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Waffenhersteller Heckler & Koch liefert Sturmgewehre im Wert von 22 Millionen Euro an Norwegen

Seit Monaten kämpft Heckler & Koch mit roten Zahlen. Der Auftrag aus Norwegen könnte dem Waffenhersteller nun etwas Luft verschaffen.
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Heckler & Koch liefert Sturmgewehre an Norwegen Quelle: dpa
Sturmgewehre G36 von Heckler & Koch

Nach schwachen ersten drei Quartalen 2018 steht der Rüstungskonzern unter Druck.

(Foto: dpa)

Oberndorf Der mit roten Zahlen kämpfende Waffenhersteller Heckler & Koch (H&R) hat einen Großauftrag erhalten. Norwegens Verteidigungsministerium habe das Unternehmen sei mit der Lieferung von Sturmgewehren und Zubehör beauftragt. Der Auftrag im Wert von 22 Millionen Euro über drei Jahre starte noch 2019, teilte Heckler & Koch am Dienstag in Oberndorf mit.

Das Unternehmen steht unter Druck: In den ersten drei Quartalen 2018 machte es einen Verlust von vier Millionen Euro bei einem Umsatz von rund 164 Millionen Euro. Zudem ist die Schuldenlast relativ hoch.

Heckler & Koch ist einer der bekanntesten Handfeuerwaffen-Hersteller der Welt. Neben der Bundeswehr setzen Armeen aus Spanien, Großbritannien oder Litauen auf die Waffenschmiede aus Baden-Württemberg. Auch Norwegen war schon zuvor H&K-Kunde.

Wichtig ist für die Firma zudem eine Ausschreibung des Bundes, um für die Bundeswehr 120.000 neue Sturmgewehre für 245 Millionen Euro zu beschaffen. Hier hat H&K gute Chancen, die Wettbewerber Sig Sauer und Rheinmetall mit Steyr Mannlicher machten in dem Vergabeverfahren Rückzieher.

Durch den Vertrag mit Oslo könnten sich die Chancen auf den Berliner Auftrag etwas erhöht haben – Referenzaufträge aus anderen Staaten sind in der Waffenbranche sehr wichtig.

  • dpa
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