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Wasserversorgung Saubere Geschäfte

Die Welt braucht Wasserwerke und Kläranlagen, um ihren Durst zu stillen. Für deutsche Anlagenbauer entwickelt sich ein lukrativer Markt.
30.07.2011 - 13:41 Uhr
Ein Mitarbeiter Dominik des Pumpenherstellers Wilo bei der Arbeit: Wilo ist eines von vielen deutschen Unternehmen, die beim Ausbau der Wasserversorgung weltweit zum Zuge kommen. Quelle: dpa

Ein Mitarbeiter Dominik des Pumpenherstellers Wilo bei der Arbeit: Wilo ist eines von vielen deutschen Unternehmen, die beim Ausbau der Wasserversorgung weltweit zum Zuge kommen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Wasser ist eine knappe Ressource, der Kampf um den Rohstoff wird schärfer. Oliver Hermes, Chef des Pumpenherstellers Wilo, sieht das pragmatisch: "Die Entwicklung spielt uns in die Karten", sagt er. "Sobald Wasser bewegt wird, braucht man Pumpen."

Bisher liefert das Dortmunder Familienunternehmen vor allem Pumpen für Fabriken und Wohngebäude. Doch Hermes' Firma hat die Zeichen der Zeit erkannt. Das Unternehmen mit rund einer Milliarde Euro Umsatz baut eine dritte Sparte auf. Sie soll das Geschäft mit großen Anlagen zur Wasserversorgung bündeln, wie sie etwa in Entwicklungsländern gebraucht werden.

In fünf Jahren soll der Bereich seinen Umsatzanteil verdreifachen. Über seine 60 Tochtergesellschaften ist Wilo schon heute in praktisch allen Märkten vertreten. So hat das Unternehmen kürzlich 180 Pumpen für ein Abwasserprojekt in Äthiopien geliefert und baut Pumpen für eine 20 Kilometer lange Wasserleitung in Jordanien.

Investitionsbedarf: 600 Milliarden.

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    Wilo ist eines von vielen deutschen Unternehmen, die beim Ausbau der Wasserversorgung weltweit zum Zuge kommen. Der globale Verbrauch pro Kopf steigt Jahr für Jahr um 2,5 Prozent. 1,1 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, 2,6 Milliarden verfügen über keine sanitären Einrichtungen. Laut Unicef sterben jährlich 3,6 Millionen Menschen an den Folgen verunreinigten Wassers. Der Bedarf an technischen Lösungen ist groß.

    Und der Markt ist riesig. Die Weltbank schätzt, dass in den nächsten zehn Jahren über 600 Milliarden Dollar investiert werden müssen. Die Deutsche Bank errechnet den jährlichen Investitionsbedarf in einer Studie auf 500 Milliarden Euro.

    Die Industrie steht bereit, deutsche Anbieter sind gut positioniert. "Gerade deutsche Unternehmen sind Anbieter von Spitzentechnologie im Wasserbereich", schreibt die Deutsche Bank. Der Maschinenbauverband VDMA sieht die Hersteller weltweit auf dem zweiten Platz mit einem Weltmarktanteil von 18 Prozent knapp hinter den USA, die auf 21 Prozent kommen.

    Der Essener Anlagenbauer WTE beschränkt sich wegen des großen Markts auf Europa. "Hier haben wir genug zu tun", sagt Geschäftsführer Ralf Schröder. Das Unternehmen mit einem Umsatz von rund 300 Millionen Euro plant und baut Wasserwerke und Kläranlagen. Vor allem in Süd- und Osteuropa wächst der Markt.

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