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VW in China VW will aus der Defensive kommen

Der Volkswagen-Konzern nimmt seine chinesischen Partner an die kurze Leine. Bei First Automotive Works Group (FAW) wird zum Jahreswechsel der Präsident ausgetauscht, bestätigte das Unternehmen auf Anfrage. Erstmals wird zudem ein VW-Mann Verkaufs- und Marketingchef im Vorstand des chinesischen Gemeinschaftsunternehmens FAW-VW.
  • Andreas Hoffbauer

PEKING. „Volkswagen will ganz klar mehr Mitsprache“, beurteilt Jia Xinguang von der Beratungsfirma „China Automotive Industry Consulting and Development Corp“ den Managerwechsel.

Zugleich macht der neue VW-China-Präsident Winfried Vahland mit seiner Ankündigung ernst, schon bald neue Pkw-Modelle auf den chinesischen Markt zu bringen. 2009 soll Pressemeldungen zufolge ein Nachfolgemodell für den Santana in den Verkauf kommen, der zum günstigen Preis viel Platz bieten soll.

Der Santana war das erste Auto, das Volkswagen in China 1985 produziert und mit dem der Konzern seitdem im Reich der Mitte viel Geld verdient hat. Es ist noch immer eines der meistverkauftesten Autos in China, gilt aber inzwischen trotz einiger Neuversionen als technisch und optisch überholt. Konkreter wollte sich VW in Peking gestern nicht äußern.

Wie die „Automobilwoche“ meldet, soll das neue China-Auto umgerechnet nur zwischen 10 000 und 12 000 Euro kosten. Dieser „Kampfpreis“ sei aber nur möglich, wenn das Auto komplett in China entwickelt und produziert wird.

Bereits im November hatte Vahland angekündigt, VW werde in China stärker auf die Kundenwünsche eingehen und am Markt aggressiver auftreten. Vahland: „Wir geben unsere reaktive Haltung auf.“ Nach den Worten des China-Managers wird Volkswagen sein Entwicklungs- und Designzentrum in Schanghai deutlich ausbauen. Der neue „Passat Lingyu“, vor zwei Wochen auf dem chinesischen Markt präsentiert, spiegelt bereits als reine Entwicklung von VW-China die neue Strategie wider.

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