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Wachstumsprognose Welt-Elektromarkt schlägt die Krise

Allen Krisennachrichten zum Trotz ist der weltweite Markt für Elektroprodukte auf gutem Wachstumskurs. Das prognostiziert der Zentralverband der Branche. An den europäischen Märkten liegt das allerdings nicht.
21.08.2012 - 13:10 Uhr Kommentieren
Der ZVEI erwartet ein Wachstum von fünf Prozent für 2012. Quelle: dpa

Der ZVEI erwartet ein Wachstum von fünf Prozent für 2012.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Weltmarkt für Elektroprodukte steuert nach Einschätzung des Branchenverbands ZVEI trotz der Euro-Schuldenkrise auf ein stabiles Wachstum zu. Nach der am Dienstag in Frankfurt veröffentlichten Prognose des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) wird das Volumen am globalen Elektromarkt in diesem Jahr um fünf und im nächsten Jahr um sechs Prozent steigen. Damit lege die Branche vor allem dank der dynamischen Entwicklung in den Schwellenländern wieder etwas stärker zu als der Welthandel.

2011 stieg das weltweite Marktvolumen nach den Angaben um sechs Prozent auf 3 414 Milliarden Euro - nach einem kräftigen Plus von 23 Prozent im Jahr zuvor. „Die Elektroindustrie ist nach wie vor die größte Wirtschaftsbranche weltweit“, betonte der ZVEI. Die wichtigsten Fachbereiche sind elektronische Bauelemente, Informations- und Kommunikationstechnik, Automation, Energietechnik, Unterhaltungselektronik und Elektrohausgeräte, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann.

Der ZVEI-Weltmarktausblick umfasst insgesamt 50 Länder, die zusammen 94 Prozent des weltweiten Elektrohandels auf sich vereinen. Darin sagen die Experten für 2012 ein leichtes Schrumpfen der Elektromärkte im Euroraum voraus, besonders die Krisenländer Griechenland, Portugal, Italien, Spanien und Irland dürften mit minus sieben Prozent erneut Federn lassen. Der deutsche Elektromarkt - immerhin der fünftgrößte der Welt - dürfte nach einem Plus von zwei Prozent im Vorjahr 2012 bei 116 Milliarden Euro stagnieren. 2013 sollte der deutsche Elektromarkt dann wieder um drei Prozent wachsen.

Dagegen dürften sich die 21 betrachteten Schwellenländermärkte mit Steigerungsraten von neun Prozent in diesem und im kommenden Jahr merklich dynamischer entwickeln. Der US-Elektromarkt wird nach der Prognose im Gleichschritt mit dem Weltmarkt zulegen.

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