Weltmarktführer Sinkende Düngemittelpreise setzen Potash zu

Gewinnprognose adè! Nach einem unerwartet deutlichen Umsatzeinbruch scheinen die von Analysten erwarteten Zahlen zum Jahresende in weite Ferne gerückt zu sein. Doch damit sind die Kanadier nicht allein.
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Die Potash-Konzernzentrale in Saskatoon, Kanada: Der bröckelnde Umsatz macht die Jahresprognose unhaltbar. Quelle: Reuters

Die Potash-Konzernzentrale in Saskatoon, Kanada: Der bröckelnde Umsatz macht die Jahresprognose unhaltbar.

(Foto: Reuters)

WinnipegSinkende Preise für Düngemittel machen dem weltgrößten Hersteller Potash zu schaffen. Der kanadische Rivale des deutschen Branchenprimus K+S kappte nach einem überraschend deutlichen Umsatzrückgang im zweiten Quartal von elf Prozent auf 2,14 Milliarden Dollar am Donnerstag seine Jahresprognose.

Der Nettogewinn stieg zwar auf 643 Millionen Dollar von 522 Millionen Dollar vor einem Jahr, als eine große Abschreibung die Bilanz belastete. Er fiel aber geringer aus als von Analysten erwartet. Die Potash-Aktie reagierte vorbörslich mit einem Abschlag von rund vier Prozent und zog damit auch das K+S-Papier mehr als drei Prozent in die Tiefe.

Den Produzenten ist es bislang nicht gelungen, den Preisrückgang für Kali- und Phosphatdünger zu stoppen. Der wichtigste Abnehmer Indien fragt nicht mehr so viel nach, weil die Landeswährung Rupie schwächelt und Fördermittel der Regierung gesenkt wurden.

Der Rückgang der Kali- oder Pottasche-Preise hat zudem zahlreiche große Firmen wie den brasilianischen Vale -Konzern oder den US-Rivalen Mosaic veranlasst, Pläne für den Bau oder die Erweiterung von Bergwerken zurückzustellen. Potash kündigte an, zwei seiner Förderstätten würden den Rest des Jahres mit verminderter Kapazität betrieben. K+S hängt kaum von den großen Abnehmerländern China und Indien ab.

  • rtr
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