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VW-Tochter Audi kündigt weiteres „herausforderndes Geschäftsjahr“ an

Audi verliert zunehmend den Anschluss an Mercedes und BMW. Auch für das kommende Jahr erwartet Firmenchef Rupert Stadler einen Kraftakt.
15.03.2018 Update: 15.03.2018 - 14:28 Uhr Kommentieren
„Die Dieselkrise ist für uns noch längst nicht abgeschlossen“ Quelle: AP
Audi-Chef Rupert Stadler

„Die Dieselkrise ist für uns noch längst nicht abgeschlossen“

(Foto: AP)

Ingolstadt Audi erwartet 2018 „erneut ein herausforderndes Geschäftsjahr“ mit stagnierenden Verkaufszahlen und nur leicht steigendendem Umsatz. Chef Rupert Stadler sagte am Donnerstag in Ingolstadt, Audi bringe dieses Jahr 20 neue und überarbeitete Modelle auf die Straße - darunter den ersten vollelektrischen Audi, den SUV „e-tron“, der ab Jahresende in Brüssel vom Band laufen soll. Doch dieses „Modellfeuerwerk“ werde sich erst ab 2019 auszahlen.

Damit sei 2018 „ein Jahr des Übergangs, aber auch des Aufbruchs“, sagte Stadler. Vergangenes Jahr steigerte Audi Absatz, Umsatz und Betriebsgewinn nur leicht – die Konkurrenten Mercedes-Benz und BMW waren deutlich erfolgreicher und konnten ihren Abstand auf Audi vergrößern.

Belastet wurde Audi durch einen Streit mit Händlern in China, der die Verkäufe vorübergehend einbrechen ließ, und eine Rückstellung von 387 Millionen Euro für Rückkauf und Nachrüstung manipulierter Dieselautos in den USA. Und dann wurden auch noch vier Vorstände ausgetauscht.

„Die Dieselkrise ist für uns noch längst nicht abgeschlossen“, sagte Stadler. Sie binde enorme Kapazitäten. Software-Updates für mindestens 156.000 deutsche Diesel-Kunden stehen aus, sollen aber ohne weitere Rückstellungen abgewickelt werden. Der Dieselanteil an den Audi-Verkäufen in Europa liege stabil bei 52 Prozent und steige mit der SUV-Nachfrage eher wieder leicht. Beim kleinen A1 dagegen liege er bei 10 Prozent, da könnte Audi den Diesel in zwei, drei Jahren vielleicht aus dem Angebot nehmen.

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    Mit den neuen Modellen teilt Audi die Produktion in den Werken neu auf. Nach Erneuerung der Oberklasse-Modelle stehen im Herbst die Modellwechsel bei A1 und Q3 an und zum Jahresende die Einführung des SUV-Flaggschiffs Q8 und des „e-tron“. Dafür wird der Bau des A1 von Brüssel ins spanische Seat-Werk Martorell verlagert, des Q3 von Martorell ins ungarische Györ und ein Teil der A3-Produktion von Györ ins Stammwerk Ingolstadt. Dort entsteht ein Campus für autonomes Fahren.

    Finanzvorstand Alexander Seitz sagte, 2018 sei ein „Ausnahmejahr und Kraftakt für Audi““. Die Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Sachinvestitionen stiegen dieses Jahr über die üblichen Zielwerte. Trotzdem werde mindestens 8 Prozent vom Umsatz als Gewinn verbleiben, wie auch in Zukunft, „ohne Abstriche“, betonte Seitz.

    Bis 2022 plant Audi mehr als 40 Milliarden Euro für Entwicklung und Investitionen ein, 2025 soll jeder dritte verkaufte Audi elektrifiziert sein. Durch gemeinsame E-Plattformen mit Porsche und mit Volkswagen, das Streichen von Motor- und Getriebevarianten und mehr Modellvarianten will Audi aber deutlich effizienter werden.

