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VW-Tochter bleibt cool Audi hofft auf den Modellwechsel

Die Absatzrückgänge in China beunruhigen Rupert Stadler nicht. Eine Prognose wagt der Audi-Chef aber nicht. Die VW-Tochter sei gut aufgestellt, neue Modelle zur IAA sollen nun auch Mercedes wieder zusetzen.
09.09.2015 - 10:02 Uhr
Mit dem nächsten A4 will Audi sich ab Herbst den Spitzenplatz im Segment sichern.  Quelle: Audi
Tritt gegen Mercedes C-Klasse, 3er-BMW und Jaguar XE an:

Mit dem nächsten A4 will Audi sich ab Herbst den Spitzenplatz im Segment sichern.

Hamburg Audi-Chef Rupert Stadler zeigt sich eine Woche vor Beginn der Frankfurter Automesse IAA ungerührt von den wirtschaftlichen Turbulenzen in China. „In solchen Phasen ist es wichtig, cool zu belieben“, sagte er vor dem Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Audi jedenfalls werde seine Strategie in China beibehalten. Dabei werde er allerdings auf die Balance zwischen den Weltmärkten achten, schränkte Stadler ein.

So wachse Audi in den USA seit Jahresbeginn um zwölf Prozent, vor allem mit SUVs. Auch der europäische Markt stabilisiere sich, Deutschland überrasche sogar positiv. Russland allerdings werde noch schwieriger. In China hat sich die Nachfrage nach Autos zuletzt deutlich abgekühlt. Im Premiumbereich liegt das Wachstum nur noch bei zwei bis drei Prozent nach zuletzt zweistelligen Wachstumsraten. „Die Situation im Gesamtmarkt China ist im Moment sehr turbulent. Ich prognostiziere nicht, wo wir dort am Jahresende stehen“, sagte Stadler.

Kein anderer Audi kann mehr
Ein sparsamer Leisetreter
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Der neue A4 wirkt eine halbe Klasse größer, und ist eine komplette Neukonstruktion. Außerdem sehr effizient und voller Elektronik und das zu einem Einstiegspreis, der zwischen 31.000 und 32.000 Euro liegen wird. Neukonstruktionen müssen heute beim Gewicht punkten. Die Limousine wiegt bis zu 120 Kilogramm weniger, der Kombi Avant bis zu 110 Kilogramm. Auftrag erfüllt. Bei der Aerodynamik haben die Techniker nicht nur dem besten Audi der Unternehmensgeschichte erarbeitet, sondern außerdem auf Windgeräusche geachtet. Im Ergebnis soll der A4 zu den Leisetretern seiner Klasse zählen.

(Foto: PR)
Assistenten bis zum Abwinken
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Die Liste der Fahrerassistenz-System legt die Vermutung nahe, Audi wolle auch die kleinste Unbill vom A4-Insassen fernhalten: Der Notbremsassistent, ein City-Notbremssystem mit Fußgängererkennung, das Pre-Sense-System, das den Wagen auf einen Aufprall vorbereitet, die Folgekollsions-Bremse und die Pausenempfehlung gehören zur Serienausstattung.

Gegen Aufpreis gibt es den adaptiven Tempomaten, der als Stauassistenz auch bis zum Stand bremst, wieder anfährt und die Spur hält, der Lenkassistent, der auch bei Geschwindigkeiten oberhalb 65 km/h die Richtung hält, ein Kreuzungsassistent, der Kollisionen beim Abbiegen vermeidet, ein Abbiegeassistent, Verkehrszeichen-Erkennung, ein Spurwechsel-Assistent, ein Querverkehrs-Assistent, ein Parkassistent, der automatisch einparkt (längs und quer) und längs auch wieder automatisch ausparkt, eine Umgebungskamera und eine Navigation, die auch Daten für das Sensorbündel im Assistenzpaket Tour liefert, das eine vorgewählte Geschwindigkeit an die Strecke und an die jeweiligen Tempolimits bis hin zum Segeln anpasst. Und zum Schluss kommt noch die Ausstiegswarnung, damit die nun Verwöhnten auch sicher wieder aussteigen können.

