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Warnstreik Mitarbeiter von Bosch in Bremen protestieren gegen Schließung

Die Mitarbeiter beklagen, dass Bosch das Werk zum Jahresende schließen will – obwohl es noch genügend Aufträge und damit Beschäftigung bis 2023 gebe.
09.01.2020 - 11:52 Uhr Kommentieren
Mitarbeiter von Bosch in Bremen protestieren gegen Schließung Quelle: Imago
Bosch

Der Konzern will angesichts der Konjunktur- und Autokrise an mehreren deutschen Standorten Stellen abbauen.

(Foto: Imago)

Bremen Zahlreiche Mitarbeiter des Autozulieferers Bosch haben in Bremen gegen die Schließung ihres Werks noch in diesem Jahr protestiert. Rund 250 Mitarbeiter beteiligten sich von 4 Uhr an am ersten Warnstreik in der Auseinandersetzung, wie der Geschäftsführer der IG Metall Bremen, Volker Stahmann, am Donnerstag sagte.

Bosch wolle das Werk zum Jahresende 2020 schließen, obwohl es noch Aufträge und damit mögliche Beschäftigung bis Ende 2023 gebe. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) unterstützte die Mitarbeiter am Morgen vor Ort am Werk im Stadtteil Huchting, wie Stahmann sagte.

Im Dezember hatte die Gewerkschaft Gespräche mit Bosch abgebrochen, weil der Arbeitgeber sich geweigert habe, über eine Weiterführung der Produktion über 2020 hinaus zu verhandeln. Nach dem Warnstreik wolle man jetzt wieder auf das Unternehmen zugehen und hoffe auf einen neuen Verhandlungstermin noch im Januar, sagte Stahmann.

Bosch will angesichts der Konjunktur- und Autokrise an mehreren deutschen Standorten Stellen abbauen. Im Werk in Bremen sollen 240 Stellen in der Lenksystemsparte wegfallen. Das hatte der Konzern im Oktober mitgeteilt.

Bosch teilte mit Blick auf den Warnstreik auf Anfrage mit, man habe angesichts der Situation „großes Verständnis“ für die Sorgen der Beschäftigten. Es sei das Ziel, mit Blick auf die Erarbeitung eines Zeitplans weiterzuverhandeln, zu einem „guten“ Ergebnis zu kommen und den Mitarbeitern zeitnah Gewissheit zu verschaffen, hieß es.

Mehr: Stefan Hartung, Chef der Mobilitätssparte von Bosch, spricht im Interview über Personalabbau, den neuen Umgang mit Automobilkonzernen und eine Strategie-Entscheidung.

  • dpa
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