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Wassermarke soll auch auf den deutschen Markt Dasani wird für Coca-Cola zum Desaster

Trotz des Desasters, das Coca-Cola derzeit mit seiner Wassermarke „Dasani“ in Großbritannien erlebt, will der größte Softdrinkhersteller der Welt die Marke ab Mai auch auf dem deutschen Markt einführen. Das bestätigte eine Sprecherin der Berliner Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG (CCEAG) dem Handelsblatt.
Foto: dpa

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HB/ali/and/ire PARIS/LONDON. Coca-Cola hatte zum Wochenende in Großbritannien seine gesamte Dasani-Produktion aus dem Handel nehmen müssen. Das im Londoner Vorort Sidcup abgefüllte Wasser hatte bei Tests einen zu hohen Bromanteil aufgewiesen, der bei dauerhaftem Konsum krebsfördernd sein kann. Experten bezweifeln nun, dass „Dasani“ auf dem britischen Markt noch eine Chance hat. Ein Relaunch sei nun im Prinzip unmöglich, sagt Allyson Stewart-Allen, Direktor bei International Marketing Partners in London. Dabei sollte „Dasani“ in England wie schon auf dem US-Markt die bisherigen Top-Marken angreifen.



Zuvor war Coca-Cola mit „Dasani“ in die Schlagzeilen geraten, weil in Großbritannien bei der Herstellung des Getränks pures Leitungswasser verwendet wird. In Deutschland will Coca-Cola bei der Dasani-Produktion allerdings Mineralwasser der Andani-Quelle in Brandenburg einsetzen. „Deutschland ist ein eigenständiger Markt“, betont die Coca-Cola-Sprecherin.

Weltweit ist der Wassermarkt hart umkämpft: Ein Quartett aus Nestlé (Perrier, Contrex, Vittel, Aquarel), Danone (Evian, Badoit, Volvic), Coca-Cola (Dasani, Bonaqua) und PepsiCo (Aquafina) leistet sich einen erbitterten Kampf um Marktanteile. Gemeinsam halten die vier 44 % am Gesamtmarkt – Tendenz steigend.

Wasser ist dabei nicht gleich Wasser. Zudem sind die europäischen Märkte sehr heterogen, was den Geschmack der Verbraucher angeht. In Frankreich wird überwiegend stilles Wasser getrunken, in Deutschland dominieren nach wie vor die Kohlensäurehaltigen Sorten, doch legen auch hier die stillen Wässer Jahr für Jahr zu. Beim jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch liegt Italien (189 Liter) vor Frankreich (141 Liter). Deutschland rangiert mit 105 Litern auf Rang fünf.

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