(Foto: PR)
Stilistisch hat sich wenig geändert
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Bei der Leistung konnten die vier Diesel- und drei Benzinmotoren, mit dem der Audi A4 im November in Deutschland antritt, um ein Vierten zulegen und weisen dennoch einen um rund ein Fünftel niedrigeren Durchschnittsverbrauch auf. Besondere Aufmerksamkeit hat der neue 2.0 TFSI verdient. Der Turbo-Benziner holt aus seinen vier Zylindern mit 1984 ccm Hubraum entweder 185 kW / 252 PS zwischen 1600 und 4500 Umdrehungen pro Minute (U/min) und ein maximales Drehmoment von 370 Newtonmetern (Nm) oder – in der schwächeren Version – 140 kW / 190 PS und 320 Nm. 

(Foto: )
Weniger Durst
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Zusammen mit dem Allradantrieb Quattro und der Sieben-Gang-S-Tronic reichen die 252 PS bei der Limousine für einen Spurt von 0 auf 100 km/h in in 5,8 Sekunden (Avant 6,0 Sekunden) und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. In dieser Konfiguration braucht der 2.0 TFSI im Schnitt nach NEFZ pro 100 km nur 5,7 Liter, entsprechend einer Kohlendioxidemission von 129 Gramm pro Kilometer. Der 190-PS-Motor braucht 7,3 Sekunden (Avant 7,5 Sekunden), schafft 240 km/h und braucht 4,8 Liter auf 100 km (Avant 5,0 Liter). Ein Diesel dieser Leistungsklasse kann das nicht besser.

(Foto: PR)
Auf der Pole Position fahren wollen die Ingolstädter auch bei Infotainment und Konnektivität.
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Der A4 kann optional mit dem virtuellen und umstellbaren Cockpit (bislang TT und Q7) bestellt werden.

(Foto: )
Neues Brennverfahren
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Erreicht werden diese Werte mit einem neuen Brennverfahren bei verkürzter Kompressions- und langer Expansionsphase mit erhöhter Verdichtung. Der 2.0 TFSI verdichtet auf 11,7:1 statt auf 9,6:1. Er zieht Frischgas wie ein 1,4 TFSI, verdichtet höher und nutzt die zwei Liter Hubraum bei der Verbrennung. Ergebnis: Zwei-Liter-Leistung und 1,4-Liter-Verbrauch.

Der sparsamste in der Reihe der neuen A4 ist der 2.0 TDI ultra mit 110 kW / 140 PS, der dem Avant einen weiteren Rekord einbringt als erster Kombi seiner Klasse mit weniger auf 100 Gramm Kohlendioxidemission pro Kilometer (99 g/km). Die Limousine bringt es auf 95 g/km.

(Foto: PR)
Vernetzt und mit Alltagssprache unterwegs
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Es fehlt nicht mehr viel, dann kann man einen Audi allein auf die Reise schicken, denn Sprachsteuerung hat er auch noch, natürlich eine, die Alltagssprache versteht. Welchem System der Fahrer gerade die Mitarbeit am Steuer befohlen hat, zeigen entweder das große, programmierbare virtuelle Cockpit – schon bekannt aus dem Audi TT –, das Head up-Display oder der große 8,3-Zoll-Touchscreen in der Mitte der Armaturentafel.

Wer immer noch Unterstützung braucht, der kann ja über die Connect-Hardware Kontakt mit der Außenwelt aufnehmen. Mit Connect hat er einen Internet-Hotspot an Bord, kann also auch Google- und Audi-Dienste in Anspruch nehmen, während sein Smartphone in der Phonebox mit dem Auto und dessen Antenne verbunden ist und induktiv geladen wird. So viel Vorsprung durch Technik ist wohl Pflicht in Ingolstadt. In der Summe gilt: Kein Audi kann mehr. 

(Foto: PR)

Jetzt sei Besonnenheit gefragt, da Chinas Potenzial riesig bleibe. Im August seinen immerhin wieder mehr Menschen in die Autohäuser gekommen. „Aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“, warnte Stadler.

Auf der IAA will Audi die Erneuerung seiner Modellpalette mit dem neuen A4 und einem Elektro-Quattro fortsetzen. Damit will Stadler im Wettstreit mit Mercedes Punkte gut machen. Die Stuttgarter hatten zuletzt Absatzerfolge gefeiert. Dennoch hält der Audi-Manager an seinem Ziel fest, 2020 mit zwei Millionen verkauften Fahrzeugen Weltmarktführer in der Oberklasse zu sein. „Mercedes gibt Gas. Das ist für das Premium-Segment insgesamt positiv“, übte er sich in Optimismus. „Mal hat der eine die Nase vorn, mal der andere.“

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    Mit der Limousine Giulia will Alfa ab dem kommenden Frühjahr Audi A4, BMW 3er und Mercedes C-Klasse Konkurrenz machen - mit italienischem Stil und rassiger Sportlichkeit. Die Giulia gibt sich entsprechend extrovertiert: Mit langer, leicht nach oben gewölbter Motorhaube, kurzen Überhängen vorne und hinten und einem knackiges Heck mit kecker Spoilerlippe. Im Top-Modell der Baureihe wird ein von Ferrari entwickeltes Sechszylindertriebwerk mit Doppelturbo und 375 kW/510 PS eingesetzt.

