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VW-Zulieferstreit Bafin prüft Kommunikation mit Lieferanten

Die Streitigkeiten von VW mit zwei Zulieferern werden nun von der Bafin untersucht. Die Finanzaufsicht will klären, ob VW die Märkte über eine Ad-hoc-Mitteilung über seinen Produktionsstopp hätte informieren müssen.
23.08.2016 - 14:13 Uhr
Die BaFin hatte VW bereits wegen der Affäre um manipulierte Abgaswerte ins Visier genommen. Quelle: Reuters
Volkswagen in Wolfsburg

Die BaFin hatte VW bereits wegen der Affäre um manipulierte Abgaswerte ins Visier genommen.

(Foto: Reuters)

Frankfurt/Hamburg Die Finanzaufsicht Bafin nimmt die Kommunikation von Volkswagen über den Zwist mit zwei Lieferanten unter die Lupe. „Wir schauen uns an, ob im Zusammenhang mit den Streitigkeiten mit den Zuliefern und dem daraus folgenden Produktionsstopp eine veröffentlichungspflichtige Insider-Tatsache vorlag, die VW per ad-hoc-Mitteilung hätte herausgeben müssen“, sagte eine Bafin-Sprecherin am Dienstag.

Die Auto-Zulieferer Car Trim und ES Automobilguss haben wegen eines Streits mit VW über einen gekündigten Auftrag die Lieferungen an den Wolfsburger Konzern gestoppt. Weil ihnen wegen fehlender Bauteile die Arbeit ausgeht, müssen in den kommenden Tagen fast 30.000 VW-Beschäftigte zu Hause bleiben. Die Analysten der Bank UBS schätzen, dass ein einwöchiger Produktionsstillstand allein im Wolfsburger Werk den Bruttoertrag um rund 100 Millionen Euro schmälert.

Volkswagen hatte über den Streit und seine Folgen nach Medienberichten in einer Pressemitteilung informiert, jedoch nicht in einer Ad-hoc-Mitteilung an die Märkte. VW habe keine Kenntnis von der Bafin-Untersuchung, erklärte das Unternehmen. „Wir sind der Auffassung, unsere kapitalmarktrechtlichen Pflichten ordnungsgemäß erfüllt zu haben.“

Die BaFin hatte VW bereits wegen der Affäre um manipulierte Abgaswerte ins Visier genommen und war zu dem Schluss gekommen, der Konzern habe Investoren zu spät über die finanziellen Folgen des Skandals unterrichtet. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig nahm daraufhin Ermittlungen gegen zwei damalige Vorstandsmitglieder auf.

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