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VW-Tochter Audi baut den Vertrieb in China um

Audi gründet in China eine Vertriebsgesellschaft. um Neuwagen effektiver verkaufen zu können. Außerdem gibt es einen neuen Digitalableger.
07.03.2018 - 14:08 Uhr Kommentieren
Der Audi-Vertrieb für den chinesischen Markt wird neu aufgestellt. Quelle: dpa
Audi

Der Audi-Vertrieb für den chinesischen Markt wird neu aufgestellt.

(Foto: dpa)

Ingolstadt Audi hat mit seinem chinesischen Partner FAW eine eigenständige Vertriebsgesellschaft gegründet, um neue Modelle auf seinem wichtigsten Markt schneller an die Kunden zu bringen. Zusammen wolle man das Angebot bei Import- und lokal produzierten Modellen ausbauen, teilte Audi am Mittwoch mit. Geplant seien in den kommenden fünf Jahren vier rein elektrische Modelle aus chinesischer Fertigung.

Zusätzlich gründen Audi und FAW eine Gesellschaft für neue Mobilitätsdienstleistungen und digitale Serviceangebote. „China ist Vorreiter in Sachen Digitalisierung. In Zukunft können wir in diesem Bereich noch agiler auf Kundenwünsche eingehen und neue Digitalisierungskonzepte anbieten“, sagte Audi-China-Chef Joachim Wedler. Beide Gesellschaften sollen Ende 2018 den Betrieb aufnehmen.

Audi ist in der Oberklasse Marktführer in der Volksrepublik, hatte aber vor einem Jahr großen Ärger mit den Audi-FAW-Händlern – die Verkäufe brachen dramatisch ein. Denn die Ingolstädter bauen auch mit dem SAIC-Konzern als zweitem Partner in China Autos.

Mit diesem Modell will Audi zu BMW und Mercedes aufschließen
Der neue Audi A6
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Im Juni bringt Audi die Neuauflage seiner A6 Limousine auf den Markt, auf dem Genfer Autosalon feiert das Modell der oberen Mittelklasse Premiere. Der neue A6 bietet ein besonders aufgeräumtes Doppel-Touchscreen-Cockpit, Antriebe ausschließlich in Kombination mit Mildhybrid-Technik und Automatikgetrieben sowie automatisierte Fahrkünste auf Level 3. Quelle: Spotpress

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Charakterlinien sorgen für Grunddynamik
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In der Seitensicht beeindruckt die Limousine mit einer lange Schnauze sowie einem weit ins Heck reichenden Greenhouse. Die maximal 21 Zoll großen Räder sorgen für einen satten Stand, Ausbuchtungen über den Radhäusern betonen diesen Eindruck zusätzlich. Zudem verleihen diverse scharfkantige Charakterlinien dem Blechkleid eine gewisse Grunddynamik.

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In der Länge nur minimal gewachsen
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In den Abmessungen ist die Limousine in alle Richtungen um nur wenige Millimeter gewachsen und nun 4,94 Meter lang. Die prominente Front prägt, wie bei Audi üblich, ein wuchtiger Singleframe-Kühlergrill. Flankiert wird dieser von zusätzlichen Luftöffnungen in der unteren Frontschürze und den optionalen Matrix-Scheinwerfern mit markanter LED-Tagfahrlichtsignatur.

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Modernisierung im Innenraum
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Zwei übereinander angeordnete Touchscreens ersetzen die bisherige Bedienung über den Dreh-Drück-Steller. Auf dem oberen Display läuft das Infotainmentsystem. Darunter befindet sich ein 8,6-Zoll-Touchscreen, über den sich unter anderem Klimaanlage und andere Komforteinstellungen steuern lassen.

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Statt diverse Schalter und Knöpfe bietet der neue A6 nunmehr Touchscreens in der Mittelkonsole
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Der A6 kann bei Sicherheits- und Komfortassistenten alles, was der A8 anbietet – also ziemlich das Maximum des derzeit Möglichen und Erlaubten. Bis zu fünf Radarsensoren, fünf Kameras, zwölf Ultraschallsensoren und der Laserscanner checken kreuz und quer den Verkehr, warnen oder greifen sanft bis nachdrücklich ein. Alles in allem kann der Kunde seinen A6 mit 38 Fahrerassistenzsystemen ausstatten.

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Platzangebot leicht verbessert
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Für die Fahrgäste hat Audi das Platzangebot leicht verbessert. Hier gab es bereits beim Vorgänger keinen Mangel. Der Kofferraum bleibt mit 530 Litern Stauvolumen unverändert groß.

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Segelfunktion soll Sprit sparen
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Bei den Antrieben setzt Audi auf konventionelle Verbrenner. Zum Marktstart gibt es zunächst zwei Dreiliter-V6-Aggregate, einen Diesel und einen Benziner, mit 201 kW/286 PS beziehungsweise 250 kW/340 PS. Alle Motoren zeichnen sich durch Mild-Hybrid-Technik aus, bei der ein Riemen-Starter-Generator (RSG) Spriteinsparungen ermöglichen soll. Eine Segelfunktion zwischen 55 und 160 km/h, bei der sich der Motor ausschaltet, soll ebenfalls helfen, den Verbrauch zu senken.

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Erst als Audi mit allen Beteiligten ein gemeinsames Händler- und Vertriebsnetz vereinbarte, normalisierten sich die Verkaufszahlen wieder. Trotz der Delle im ersten Halbjahr setze Audi im vergangenen Jahr 598 000 Autos in China ab - das war genau ein Drittel der gesamten Verkäufe.

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