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Wachstumsprognose MAN erwartet 2012 starke Lkw-Nachfrage

Rückläufige Bestellzahlen haben MAN zuletzt gezwungen Schichten in europäischen Werken abzusagen. Dennoch bekräftigte der Konzern jetzt sein Jahresziel. 2012 soll insbesondere das Geschäft in Indien und Russland wachsen.
12.10.2011 - 14:08 Uhr Kommentieren
Vor der Internationalen Automobil-Ausstellung reinigt ein MAN-Mitarbeiter einen Lkw. Quelle: dpa

Vor der Internationalen Automobil-Ausstellung reinigt ein MAN-Mitarbeiter einen Lkw.

(Foto: dpa)

München Der Lastwagenhersteller MAN rechnet sich auch für das nächste Jahr gute Wachstumschancen aus. Die Nachfrage auf den europäischen Kernmärkten werde hoch bleiben, sagte Unternehmenschef Georg Pachta-Reyhofen bei einer Präsentation anlässlich einer Investorenkonferenz am Mittwoch. Allerdings hatte der Konzern zuletzt wegen leicht rückläufiger Bestellzahlen einzelne Schichten in europäischen Werken abgesagt.

Die größte Wachstumsdynamik für das Geschäft mit Lkw und Bussen erwartet MAN 2012 in Indien und Russland. Auch bei Wartung und Service sieht Pachta-Reyhofen Wachstumspotenzial. Verstärkter Druck könnte dagegen von Umweltauflagen ausgehen sowie durch steigende Ausgaben über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs, zu denen unter anderem auch Spritkosten gerechnet werden. In Südamerika erwartet MAN im ersten Quartal zwar einen leichten Rückgang, langfristig sehen die Münchner auf dem Kontinent aber weiter große Wachstumschancen.

Das MAN-Management bekräftigte vor den Investoren zudem die Ziele für das laufende Jahr. Demnach soll der Konzernumsatz um 10 bis 15 Prozent steigen, ausgehend von 14,7 Milliarden Euro im Vorjahr. MAN will die Zahlen zum dritten Quartal am 2. November vorlegen.

Die Lastwagenindustrie war im Zuge der vergangenen Wirtschaftskrise 2009 tief abgestürzt und befindet sich noch auf Erholungskurs. Größere Schwankungen bei Nachfrage und Produktion sind in der frühzyklischen Branche üblicher als etwa bei Pkw. Das vergrößert in der Branche die Furcht, die Turbulenzen an den Finanzmärkten könnten auf die Realwirtschaft übergreifen.

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    So berichtete die schwedische VW-Tochter Scania zu Wochenbeginn, dass die Kunden bei Neuanschaffungen zögerten. Daimler sieht dagegen noch keine Eintrübung. Die Werke seien ausgelastet. Zum geplanten engeren Zusammenrücken von MAN und Scania gab es keine weiteren Details. Nach Erteilung aller Genehmigungen wird VW knapp 60 Prozent an MAN halten.

    • dpa
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