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VW-Tochter Traton will MAN von der Börse nehmen

Der Traton-Vorstand hat ein Squeeze-Out beschlossen. Die verbliebenen Minderheitsaktionäre sollen eine „angemessene Bar-Abfindung“ erhalten.
29.02.2020 - 01:27 Uhr Kommentieren
Der Münchner Lkw- und Bus-Hersteller MAN soll in der Muttergesellschaft Traton aufgehen. Quelle: Reuters
Traton

Der Münchner Lkw- und Bus-Hersteller MAN soll in der Muttergesellschaft Traton aufgehen.

(Foto: Reuters)

München Die VW-Lastwagentochter Traton will die MAN SE von der Börse nehmen und die Aktien einziehen. Die noch verbliebenen Minderheitsaktionäre der MAN SE sollen eine „angemessene Bar-Abfindung“ erhalten, teilte Traton am Freitagabend in München mit.

Traton hält bereits 94,36 Prozent des Grundkapitals der MAN SE. Der Traton-Vorstand habe mit Zustimmung des Aufsichtsrats und der Volkswagen-Gremien das Squeeze-Out beschlossen. Ziel sei, die Konzernstruktur zu optimieren, teilte Traton mit.

Mit einem Anteil von mehr als 90 Prozent hat Traton das Recht dazu. Wie viel die Kleinaktionäre bekommen, richtet sich nach dem Durchschnittskurs der vergangenen Monate an der Börse. Zum Schlusskurs vom Freitag sind ihre Anteile zusammen knapp 300 Millionen Euro wert.

Künftig würde die MAN-Lastwagensparte Truck and Bus ohne Umweg über die MAN SE direkt Traton unterstehen, ebenso wie der schwedische Lastwagenbauer Scania. Die bisher von der MAN SE gehaltene Beteiligung an Scania ginge an Traton.

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    Mit dem Rückzug von MAN von der Börse und dem gleichzeitig beschlossenen Delisting der Oberklasse-Tochter Audi vereinfacht VW seine Strukturen: Mit Volkswagen, Traton und MAN sind bisher Mutter-, Tochter und Enkelgesellschaft an der Börse gelistet.

    „Entfällt die MAN SE als Zwischenholding, kann Traton die Gesamtkonzernstruktur effizienter gestalten und Entscheidungen schneller umsetzen“, hieß es in der Mitteilung. „Zudem kann der Verwaltungsaufwand verringert werden.“ Finanzexperten hatten den Schritt schon im Zuge des Börsengangs von Traton im vergangenen Jahr erwartet.

    Bei der letzten Hauptversammlung 2019 waren die MAN-Aktionäre sauer auf VW gewesen: Der Großaktionär habe MAN ausgeschlachtet und die Kleinaktionäre „mehr als schäbig“ behandelt, lautete der Vorwurf.

    Die Beteiligung am chinesischen Lkw-Bauer Sinotruk und der südamerikanische Lastwagenbauer VW Caminhoes gehören zur Traton-Tochter MAN Finance Luxemburg. Traton ist auch am US-Lastwagenbauer Navistar beteiligt und will ihn komplett übernehmen.

    Mehr: Lesen Sie hier mehr über Tratons amerikanischen Traum.

    • dpa
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