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Waffenhersteller Aufsichtsrat von Heckler & Koch ist wieder komplett

Der Anwalt Rainer Runte wird neuer Chefkontrolleur des Waffenherstellers. Er folgt auf den ehemaligen Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat.
01.10.2020 - 17:41 Uhr Kommentieren
Der Aufsichtsrat ist nach einem internen Machtkampf wieder komplett. Quelle: dpa
Heckler & Koch

Der Aufsichtsrat ist nach einem internen Machtkampf wieder komplett.

(Foto: dpa)

Oberndorf Nach dem Ende eines internen Machtkampfs hat der Waffenhersteller Heckler & Koch seinen Aufsichtsrat wieder komplettiert. Wie das Unternehmen aus Oberndorf im Schwarzwald am Donnerstag mitteilte, bestellte ein Gericht den früheren Rechtsvorstand des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care, Rainer Runte, in das dreiköpfige Kontrollgremium.

Der Anwalt rückte an die Spitze des Aufsichtsrats, damit wurde er Nachfolger des ehemaligen Generalinspekteurs der Bundeswehr, Harald Kujat. Der pensionierte General trat im Sommer als Chefkontrolleur des Unternehmens zurück, nachdem eine Luxemburger Finanzholding die Mehrheit an H&K übernommen hatte – diese hatte sich gegen Kujat ausgesprochen. Ein Weggefährte von Kujat warf ebenfalls das Handtuch.

Dadurch waren zwei von drei Kontrolleursmandaten vakant, seit Ende August hatte die Waffenschmiede keinen beschlussfähigen Aufsichtsrat mehr. Daraufhin machte der Vorstand einem Gericht Personalvorschläge zur gerichtlichen Bestellung – neben Runte sollte auch der frühere Vizepräsident des Bundesamts für Verfassungsschutz und Ex-Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Klaus-Dieter Fritsche (67), in den Aufsichtsrat kommen. Doch daraus wurde nichts, Fritsche verzichtete nach Firmenangaben aus persönlichen Gründen auf das Mandat. An seiner Stelle bestellte das Gericht die Frankfurter Anwältin Regina Engelstädter zum Aufsichtsratsmitglied, nun ist das Gremium wieder vollständig.

Die hochverschuldete Firma mit 1000 Mitarbeitern ist unter Druck, unlängst zog sie im Rennen um einen Sturmgewehr-Großauftrag des Bundes den Kürzeren. Die Auftragsbücher sind aber trotzdem voll, die Nachfrage aus dem Ausland nach Handfeuerwaffen ist hoch.

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    • dpa
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