraten, Frankreich entwickelt sich besser als ich erwartet habe.“ Probleme gebe es dagegen in Brasilien, wo eine Erholung des Lkw-Markts für längere Zeit nicht absehbar sei. Hier kündigte Witter Kürzungen in der Sparte für Finanzdienstleistungen an: „Wir müssen über Kapazitätsanpassungen reden.“ Auch Russland bleibe eine Herausforderung. Dort bezahlten die Kunden ihre Autos zunehmend bar. In den USA müsse VW „jeden Monat kämpfen“. Dort leidet Volkswagen unter einer verfehlten Modellpolitik. Besserung ist erst ab Ende nächsten, Anfang übernächsten Jahres in Sicht, wenn die angekündigten neuen Geländewagen auf den Markt kommen.

In China, dem größten Markt der Wolfsburger, gingen die Verkaufszahlen zuletzt ebenfalls auf Talfahrt. Die Auswirkungen auf die Finanzsparte halten sich jedoch in Grenzen. Denn auf dem weltgrößten Pkw-Markt steckt das Geschäft mit Finanzierungen und Leasing noch in den Kinderschuhen.

Wie der Wolfsburger Konzern hat auch die Braunschweiger Tochter ein Spar- und Effizienzprogramm aufgelegt. Durch Maßnahmen wie die Standardisierung von Produkten, ein effizienteres Management von Großprojekten und Einsparungen bei der Beschaffung werde im laufenden Jahr mit einem Ergebnisbeitrag von 100 Millionen Euro gerechnet, sagte Witter.

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    Mit diesen Autos hat Ferdinand Piëch den VW-Konzern geprägt
    Porsche Typ 356 2
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    Im Wagen: Ferry Porsche; Kinder v.l.n.r.: Ferdinand Piëch, Sohn von Ghislaine Kaes (nicht sicher, ob Edwin oder Phillipp), und Michel Piëch. Über den gelernten Maschinenbau-Ingenieur und Enkel des legendären Käfer-Konstrukteurs Ferdinand Porsche hört man oft, er habe „Benzin im Blut“. Die Leidenschaft des Autonarren und Technikfreaks erschöpfte sich indes nicht nur in Fantasien. Piëch bewies immer wieder Stehvermögen, konnte seine Ideen trotz Gegenwinds langfristig durchboxen und den Spieß gegenüber Gegnern und Kritikern umdrehen ...

    (Foto: PR)
    Benzin im Blut – VW-Patriarch Ferdinand Piëch
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    Vorstandsmitglied (Technische Entwicklung) Ferdinand Piëch steht auf diesem Archivbild von 1982 neben einem Audi 100. Am 17. April 1937 wurde der VW-Aufsichtsratsvorsitzende in Wien geboren. Er galt als leidenschaftlicher Auto- und Technikfreak. Neun Jahre lang – von 1993 bis 2002 – stand er an der Spitze des Wolfsburger Autobauers Volkswagen, danach wurde er Vorsitzender des Aufsichtsrates. „Autos bauen“ nannte er einmal als sein größtes Hobby. Das hat der Österreicher fast sein ganzes Leben lang getan: erst bei Porsche und Audi, dann bei VW.

    (Foto: dpa)
    Porsche Bergspyder 909
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    Ferdinand Piëch ist auf diesem Bild mit dem Porsche Bergspyder 909 aus dem Jahr 1968 zu sehen. „Burli“, wie er genannt wurde, wuchs mit Autos auf: Sein Vater leitete in der NS-Zeit das Werk in Wolfsburg, das von Käfer- auf Kriegsproduktion umgestellt wurde. Großvater und Onkel Ferry konstruierten nur wenige Jahre nach Kriegsende die ersten Sportwagen, auf VW-Basis. Mutter Louise übernahm den VW-Import nach Österreich. So war es kein Wunder, dass Autos auch das Berufsleben von Piëch bestimmten.

    Gulf Porsche 917
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    In Zürich studierte Piëch Technik an der ETH, schloss mit einer Arbeit über Formel-1-Motoren 1962 ab und ging zu Porsche in die Versuchsabteilung. Piëch machte Blitzkarriere: nach vier Jahren als Abteilungsleiter und nach weiteren fünf Jahren als technischer Geschäftsführer. Piëch war technikbesessen, er baute etwa die Rennmaschine Porsche 917.

    Porsche 917
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    Der Porsche 917, hier beim Einsatz im 24-Stunden-Klassiker von Le Mans im Jahr 1971, war ein riesiger Imageerfolg für die Sportwagenschmiede. Das extrem schwer beherrschbare und leichtgewichtige PS-Monster spielte praktisch mit der Konkurrenz in den Rennsaisons 1970 und 1971. 14 Rennnsiege wurden allein in diesen beiden Jahren verbucht.

    (Foto: picture-alliance / ASA)
    Abschied von Porsche
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    1972 musste Piëch Porsche verlassen, weil die Familien Porsche und Piëch nach Querelen beschlossen hatten, kein Familienmitglied dürfe mehr bei dem Sportwagenbauer arbeiten. Der Techniker wechselte in den VW-Konzern, zu Audi. Der Aufsichtsrat der Audi NSU Auto Union AG ernannte ihn im Sommer 1975 zum Vorstandsmitglied für den Geschäftsbereich Technische Entwicklung.

    (Foto: picture-alliance - dpa)
    Bei Audi in Ingolstadt
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    Auch bei Audi setzte Piëch seine Ideen durch: Allradantrieb, TDI-Motor, rostfreie Karosserie. Piech machte Audi zu einer Perle im VW-Konzern, 1988 wurde er Chef in Ingolstadt. Am 9. Januar 1990 präsentierte er im Werk Ingolstadt den Jubiläumswagen, einen Quattro. Seit Anlauf der Produktion im Jahr 1965 wurden in dem Werk sieben Millionen Autos der Marke Audi produziert.

    (Foto: dpa)

    Vergangenes Jahr hatte der Absatzfinanzierer von Europas größtem Autobauer das operative Geschäft um 5,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro gesteigert. Die Zahl der Leasing- und Finanzierungsverträge kletterte um 15,5 Prozent auf 12,4 Millionen. Erstmals berücksichtigt wurde dabei auch die Finanzsparte der VW-Lastwagentochter MAN.

    • rtr
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