VW-Tochter Porsche plant Milliarden-Effizienzprogramm

Die Volkswagen-Tochter Porsche plant laut Medienberichten ein Programm zur Effizienzsteigerung – und will so mehrere Milliarden einsparen.
Update: 11.08.2018 - 11:21 Uhr Kommentieren
Der Porsche-Chef plant angeblich keine Senkung der Personalkosten. Quelle: Reuters
Oliver Blume

Der Porsche-Chef plant angeblich keine Senkung der Personalkosten.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDie Stuttgarter Volkswagen-Tochter Porsche will mit einem Programm zur Effizienzsteigerung mehrere Milliarden Euro einsparen. „Wir planen die Umsetzung eines Programms, das in den kommenden drei Jahren mehrere Milliarden Euro zum Ergebnis beiträgt“, sagte Porsche-Chef Oliver Blume der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“.

Das Programm solle vom kommenden Jahr an bis 2022 durchschnittlich zwei Milliarden Euro pro Jahr zum Gewinn beisteuern, berichteten die Zeitungen unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen.

Ein Großteil der sechs Milliarden Euro solle durch eine Steigerung der Effizienz etwa in der Produktentwicklung und der Fertigung sowie durch eine Senkung der Materialkosten gespart werden. Außerdem wolle sich der Sportwagenbauer neue digitale Geschäftsmodelle erschließen.

Die Personalkosten sollen dagegen nicht gesenkt werden. Grund für das Programm seien die hohen Ausgaben für die E-Mobilität, die mit geringeren Erträgen einhergingen. Porsche verdiene an einem E-Auto rund 10.000 Euro weniger als an einem Verbrenner.

In der Oberklasse gehörte Porsche im ersten Halbjahr wieder einmal zu den Gewinnmaschinen. Von den 91.309 Euro, die das Unternehmen mit jedem verkauften Fahrzeug umsetzt, bleibt ein operativer Gewinn von 18,4 Prozent oder 16.780 Euro. Dabei sind die Zuffenhausener für dieses Jahr ausverkauft. Wer jetzt einen Cayenne oder Panamera kauft, muss mindestens bis März 2019 warten.

  • HB
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