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    Äußerlich hat sich bei der neuen Generation A4 bis auf den breiteren Kühlergrill auf den ersten Blick kaum etwas geändert. Dafür hat sich im Innenraum mit dem Generationswechsel richtig was getan. Unter anderem erhält der A4 ein digitales Cockpit. Zudem hat die Mittelklassen-Baureihe abgespeckt – um bis zu 120 Kilo.

    In Frankfurt zeigt Audi auch schon die Sportversion S4. Während sich die bürgerliche Mittelklasse mit maximal 272 PS begnügt, soll der S4 statt den bisherigen 333 mindestens 350 PS leisten, die ein neuer V6-Benziner generiert.

    (Foto: PR)
    A wie Audi
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    Doch nicht nur beim Volumenmodell A4, auch an der Spitze des Modellangebots wird Audi auf der IAA Zuwachs präsentieren: Mit dem S8 plus spendieren die Ingolstädter dem S8 zusätzliche 85 PS, womit der Vierliter-V8-Turbo jetzt auf 605 PS kommt. „Wir haben unsere große Sportlimousine nochmals geschärft”, sagt Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg. „Der neue Audi S8 plus macht einen deutlichen Leistungssprung und markiert die Spitze der Sportlichkeit im Segment. Für diesen Anspruch steht das plus im Namen.“ Es bleibt aber ein S8 plus, für das RS, wie sonst die sportlichsten Audi-Modelle heißen, hat es bei der Limousine nicht gereicht.

    (Foto: PR)
    A wie Audi
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    Einen Ausblick auf die Zukunft gewährt Audi auch: In Frankfurt wird erstmals das Audi e-tron quattro concept gezeigt. Die Studie des Elektro-SUV soll einen Eindruck davon gewähren, wie sich die Ingolstädter das erste Großserien-Elektroauto der Marke, das 2018 auf den Markt kommen soll, vorstellt. Das Modell, für das der Name Q6 im Raum steht, soll dank neuerster Batterietechnik, die Audi zusammen mit LG und Samsung entwickelt, auf eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern pro Ladung kommen.

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    B wie Bentley
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    Einer der für den Bürger unerreichbaren Stars der Messe ist der neue Bentley Bentayga. Im Interieur soll das Luxus-SUV das Niveau eines Mulsanne erreichen, mit höchster Material- und Verarbeitungsqualität. Mit dem bekannten W12-Motor (mehr als 600 PS) dürfte der Brite zum stärksten Serien-SUV werden. Im Bentayga wird zudem später der erste Dieselmotor der Marke zum Einsatz kommen.

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    Dickes Ding
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    Bentley will mit dem Bentayga das Segment der Luxus-SUVs für sich erschließen.

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    Unangefochtener Mittelpunkt am BMW-Stand ist die neue 7er-Generation. Neben den üblichen Features einer Oberklasse-Limousine trotzt das Flaggschiff nur so vor modernen elektronischen Systemen wie Gestensteuerung, ferngesteuertes Einparken oder den um Kurven lenkenden Autobahnpiloten.

    Zudem hat die auch optisch sportlichste Interpretation einer Oberklasse-Limousine um rund 200 Kilo abgespeckt, dank eines Materialmixes aus Karbon, Stahl, Aluminium und Magnesium. Für 81.900 Euro kommt der neue 7er Ende Oktober in den Handel.

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    Audi jedenfalls arbeite konzentriert an einer Strategie bis 2025. Dazu gehörten auch Elektrofahrzeuge. In China entstehe derzeit ein dichtes Netz von Ladestationen an den Autobahnen. Das sei auch in Deutschland nötig – und sinnvoller als staatliche Verkaufsförderung, sagte Stadler. Schließlich sorgten sich viele potenzielle Kunden vor allem, sie könnten mit leerer Batterie liegen bleiben.

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