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VW-Skandal in Frankreich „Ich habe keine Lust auf eine schräge Debatte“

Eine Million Fahrzeuge könnte in Frankreich von dem VW-Abgasskandal betroffen sein. Trotzdem mahnt die Pariser Politik zur Gelassenheit. Denn sie kann kein Interesse an einer Eskalation der Diesel-Krise haben.
25.09.2015 - 11:48 Uhr
„Wir dürfen jetzt nicht überreagieren und die Volatilität noch verstärken.“ Quelle: Reuters
Wirtschaftsminister Emmanuel Macron

„Wir dürfen jetzt nicht überreagieren und die Volatilität noch verstärken.“

(Foto: Reuters)

Paris In Frankreich sind nach einer Studie des Branchendienstes Inovev zufolge möglicherweise gut eine Millionen Autos vom VW-Abgasskandal betroffen, Das ist die Zahl der Fahrzeuge, die in den vergangenen Jahren mit den getürkten Vierzylinder-Motoren EA 189 ausgerüstet und in Frankreich wurden. Der französische staatliche Radiosender France Info hatte Inovev mit der Studie beauftragt. Den größten Teil der Zahl stellen VW-Modelle (gut 600.000), der Rest entfällt auf Audi, Seat und Skoda.

VW Frankreich hat nicht zu der Inovev-Untersuchung Stellung genommen. Es handelt sich um eine Berechnung, keine Feststellung, dass diese Fahrzeuge tatsächlich mit der Software zur Abschaltung der Abgasreinigung ausgerüstet wurden. Interessant ist die Zahl dennoch, da sie angibt, wie viele Autos Volkswagen im Maximalfall in Frankreich zurückrufen muss.

Umweltministerin Ségolène Royal hat das in Frankreich mit der Autozulassung betraute Institut UTAC mit einer Untersuchung des Skandals in Frankreich betraut. Deren Ergebnisse liegen noch nicht vor. UTWAC soll sich mit der amerikanischen EPA in Verbindung setzen und darüber hinaus nach dem Zufallsprinzip ausgewählte in Frankreich zugelassene Fahrzeuge auf ihre tatsächlichen Abgaswerte untersuchen.

Die französischen Hersteller Renault und Peugeot-Citroën (PSA) hatten in einer offiziellen Erklärung versichert, sie hätten nicht wie VW mit einer manipulierten Motorsteuerung die Abgaswerte ihrer Dieselmotoren geschönt. In Frankreich haben Dieselmotoren in den vergangenen Jahren bis zu 70 Prozent der Neuzulassungen ausgemacht. Schon in diesem Frühjahr aber sank der Wert erstmals unter die Marke von 60 Prozent.

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    Das geht einerseits auf die öffentliche Auseinandersetzung über die gesundheitsschädliche Wirkung der Dieselabgabe zurück. In unserem Nachbarland wird schon länger bezweifelt, dass der Partikelausstoß und die Stickoxidbelastung sich wirklich drastisch senken lassen. Gleichzeitig führen die Mehrkosten eines Dieselautos bei der Anschaffung und die neuen, verbrauchsarmen Benzinmotoren dazu, dass die Franzosen nun mehr Benziner erwerben.

    VW ist wichtiger Kunde für französische Firmen
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