VW-Personalvorstand Neumann „Wir dürfen nicht glauben, es geschafft zu haben“

Der VW-Konzern beschäftigt mehr als 500.000 Mitarbeiter. Doch das Wolfsburger Jobwunder geht dem Ende entgegen. Europas größter Autobauer erwartet nur noch einen leichten Anstieg der Mitarbeiterzahl.
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VW-Arbeitsdirektor Horst Neumann warnt vor verfrühter Euphorie. Quelle: dpa

VW-Arbeitsdirektor Horst Neumann warnt vor verfrühter Euphorie.

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HamburgVolkswagens Personalvorstand Horst Neumann warnt die Manager des expandierenden Autobauers vor verfrühter Euphorie. Die Wolfsburger wollen bis 2018 zum weltgrößten Autobauer aufsteigen. „Wir dürfen nicht glauben, es geschafft zu haben, VW sei jetzt reich und unschlagbar. Stattdessen brauchen wir einen klaren Blick für Stärken und Risiken“, sagte Neumann dem Handelsblatt (Montagsausgabe).

„Dann können wir die verbliebenen Schwachstellen beheben. Im Vergleich mit starken Wettbewerbern wie Toyota und Hyundai haben wir manche Segmente noch nicht besetzt, das gilt etwa für kompakte Nutzfahrzeuge in Schwellenländern. In Märkten wie Südostasien können wir noch viel tun.“

Der wirtschaftliche Erfolg des größten deutschen Industriekonzerns hat in jüngster Zeit  zu einem deutlichen Personalaufbau geführt. Aktuell beschäftigt der VW-Konzern fast 520.000 Mitarbeiter. Durch Zukäufe wie MAN sind 75.000 Beschäftigte hinzugekommen. „Rein organisch haben wir seit 2009 über 70 000 neue Arbeitsplätze im Konzern geschaffen. Besonders freut uns, dass fast 25 000 davon in Deutschland entstanden sind“, so der Personalvorstand.

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Seit Dezember 2011 hat Volkswagen ein neues Einstiegsmodell. Der Up löst den hierzulande wenig erfolgreichen und in Brasilien produzierten Fox ab. Inzwischen ist auch eine viertürige Version und eine Erdgas-Motorisierung verfügbar. Weitere Ableger sollen folgen.

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Bei ihm gibt es keine Diskussion um den Namen: Das Modell ist seit 1975 unterhalb des Golfs etabliert. In der "Trendline"-Version kostet der Polo 12.450 Euro, als 180 PS starker Polo GTI können es aber auch locker über 22.000 Euro werden.

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Allerdings ist es mit dem Wolfsburger Jobwunder erst einmal vorbei. „Das wird nicht mehr so steil weitergehen. Wir erleben jetzt eine Konsolidierung und erwarten nur noch einen leichten Anstieg“, sagte der VW-Vorstand. „Es wird eher darum gehen, wie viele Leiharbeiter wir fest einstellen und wie viele Ausbildungsplätze wir weltweit schaffen können.“

Die erfolgsorientierte Vergütung der VW-Manager wird sich künftig an der neuen Größe des Konzerns ausrichten. „Aktuell müssen wir die Ziele auf die neue Konzernstruktur mit Porsche und MAN anpassen“, sagte Neumann.“ Generell müssen wir die Ziele immer wieder neu festlegen, etwa wenn wir das Niveau unseres Wachstumskurses 2018 erreicht haben.“

Aus- und Weiterbildung wird gebündelt
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