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VW zieht Konsequenzen aus Dieselgate Technikgott Hackenberg muss wohl abtreten

Nach VW-Chef Martin Winterkorn stolpert nun offenbar auch dessen rechte Hand Ulrich Hackenberg über die Abgasbetrugsaffäre. Nach unbestätigten Berichten muss er ebenso gehen wie Porsche-Vorstand Hatz und VW-US-Chef Horn.
24.09.2015 Update: 24.09.2015 - 17:42 Uhr
Ohne seinen Segen ging kein Motor bei Volkswagen in Serie, heißt es über den Technikguru „Hacki“. Quelle: Reuters
Ulrich Hackenberg

Ohne seinen Segen ging kein Motor bei Volkswagen in Serie, heißt es über den Technikguru „Hacki“.

(Foto: Reuters)

Stuttgart, München Ulrich Hackenberg war seit über zwei Jahrzehnten ganz dicht an der Seite von Martin Winterkorn. Zuletzt war er nicht nur Chef der Audi-Entwicklungsabteilung, sondern technischer Koordinator für den gesamten VW-Konzern. Ohne „Hackis“ Segen geht kein Modell – und erst Recht kein Motor – in Serie.

Der bodenständige Westfale gilt als ebenso detailverliebt wie Winterkorn. Mit dem Audi TT, dem A3 und den Aluminiumkarosserien führten die beiden die einst biedere VW-Tochter auf Augenhöhe mit BMW und Mercedes. Als Winterkorn 2007 VW-Chef wurde, nahm er seinen Getreuen mit nach Wolfsburg. Dort entwickelte Hackenberg das berühmte „Baukastenprinzip“, eine strenge technische Ordnung, an die sich alle Konzernmarken halten müssen. Mit diesem System weitet VW seine Produktion massiv aus, mit Hackenberg als technischem Zuchtmeister an der Spitze.

Der Skandal um die manipulierten Dieselmotoren fällt deshalb unmittelbar auf Hackenberg zurück. Auch wenn er selber nicht aktiv beteiligt gewesen sein mag, hätte der Qualitätsversessene den Betrug bemerken müssen. Wie es aussieht, hat der bekennende Schalke-Fan und Hobby-Rennfahrer in Zukunft viel Zeit für private Vergnügen. Mit ihm verlieren VW und Audi eine Legende.

Wolfgang Hatz ist seit Februar 2011 Forschungs- Entwicklungsvorstand bei Porsche. Zuvor war er jedoch Chef der Aggregate-Entwicklung  im VW-Konzern. Damit fällt der Diesel-Skandal in seinen damaligen Verantwortungsbereich. Es wäre das vorläufige Ende einer sehr bunten Bilderbuch-Karriere, von der wahrscheinlich jeder Maschinenbau-Student träumt.

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