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VW wird möglicherweise bald ein Werk in Russland bauen Ein Volkswagen aus Stupino

Moskauer Grundstücksspekulanten haben sich ein neues Zielgebiet ausgesucht: das kleine Städtchen Stupino, nahe der russischen Hauptstadt gelegen. Denn dort, so glauben sie, wird der Volkswagen-Konzern bald sein erstes Werk in dem Riesenreich bauen. Also gilt es, sich jetzt schon billiges Land in der Region zu sichern.
  • Boris Kaimakow

MOSKAU. Die „Deutsche Welle“ hat die Spekulationen jüngst noch einmal kräftig angetrieben: Die Russen werden ihren Volkswagen bekommen, meldete der deutsche Radiosender. VW plane den Bau eines Werks in Stupino, in dem die Modelle Bora und Pointer sowie Autos der VW-Tochter Skoda hergestellt werden.

Der Wolfsburger Konzern selbst wiegelt noch ab: Volkswagen habe sich noch gar nicht entschieden, welche Modelle in Russland produziert werden sollen. Auch werde man kein Grundstück auswählen und nichts bauen, solange die Welthandelsorganisation WTO keinen Segen dafür gebe, sagte ein Sprecher. Fakt ist aber: Die Ambitionen des Konzerns in Russland sind groß. VW will mit einer Jahresproduktion von 50 000 Autos beginnen und diese auf 100 000 erhöhen.

Die Grundstücksspekulanten sind überzeugt, dass der Autokonzern das Projekt Russland ernsthaft in Stupino angeht – sie kaufen daher eifrig Grundstücke dort auf, wo VW-Autowerke entstehen sollen.

Dabei wird in Russland kein Hehl daraus gemacht, dass die Aufkäufer über Insiderinformationen verfügen. Ein Vertreter der Investmentgesellschaft Milkom beispielsweise berichtet, die örtlichen Behörden würden Informationen über das geplante Bauprojekt in Stupino „durchsickern“ lassen. Zur Freude der Investoren: „Später wird man die gekauften Grundstücke zwei- oder sogar dreimal teurer an Volkswagen verkaufen können“, sagte einer der Grundstückshändler der Wirtschaftszeitung „Bisnes“.

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