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Wachstumstreiber Warum Öko so in Mode ist

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Längst ist H&M der größte Abnehmer von Bio-Baumwolle

Unter dem Druck der Kunden kommt das Thema Nachhaltigkeit in der Mitte der Branche an. Längst ist H&M der größte Abnehmer von Bio-Baumwolle. Mancher Überzeugungstäter sieht das kritisch. „Die Beimischung von Bio-Baumwolle allein ist noch keine Lösung. Aber immerhin verbreitet das unsere Botschaft“, meint Lisa Muhr, Mitgründerin des kleinen Wiener Labels Göttin des Glücks.

2006 hat die Firma, gegründet von vier Idealisten, ihre Kleider und Shirts auf Bio-Qualität umgestellt. Zugleich hat sie die Produktion von der Slowakei nach Mauritius und Indien verlegt – dank niedrigerer Arbeitskosten blieben so die Preise für die Kleidung stabil. „Wichtig ist, dass die Öko-Kleidung modisch ist, sonst wird das nicht funktionieren. Immerhin haben wir das Jutesack-Image schon abgelegt“, erklärt Muhr.

Die größeren Hersteller tun sich schwerer. „Es gibt einen Konflikt zwischen dem Design und umweltfreundlicher Herstellung“, räumt Adriano Goldschmied, Chefdesigner der Nobel-Jeansmarke Citizens of Humanity, bei einer Veranstaltung der Zeitschrift „Sportswear International“ ein. Die Jeans-Branche muss heftige Kritik einstecken, weil sie starke Chemikalien einsetzt und so Arbeiter gefährdet, die Jeans sandstrahlen. Künftig soll etwa Laser-Technik die Umwelt weniger belasten. „Der Wettbewerb hat viele problematische Dinge mit sich gebracht“, bestätigt Nish Soneji, Manager beim Londoner Label Pepe Jeans. „Aber heute muss jede Branche grün sein – zumal eine Jeans natürlich ist und Ursprünge in der Arbeiterklasse hat.“

Der Schwenk zu mehr Nachhaltigkeit ist ernst. Das zeigt sich daran, dass auch die konsumentenfernen Zulieferer mitmachen. So hat etwa der türkische Denim-Zulieferer Orta Anadolu, mit 1 170 Mitarbeitern einer der Branchenriesen, mit einer eigenen Linie für recycelte Baumwolle begonnen. „Mit Bio haben wir im Jahr 2000 angefangen. Jetzt ist das nur noch ein Teil unserer Nachhaltigkeits-Initiativen“, sagt Marketing-Manager Ebru Ozaydin.

Was jetzt klein beginnt, soll mittelfristig echten Umsatz schaffen. Trigema bringt seine modische Öko-Kollektion ab dem Frühjahr in die 50 eigenen Läden. „Wir haben uns bewusst entschieden, den Preis wie in unserer konventionellen Kollektion zu halten“, erläutert die junge Designerin Mona Ohlendorf. Sie sucht ganz neue Kunden für Trigema.

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