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Wegen Stasi-Affäre Verleger Friedrich lässt Aufsichtsratsposten bei Centogene ruhen

Der Berliner Verleger sagt, er sei für die Stasi nicht aktiv tätig gewesen. Bei der Aufklärung durch die eigene Zeitung will er selbst unterstützend mitwirken.
22.11.2019 - 09:48 Uhr Kommentieren
Der Verleger sagt, er sei nicht aktiv für die Staatssicherheit tätig gewesen. Quelle: dpa
Holger Friedrich

Der Verleger sagt, er sei nicht aktiv für die Staatssicherheit tätig gewesen.

(Foto: dpa)

Berlin Nach Bekanntwerden der Stasi-Kontakte von Holger Friedrich lässt der Berliner Verleger seinen Posten im Aufsichtsrat beim Biotech-Unternehmen Centogene vorübergehend ruhen. Das sagte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Er wolle als Aufsichtsratsmitglied pausieren, „bis die vollständigen Unterlagen der Stasi-Unterlagenbehörde vorliegen und von Experten ausgewertet wurden“.

Vor einer Woche war nach einer Rechercheanfrage der „Welt am Sonntag“ bekanntgeworden, dass Friedrich in der DDR zeitweise Inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit (Stasi) war. Er hatte kurz zuvor zusammen mit seiner Frau Silke den Berliner Verlag mit „Berliner Zeitung“ und „Berliner Kurier“ von der DuMont-Mediengruppe übernommen.

Die „Berliner Zeitung“ will dies nun selbst journalistisch aufarbeiten. Friedrich sicherte laut Redaktion seine Unterstützung zu. Er selbst erklärte, er habe eine handschriftliche Verpflichtungserklärung bei der Stasi aus einer Notsituation nach einer Verhaftung heraus verfasst, um einer befürchteten Gefängnisstrafe zu entgehen. Er sei „nicht aktiv“ für die Staatssicherheit tätig gewesen.

In die Schlagzeilen geriet neben der IM-Vergangenheit Friedrichs auch seine Verbindung zum ostdeutschen Unternehmen Centogene. Das Magazin „Der Spiegel“ griff einen Artikel der „Berliner Zeitung“ über diese Firma kritisch auf, weil Friedrich im Aufsichtsrat sitzt und laut US-Börsenaufsicht im Juni über ein in Berlin ansässiges Unternehmen 3,27 Prozent hielt - was nicht im Artikel seines eigenen Blattes stand.

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    Die „Berliner Zeitung“ erklärte daraufhin, dass Friedrich dem Herausgeber und der Chefredaktion den Hinweis gegeben habe, dass Centogene Weltmarktführer in der gentechnischen Analyse sei und dessen Börsengang ein Anlass zur Berichterstattung sein könnte. „Weder der Chefredaktion noch den beiden Wissenschaftsredakteuren war zu diesem Zeitpunkt bewusst, dass Holger Friedrich an dem Unternehmen beteiligt ist. Wäre das anders gewesen, hätte die Redaktion diese Information in den Artikel mit aufgenommen“, hieß es.

    Mehr: Die Rostocker Biotechfirma Centogene holt sich mehr als 40 Millionen Euro beim Debüt an der Nasdaq. Sie ist bereits die zweite Firma an der Technologie-Börse.

    • dpa
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