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Wechselkurs belastet Der starke Euro bremst Bayer aus

Bei Bayer brummt das Geschäft mit neuen Medikamenten und Pflanzenschutzmitteln. Doch dem Konzern macht der starke Euro zu schaffen – deswegen senkt er sogar die Prognose fürs laufende Geschäftsjahr.
30.07.2014 Update: 30.07.2014 - 11:28 Uhr Kommentieren
Bayer-Fabrik in Leverkusen: Wechselkurseffekte machen dem Konzern zu schaffen. Quelle: Reuters

Bayer-Fabrik in Leverkusen: Wechselkurseffekte machen dem Konzern zu schaffen.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Der starke Euro entwickelt sich für Bayer immer mehr zum Bremsklotz. Trotz kräftiger Nachfrage nach neuen Medikamenten und Pflanzenschutzmitteln legten Umsatz und operativer Gewinn im zweiten Quartal nur geringfügig zu, wie der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern am Mittwoch mitteilte.

Bayer-Chef Marijn Dekkers kürzte wegen der zunehmenden Wechselkursbelastungen sogar das Umsatzziel für das Gesamtjahr: Nunmehr rechnet Bayer 2014 nur noch mit einem minimalen Umsatzanstieg auf 41 Milliarden Euro (2013: 40,16) Milliarden Euro. Bislang wurden 41 bis 42 Milliarden erwartet.

An seinem Ergebnisausblick für das Gesamtjahr hielt Dekkers aber fest: Der bereinigte operative Gewinn soll wie bisher um eine untere bis mittlere einstellige Prozentzahl zulegen. Bayer erwartet aber nun Belastungen durch den starken Euro von 550 Millionen Euro. Bislang hatte Dekkers mit 450 Millionen Euro gerechnet. Auch anderen Chemiekonzernen wie BASF und Linde hatte der starke Euro zuletzt zugesetzt.

Bei Anlegern kamen der Zwischenbericht gut an. Die Aktien legten in der Spitze um 2,4 Prozent zu und waren damit größter Gewinner im Dax. Händlern zufolge zeigten sich Investoren erleichtert darüber, dass der Chemiekonzern an dem Ergebnisausblick festhielt. Vorbörslich war der Aktienkurs noch gefallen.

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    Im zweiten Quartal baute Bayer seinen um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) um 1,0 Prozent auf 2,22 Milliarden Euro aus. Analysten hatten mit 2,31 Milliarden Euro mehr erwartet. Bayer setzte von April bis Juni 10,46 Milliarden Euro um – ein leichtes Plus von 0,9 Prozent. Bereinigt um Währungseffekte sowie um Zu- und Verkäufe hätte der Anstieg allerdings 6,3 Prozent betragen. „Dabei entwickelten sich unsere neueren Pharma-Produkte sowie unser Crop-Science-Geschäft in Nord- und Lateinamerika sehr erfreulich“, sagte Dekkers. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 953 Millionen Euro, 13,3 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

    In der Gesundheitssparte Healthcare stach besonders das Geschäft mit den wichtigsten fünf neuen Arzneien des Konzerns heraus: Das Thrombosemittel Xarelto, das Augenmittel Eylea, die Krebsmedikamente Stivarga und Xofigo sowie das Lungenhochdruckmittel Adempas. Im zweiten Quartal steuerten sie einen Umsatz von 702 Millionen Euro, mehr als doppelt so viel wie noch vor einem Jahr.

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