Wachstumsplan So will Volkswagen an der Weltspitze bleiben

Bis 2020 will der VW-Konzern sein Wachstum deutlich steigern. Umsatz und operativer Gewinn sollen dann 25 Prozent über dem Niveau von 2016 liegen. Dazu sollen vor allem neue SUV und Elektroautos beitragen.
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VW hat ambitionierte Wachstumsziele. Quelle: dpa
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VW hat ambitionierte Wachstumsziele.

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FrankfurtVolkswagen setzt sich trotz der hohen Kosten der Abgasmanipulationen und des teuren Ausbaus der Elektromobilität ehrgeizigere Finanzziele. Der Konzern will nun den Umsatz bis zum Jahr 2020 um mehr als 25 Prozent steigern, wie es am Montag in einer online gestellten Präsentation hieß. Zuvor war auf einer Investorenveranstaltung im März dieses Jahres, wo die Ziele Thema waren, von mehr als 20 Prozent die Rede gewesen. Die im Dax notierten Vorzugsaktien von VW schnellten um mehr als drei Prozent nach oben.

Auch der Vorsteuergewinn der Wolfsburger soll höher als bisher gedacht ausfallen: Bis 2020 wird ein Plus von mindestens 30 Prozent erwartet. Davor war das Wachstum bei mindestens 25 Prozent gesehen worden. Für die Aktionäre soll es ebenfalls gut laufen. VW will binnen fünf Jahren die Dividenden-Ausschüttungsquote gemessen am Überschuss auf 30 Prozent steigern. 2016 lag sie den Angaben zufolge bei 20 Prozent.

Zum einen rechne der Konzern jetzt mit einer stärkeren Erholung der Pkw-Märkte in den Schwellenländern Brasilien, Russland und Indien. In Nordamerika und Europa sei ebenfalls mit mehr Absatz zu rechnen, erklärte Vertriebschef Fred Kappler. Zudem seien mittlerweile mehr SUV und Elektrofahrzeuge geplant, die den Absatz ankurbelten.

Die Gewinner im europäischen Automarkt
Platz 10 - Kia
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Schwebe wie ein Schmetterling, steche wie eine Biene – diesen Ratschlag von Profiboxer Mohammad Ali übersetzen die Koreaner mit dem Stinger in ein Automodell. Im Oktober konnte Kia kräftig zulegen. Der Absatz in der EU wuchs um 10 Prozent auf 38.000 Fahrzeuge. Im Gesamtjahr beträgt das Plus bislang 8,5 Prozent.

Platz 9 - Skoda
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In Wolfsburg dürfte der Neid auf die tschechische Schwester zunehmen. Anders als die Kernmarke legt Skoda auch im Oktober um 11,2 Prozent auf 55.000 verkaufte Fahrzeuge zu. Das Jahresplus beträgt ordentliche 7,1 Prozent.

Platz 8 - Renault
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Die Franzosen haben im Oktober einen außergewöhnlich erfolgreichen Verkaufsmonat in der EU hingelegt. Mit einem Plus von 16,8 Prozent auf 88.900 verkaufte Fahrzeuge gewinnen sie Marktanteile.

Platz 7 - Peugeot
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Die SUV-Strategie von PSA-Chef Carlos Tavares trägt Früchte. Die neue Opel-Schwester gehört mit einem Plus von 17,7 Prozent und 76.700 verkauften Fahrzeugen zu den großen Gewinnern im europäischen Automarkt.

Platz 6 - Alfa Romeo
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Time to say goodbye, wie Andrea Boccelli singt? Von wegen. Trotz jahrelanger Verkaufsgerüchte hat sich die italienische Premiummarke des FCA-Konzerns immer wieder berappelt. Mit 6.200 Fahrzeugen ist der Absatz im Oktober um 18,7 Prozent gestiegen, im Gesamtjahr sogar um 31,9 Prozent. Schuld ist der SUV Stelvio.

Platz 5 - Jeep
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Die Lebensversicherung des FCA-Konzerns schwächelte zuletzt. Im Oktober kann die amerikanische Marke wieder deutlich um 19,8 Prozent auf rund 9400 verkaufte Fahrzeuge zulegen. Seit Jahresbeginn ist der Absatz allerdings nur leicht im Plus.

Platz 4 - Dacia
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Erfolgsmodelle wie der Duster polieren die Absatzbilanz des Renault-Konzerns auf. Die rumänische Billigtochter legt im Oktober um 20 Prozent auf 34.600 Fahrzeuge zu, seit Jahresbeginn um 11,2 Prozent.

Den tiefgreifenden Wandel in der Branche will der weltgrößte Autobauer mit zusätzlichen Milliarden-Investitionen in E-Mobilität bewältigen, die höher ausfallen als erwartet. In die Entwicklung von Elektroautos, autonomem Fahren, neuen Mobilitätsdiensten und Digitalisierung sollen von 2018 bis 2022 mehr als 34 Milliarden Euro fließen, wie vor dem Wochenende bekannt geworden war.

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