VW und Dieselgate Müllers Interview-Debakel in den USA

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Im zweiten Anlauf mit den richtigen Antworten

Müllers Aussagen sind auch VW-intern auf große Verwunderung gestoßen. Nachdem Teile des Interviews am Montagmorgen gesendet wurden, meldete sich ein Vertreter des Autobauers bei dem Reporter, wie dieser in seinem Artikel über den Vorfall schildert. VW hatte eine ungewöhnliche Bitte: Glinton solle das Interview mit Müller noch einmal führen.

Im zweiten Anlauf hat der VW-Chef dann die richtigen Antworten parat. „Ich muss mich für gestern entschuldigen“, beginnt Müller das Gespräch. „Die Situation war etwas schwierig für mich, vor so vielen von Ihren Kollegen, jeder hat gerufen.“ Dann die Kehrtwende zum Vortag: „Zunächst einmal: Wir akzeptieren den Verstoß in vollem Maße. Da gibt es keinen Zweifel.“

Später räumt Müller ein, auf die Vorwürfe der Behörden falsch reagiert zu haben und sich dafür entschuldigen zu müssen. Damit der Imagewandel gelinge, bedürfe es nicht nur technischer Lösungen, so Müller. „Es bedeutet auch viel Arbeit für die Anwälte und für die Pressestelle.“

Müllers Aussagen werden auch in Washington genau verfolgt. Am Mittwoch trifft sich der VW-Chef mit EPA-Chefin Gina McCarthy und mit politischen Vertretern. Die gemeinnützige Organisation International Conservation Caucus Foundation habe Kongressabgeordnete zu einem Mittagessen mit Müller geladen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. VW gehöre zu den Geldgebern der Organisation.

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