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VW-Skandal Deutsche Staatsanwälte nehmen Bosch ins Visier

In der VW-Abgasaffäre nehmen nun auch deutsche Ermittler den Zulieferer Bosch unter die Lupe. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart überprüft, ob der Konzern an Straftaten mit manipulierter Software beteiligt war.
16.12.2015 - 11:14 Uhr
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt offenbar wegen des Verdachts auf Beihilfe zum Betrug gegen den Autozulieferer. Quelle: dpa
Bosch-Zentrale

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt offenbar wegen des Verdachts auf Beihilfe zum Betrug gegen den Autozulieferer.

(Foto: dpa)

Stuttgart In der VW-Affäre um manipulierte Abgaswerte von Dieselautos ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart offenbar wegen des Verdachts auf Beihilfe zum Betrug gegen den Autozulieferer Bosch. Die Behörde überprüfe, ob die Firma mit Sitz im Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft möglicherweise an Straftaten beteiligt war, die möglicherweise ein Automobilkonzern begangen habe, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Einen konkreten Tatvorwurf nannte sie nicht. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt seit Ende Oktober gegen Mitarbeiter des VW-Konzerns wegen des Verdachts auf Betrug.

Die Staatsanwaltschaft in Stuttgart hat nun ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt eröffnet. Die Ermittler sind dem Vernehmen nach wegen Medienberichten um manipulierte Software für VW-Autos tätig geworden. In den USA ist der Technikkonzern wegen angeblicher Komplizenschaft in dem Zusammenhang Ziel einer Sammelklage geworden.

Ein Bosch-Sprecher sagte, der Konzern arbeite grundsätzlich mit den Behörden zusammen. Zu dem Verfahren äußerte sich das Unternehmen nicht. In einer Stellungnahme vom 24. September hatte Bosch eine Verantwortung zurückgewiesen. Als Zulieferer stelle der Konzern Komponenten nach Anforderungen der Kunden bereit. Anwendung und Integration liege in der Verantwortung der Autobauer. Kurz zuvor hatte VW die Manipulation von Abgas-Messwerten durch eine spezielle Betrugs-Software nach Vorwürfen der US-Umweltbehörde EPA eingeräumt.

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    Die lange Liste der Offenbarung
    Porsche Cayenne Diesel mit 3,0 Liter-V6, Modelljahrgang 2015
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    Für manche Nicht-Auto-Experten war es ja überraschend, dass Porsche überhaupt Diesel verkauft. Doch zumindest dieses Modell wird nach den neuesten Vorwürfen in der Abgas-Affäre nun in den USA nicht mehr verkauft. Dies sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, sagte ein Sprecher am 4. November 2015.

    Wie die Konzernmutter VW hat Porsche die kürzlich von der US-Umweltbehörde EPA genannten Manipulationen auch größerer Diesel-Aggregate bislang nicht eingeräumt. Noch werden die Vorwürfe geprüft, wobei man mit der EPA kooperiert.

    Porsche hat seit dem Jahresbeginn in den USA gut 12.000 Cayennes ausgeliefert, rund 3.000 davon hatten einen Dieselmotor. Die beanstandeten Motoren kommen von Audi.

    (Foto: PR)
    Porsche Cayenne Diesel mit 3,0 Liter-V6, Modelljahrgang 2015
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    Von den Ermittlungen der US-Umweltbehörde EPA sind rund 3.000 Dieselfahrzeuge des Sportwagenbauers Porsche betroffen, dies hat die VW-Tochter bestätigt. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um Diesel-Cayennes, die von Januar bis September in den USA ausgeliefert wurden. Das ist knapp ein Viertel aller 2015 in den Vereinigten Staaten an die Kunden übergebenen Cayennes.

    Bisher sagte Porsche auf Fragen zu etwaigen Verwicklungen in den Abgasskandal, man habe damit nichts zu tun, auch weil es nur um Vierzylinder-Motoren gehe - so kleine Motoren habe man aber gar nicht im Sortiment.

    (Foto: PR)
    Unter Verdacht: Ältere 3-Liter-Diesel
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    Die US-Umweltschutzbehörde EPA teilte am 20. November mit, Vertreter von VW und Audi hätten erklärt, dass alle in den USA verkauften Autos mit Drei-Liter-Dieselmotoren der Modelljahre 2009 bis 2016 mit einer nicht zugelassenen Software-Funktion zur Abgaskontrolle ausgerüstet seien.

    Bis zu diesem Zeitpunkt war nur von rund 10.000 Fahrzeugen der Modelljahre 2014 bis 2016 die Rede gewesen. Nach Angaben der EPA geht es nun um rund 75.000 zusätzliche Fahrzeuge aus den Jahren davor, also insgesamt 85.000 Autos.

    Von den neuen Vorwürfen betroffen sind die Audi-Modelle A6, A7, Q5 und Q7 mit dem 3,0-Liter-TDI-Motor der Modelljahrgänge 2009 bis heute.

    (Foto: PR)
    Angeblich betroffen: Volkswagen Touareg, 3.0 L Diesel V6
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    Die amerikanische Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) wirft dem Volkswagen-Konzern vor, nicht nur bei den bisher bekannten Motoren, sondern auch bei 3,0-Liter-V6-Dieselaggregaten die Abgaswerte manipuliert zu haben. Die Motoren werden im VW Touareg (Modelljahrgang 2014) und Porsche Cayenne (Modelljahrgang 2015) sowie in größeren Audi-Modellen des Modelljahrgangs 2016 eingesetzt.

    (Foto: PR)
    Angeblich betroffen: Audi A8 und A8 Langversion
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    Nach Porsche stoppten per Mitteilung vom 4. November auch Audi und Volkswagen den Verkauf von V6-TDI-Dieseln in den USA. Betroffen sind unter anderem die Audi-Modelle A6, A7 und A8 sowie die Geländewagen Q5 und Q7 mit TDI-Motor. Bei Volkswagen ist der VW-Touareg betroffen.

    Die Marken reagieren damit auf den Vorwurf, auch bei dem großen Dieselmotor die Abgaswerte manipuliert zu haben. Der VW-Konzern bestreitet den Vorwurf, da es sich um ein gängiges und legales System zur Abgasregulierung handele, das der Konzern bei der Zulassung in den USA aber nicht angegeben habe.

    (Foto: PR)
    Angeblich betroffen: Audi Q5
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    Die amerikanische Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) wirft dem Volkswagen-Konzern vor, nicht nur bei den bisher bekannten Motoren, sondern auch bei 3,0-Liter-V6-Dieselaggregaten die Abgaswerte manipuliert zu haben. VW wies die Behauptung zurück. Die Motoren werden bei Audi im A6 quattro, A7 quattro, A8, A8L und Q5 des Modelljahrgangs 2016 eingesetzt.

    (Foto: PR)
    Betroffen: Audi A6 quattro
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    Die amerikanische Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) wirft dem Volkswagen-Konzern vor, nicht nur bei den bisher bekannten Motoren, sondern auch bei 3,0-Liter-V6-Dieselaggregaten die Abgaswerte manipuliert zu haben. VW wies die Behauptung zurück. Die Motoren werden bei Audi im A6 quattro, A7 quattro, A8, A8L und Q5 des Modelljahrgangs 2016 eingesetzt.

    (Foto: PR)
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