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Weihnachtsgrüße aus der Chefetage Backduell der Telko-Riesen – und zwei Konzernchefs, die sich verabschieden

Telekom und Vodafone verlagern ihren Wettbewerb in die Weihnachtsbäckerei. Und zwei Chefs setzen ihren Abschied humorvoll in Szene.
Update: 19.12.2018 - 13:35 Uhr Kommentieren
Telekom und Vodafone verlagern ihren Wettbewerb in die Weihnachtsbäckerei Quelle: YouTube Screenshot
Skeptischer Weihnachtsmann

Bekommt Daimler-Chef Dieter Zetsche den Job als Weihnachtsmann?

(Foto: YouTube Screenshot)

Düsseldorf Mit ihren Weihnachtsgrüßen beweisen deutsche Konzernspitzen hier und da ordentlich Humor. Die Telko-Riesen schicken ihre Chefs dafür in die Weihnachtsbäckerei. Und ein Automanager will sich extra für einen weihnachtlichen Job den Bart wachsen lassen.

Sein Unternehmen bekomme „richtig viel gebacken“, kalauert Telekom-Chef Timotheus Höttges in seinem Weihnachtsvideo. Im plakativen Festtagspulli und einer magentaroten Weihnachtsmütze auf der Brust backt der Firmenchef T-Plätzchen und erklärt mit einem Nudelholz in der Hand, wie er 5G ausrollen will.

Natürlich ist Höttges' Weihnachtsrede ist vor allem Eigenwerbung und kommt bei allem Humor dann doch etwas hölzern daher. Wirklich lustig wird es erst bei den Outtakes, bei denen der Telekom-Chef ganz unweihnachtlich zu fluchen beginnt und feststellt, dass die meisten T-Kekse gebrochen sind.

Auch die Konkurrenz scheint die Backversuche der Telekom genau beobachtet zu haben und kontert aus der eigenen Konzernküche heraus. Von dort schickt Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter Grüße an die eigenen Mitarbeiter und den rosa Riesen.

Das Geschäft dürfte man sich von der Konkurrenz nicht versalzen lassen. Sagt's, während der selbsternannte „Mister Gigabit“ zum Zuckerstreuer greift. Dann verkabelt er ein Lebkuchenhaus und stellt den Ofen auf 5G. Zumindest bei der Kalauerdichte befinden sich die beiden Konkurrenten auf Augenhöhe.

Etwas authentischer geht es da bei Thyssen-Krupp zu. Der Industriekonzern hat gleich den ganzen Vorstand in die Weihnachtsbäckerei gestellt. Mit bemehlten Händen und in ausgefallenen Weihnachtspullovern necken sich Konzernchef Guido Kerkhoff, Arbeitsdirektor Oliver Burkhard und Compliance-Vorstand Donatus Kaufmann vor Backblech und Rührschüssel.

Ein wenig Zweifel kommt den stahlkochenden Plätzchenbäckern dann aber doch, ob sie wirklich für jeden der 160.000 Mitarbeiter einen Keks gebacken bekommen. „Wenn wir mit diesem Tempo weitermachen, haben wir die Teilung eher fertig“, scherzt Kerkhoff. Denn 2019 steht der Industriekonzern vor dem großen Umbruch.

Gleich acht Minuten verwendet die DZ Bank auf ihren Weihnachtsgruß aus der Chef-Etage: Kein Wunder, das Spitzeninstitut der knapp 1000 Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland setzt in der Grußbotschaft direkt die „Schlüsselübergabe“ vom scheidenden Vorstandschef Wolfgang Kirsch an seine Nachfolger Cornelius Riese und Uwe Fröhlich in Szene, natürlich mit Augenzwinkern.

Kirsch, der erst noch vergeblich eine letzte Nuss knacken will und nach einigem Zögern dann doch lieber auf eine Weihnachtszipfelmütze verzichtet, räumt in seiner letzten Weihnachtsbotschaft ein, dass für ihn „natürlich etwas Wehmut in der Luft“ liegt.

Dann ist Kirsch endgültig raus aus dem Job, wie ihm seine Assistentin unmissverständlich klar macht („Frau Helbrich, was steht noch an?“ – „Nichts mehr.“ – „Keine Post? Keine Termine? Keine Telefonate?“ – „Nein.“ – „Auch gut.“ – „Ja.“). Das letzte Wort überlässt Kirsch dann seinen Nachfolgern.

Das Weihnachtsvideo ist nicht die einzige humorvolle Abschiedsbotschaft des langjährigen DZ-Bank-Chefs Kirsch, der auf den ersten Blick einen eher hölzernen Eindruck macht. In der Mitarbeiterzeitung der DZ Bank hatte er sich zuvor schon einem „wortlosen“ Bilder-Interview gestellt, wie man sie aus dem Magazin der „Süddeutschen Zeitung“ kennt.

Die DZ Bank zählt zu den wenigen Finanzinstituten, die ihr Video auch öffentlich zugänglich gemacht haben. Eine Videobotschaften ist auch bei der Commerzbank geplant, aber nur für ein internes Publikum.

Und auch in der Weihnachtsbotschaft von Daimler-Chef Dieter Zetsche geht es um einen Abschied und einen Neuanfang - allerdings mit sehr viel Selbstironie. In seinem Weihnachtsvideo verrät der scheidende Konzernchef welches Amt er nach seinem Abschied von dem Autobauer anstrebt.

Es folgt ein fiktives Bewerbungsgespräch beim Weihnachtsmann: Daimler-Designchef Gorden Wagener hat darin einen Gastauftritt im Glitzersakko, für Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton quält sich Zetsche in einen Rennanzug, baut am Band eine falsche Autotür in eine S-Klasse ein, dann nervt er Jogi Löw am Telefon – um am Ende vom Weihnachtsmann über seine Qualifikationen ausgequetscht zu werden.

Auf die Frage, ob er Erfahrungen im Umgang mit Rentieren hat, stellt der Daimler-Chef eine Gegenfrage. „Gelten Elche auch?“ – ein augenzwinkernder Rückblick auf das Jahr 1997 als die A-Klasse beim Elchtest kippte.

Im Mai 2019 könne er anfangen, scherzt Zetsche und bekommt den Job tatsächlich, wenn er verspricht, sich den Bart wachsen zu lassen. Der Weihnachtsmann selbst wechselt im Video in den Aufsichtsrat – ohne „Cooling-off-Period“ immerhin lebe er am Nordpol.

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