VW-Nutzfahrzeuge „Der Wechsel auf den Elektroantrieb ist unwiderruflich“

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Vernetzte Lkw-Flotten

Welche Länder auf Elektro-Autos setzen
Deutschland
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Trotz Feinstaub-Alarm und drohenden Fahrverboten: Zu einer verbindlichen E-Autoquote konnte sich Deutschland bislang nicht durchringen. Das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Millionen E-Autos auf die deutschen Straßen zu bringen, ist wohl nicht mehr zu erreichen – trotz Subventionen beim Kauf, Steuererleichterungen bei der Kfz-Steuer, finanziellen Anreizen und sonstige Vergünstigungen. Bisher beträgt der Anteil an E-Autos 1,8 Prozent – in fast keinem Land ist er geringer.

Italien
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Kaum besser als in Deutschland sieht es in Italien aus: Von einer Ablehnung von Verbrennungsmotoren ist dort nichts zu spüren: Sogar der in anderen Ländern mittlerweile eher verschmähte Diesel konnte im vergangenen Jahr seinen Marktanteil ausbauen. Pläne für E-Auto-Quoten gibt es bisher nicht, doch Käufer dürfen sich beim Kauf über Subventionen und Steuervorteile freuen. Der Anteil an E-Autos liegt bei 2,2 Prozent.

Österreich
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Stau bei Salzburg: Auch im Nachbarland sind E-Autos noch eine Seltenheit. Bisher sind 2,6 Prozent der Autos auf Österreichs Straßen batteriebetrieben. Pläne, Verbrennungsmotoren zu verbieten, gibt es bislang nicht. Doch die österreichische Regierung stellt einige Vorteile für den E-Auto-Kauf in Aussicht: Es gibt nicht nur Subventionen beim Kauf und Steuererleichterung bei Kfz- und Mehrwertsteuer, sondern auch Anreize wie freies Parken und die Benutzung von Bus- und Taxispuren.

Spanien
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Auch in Spanien gibt es keine verbindlichen Regeln für die Zahl der Elektroautos. Immerhin – in Madrid parken E-Autos innerhalb der Ring-Autobahn-Gratis. Außerdem gibt es auch dort Subventionen und Steuervorteile für Fahrer von E-Autos. Immerhin haben 3,0 Prozent der Autos einen Elektromotor.

Großbritannien
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Die berühmten London-Taxis haben einen Verbrennungsmotor unter der Haube – ebenso wie die große Mehrheit der in Großbritannien zugelassenen Autos: Nur 3,3 Prozent fahren elektrisch. Immerhin sollen ab 2040 sollen dort keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden. Anreize wie Subventionen und Steuervorteile gibt es bereits.

Frankreich
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Rush Hour in Paris: In Frankreich steht seit Juli der Plan, dass ab 2040 keine Benziner oder Dieselautos mehr verkauft werden dürfen. Staatliche Unterstützungen für E-Autofahrer, unter anderem Subventionen beim Kauf und niedrigere Kfz-Steuern, gibt es bereits. Momentan beträgt der Anteil der E-Autos in Frankreich 3,9 Prozent.

Niederlande
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Obwohl es keine staatliche Unterstützung für E-Autos gibt, sind in den Niederlanden bereits neun Prozent der Autofahrer mit einem Elektroauto unterwegs. Damit liegt Deutschlands Nachbar deutlich über dem europäischen Durchschnitt: EU-weit beträgt der Anteil von E-Autos gerade einmal drei Prozent. Ab 2035 sollen zudem auch keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr in den Niederlanden zugelassen werden.

Die Vernetzung der Lastwagen-Flotten gilt als das zweite große Zukunftsthema bei VW. Damit verbunden ist das Autonome Fahren. Beide Bereiche sollen dafür sorgen, dass Speditionen und andere Kunden ihre Geschäfte einfacher und günstiger abwickeln können – also Geld sparen. „Vor zehn Jahren hat unsere Branche fast ausschließlich nur Hardware in Form von Fahrzeugen verkauft“, sagte Renschler. Heute gehe es viel stärker um Dienstleistungen und neue Service-Angebote.

300.000 verkaufte Lastwagen aus der Volkswagen-Flotte sind bereits vernetzt. VW Truck & Bus will diese Zahl auch mit Hilfe von Navistar in den kommenden Jahren auf etwa 650.000 erhöhen. Aus Sicht von Andreas Renschler leidet die gesamte Branche immer noch zu sehr unter zu vielen Leerfahrten und ungenutzten Transportkapazitäten. Wenn die Lkw-Flotten zentral gesteuert werden können, lasse sich die Auslastung deutlich erhöhen. „Die Kapazitäten können um bis zu 80 Prozent vergrößert werden“, sagte er.

Sparen können Speditionen auch, wenn nicht mehr in jedem Lastwagen ein Fahrer sitzt. Mit „Platooning“ (Windschatten-Fahren) arbeiten Hersteller wie Volkswagen an entsprechenden Produkten. Mehrere Lkw werden damit drahtlos zu Ketten verknüpft. Nur im ersten Fahrzeug sitzt noch ein Mensch, die anderen Lastwagen werden automatisch gelenkt.

MAN wird in Zusammenarbeit mit der Deutsche-Bahn-Tochter Schenker im Frühjahr 2018 die ersten Platoons auf einem digitalen Testfeld der Autobahn A9 zwischen München und Nürnberg erproben. Scania beteiligt sich an einem Platooning-Projekt in Singapur, wo die Lkw-Konvois zwischen zwei Hafenterminals verkehren. „Platooning ist der Einstieg in das automatisierte Fahren auf öffentlichen Straßen“, so Andreas Renschler.

Scania liefert in den nächsten Wochen einen selbstfahrenden Lastwagen an eine Mine in Afrika aus. Dort soll erprobt werden, wie sich die autonom fahrenden Lkw unter schwierigen Straßen- und Umweltbedingungen bewähren. Völlig ohne Mensch am Steuer wird es allerdings so schnell nicht gehen. „Der Fahrer bleibt unverzichtbar“, sagte Scania-Chef Henrik Henriksson in Hamburg. Bis sich autonome Systeme wirklich überall durchsetzen, würden noch sehr viele Jahre vergehen.

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