    Mit diesem Modell will Audi zu BMW und Mercedes aufschließen
    Der neue Audi A6
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    Im Juni bringt Audi die Neuauflage seiner A6 Limousine auf den Markt, auf dem Genfer Autosalon feiert das Modell der oberen Mittelklasse Premiere. Der neue A6 bietet ein besonders aufgeräumtes Doppel-Touchscreen-Cockpit, Antriebe ausschließlich in Kombination mit Mildhybrid-Technik und Automatikgetrieben sowie automatisierte Fahrkünste auf Level 3. Quelle: Spotpress

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    Charakterlinien sorgen für Grunddynamik
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    In der Seitensicht beeindruckt die Limousine mit einer lange Schnauze sowie einem weit ins Heck reichenden Greenhouse. Die maximal 21 Zoll großen Räder sorgen für einen satten Stand, Ausbuchtungen über den Radhäusern betonen diesen Eindruck zusätzlich. Zudem verleihen diverse scharfkantige Charakterlinien dem Blechkleid eine gewisse Grunddynamik.

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    In der Länge nur minimal gewachsen
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    In den Abmessungen ist die Limousine in alle Richtungen um nur wenige Millimeter gewachsen und nun 4,94 Meter lang. Die prominente Front prägt, wie bei Audi üblich, ein wuchtiger Singleframe-Kühlergrill. Flankiert wird dieser von zusätzlichen Luftöffnungen in der unteren Frontschürze und den optionalen Matrix-Scheinwerfern mit markanter LED-Tagfahrlichtsignatur.

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    Modernisierung im Innenraum
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    Zwei übereinander angeordnete Touchscreens ersetzen die bisherige Bedienung über den Dreh-Drück-Steller. Auf dem oberen Display läuft das Infotainmentsystem. Darunter befindet sich ein 8,6-Zoll-Touchscreen, über den sich unter anderem Klimaanlage und andere Komforteinstellungen steuern lassen.

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    Statt diverse Schalter und Knöpfe bietet der neue A6 nunmehr Touchscreens in der Mittelkonsole
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    Der A6 kann bei Sicherheits- und Komfortassistenten alles, was der A8 anbietet – also ziemlich das Maximum des derzeit Möglichen und Erlaubten. Bis zu fünf Radarsensoren, fünf Kameras, zwölf Ultraschallsensoren und der Laserscanner checken kreuz und quer den Verkehr, warnen oder greifen sanft bis nachdrücklich ein. Alles in allem kann der Kunde seinen A6 mit 38 Fahrerassistenzsystemen ausstatten.

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    Platzangebot leicht verbessert
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    Für die Fahrgäste hat Audi das Platzangebot leicht verbessert. Hier gab es bereits beim Vorgänger keinen Mangel. Der Kofferraum bleibt mit 530 Litern Stauvolumen unverändert groß.

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    Segelfunktion soll Sprit sparen
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    Bei den Antrieben setzt Audi auf konventionelle Verbrenner. Zum Marktstart gibt es zunächst zwei Dreiliter-V6-Aggregate, einen Diesel und einen Benziner, mit 201 kW/286 PS beziehungsweise 250 kW/340 PS. Alle Motoren zeichnen sich durch Mild-Hybrid-Technik aus, bei der ein Riemen-Starter-Generator (RSG) Spriteinsparungen ermöglichen soll. Eine Segelfunktion zwischen 55 und 160 km/h, bei der sich der Motor ausschaltet, soll ebenfalls helfen, den Verbrauch zu senken.

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    In China will Audi als Marktführer in der Oberklasse mit seinem chinesischen Partner FAW statt heute sechs lokal gebaute Modelle bis 2022 mindestens 13 Modelle bauen. Über zusätzliche konkrete Projekte mit dem neuen, zweiten chinesischen Partner Saic verhandelt Audi gerade. Damit wolle Audi seine Führungsrolle behaupten, so Stadler.

    Im vergangenen Jahr hatte Audi seine Verkäufe um 0,6 Prozent auf 1,9 Millionen Autos gesteigert und den Umsatz um 1,4 Prozent auf gut 60 Milliarden Euro. Der Gewinn kletterte dank deutlich geringerer Diesel-Lasten um 68 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. „Wir werden im nächsten Jahrzehnt ein agileres Unternehmen sein“, sagte Stadler - „mindestens auf Augenhöhe“ mit der Konkurrenz.

    • dpa
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