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VW-Tochter Neuer Chef Bram Schot will Audi umkrempeln

Nach dem Dieselskandal will Schot die Produktpalette neu strukturieren und die Marke produktiver machen. Ein Plan soll im Mai vorgestellt werden.
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Der Niederländer ist als Nachfolger von Rupert Stadler Vorstandsvorsitzender von Audi. Quelle: dpa
Bram Schot

Der Niederländer ist als Nachfolger von Rupert Stadler Vorstandsvorsitzender von Audi.

(Foto: dpa)

IngolstadtDer neue Audi-Vorstandschef Bram Schot will die Volkswagen-Tochter nach dem Skandal um manipulierte Dieselmotoren und die holprige Umstellung auf den neuen Abgas-Standard WLTP umkrempeln. „Wir erhöhen das Veränderungstempo, denn wir haben eine doppelte Transformation zu meistern“, sagte der Niederländer am Donnerstag in Ingolstadt.

Die Produktpalette soll „neu strukturiert“ werden. „Es wird Dinge geben, die wir in Zukunft nicht mehr machen.“ Audi müsse die Produktivität deutlich erhöhen und sich stärker auf seine „unternehmerische Kerneigenleistung konzentrieren“.

Schot will sein Konzept auf der Hauptversammlung am 23. Mai vorstellen. Es betrifft auch die Belegschaft. Bei Einstellungen neuer Mitarbeiter werde man „noch selektiver vorgehen“, kündigte Finanzvorstand Alexander Seitz an.

Die Diesel-Affäre habe Audi im vergangenen Jahr fast 1,2 Milliarden Euro gekostet, allein 800 Millionen Euro zahlte der Autobauer als Bußgeld für die Manipulationen. Das drückte das operative Ergebnis um ein Viertel auf 3,5 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite fiel auf 6,0 (2017: 7,8) Prozent, wäre aber auch ohne den Skandal unter der Zielmarke von acht bis zehn Prozent geblieben.

Grund dafür war die langwierige Umstellung auf den neuen Abgasmesszyklus WLTP, die die Verkaufszahlen um 3,5 Prozent auf 1,81 Millionen Audi-Fahrzeuge schrumpfen ließ. „Wir können mit unserer Performance nicht zufrieden sein“, sagte Schot. „Unternehmerisch haben wir vor allem WLTP als den ultimativen Stresstest nicht bestanden.“

Langfristig peilt Schot nun eine operative Rendite von neun bis elf Prozent an, weil die Vertriebsgesellschaften für alle Konzernmarken künftig bei VW gebündelt werden. Im laufenden Jahr sei das aber noch nicht machbar, räumte der Audi-Chef ein. „2019 wird ein Übergangsjahr.“

Die operative Umsatzrendite soll bei 7,0 bis 8,5 (2018 vergleichbar: 6,6) Prozent liegen. Der Umsatz werde leicht über dem um die VW-Vertriebstöchter bereinigten Vorjahreswert von 53,6 Milliarden Euro liegen, der Absatz soll ebenfalls leicht steigen.

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  • rtr
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