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Weniger CD-Hüllen Digitalisierung schadet Bayers Plastik-Sparte

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Die Autoindustrie erhöht ihre Nachfrage nach Polycarbonat

Die Kunststoffhersteller müssen um neue Großabnehmer werben. Polycarbonat wird nicht nur zu CDs gepresst - das Material eignet sich für Brillengläser ebenso wie für Bürostühle. Nach Daten des Marktforschers CMAI verkauften Hersteller wie Styron, Sabic und Bayer im vergangenen Jahr insgesamt 3,4 Millionen Tonnen. Marktanteile nennt Bayer nicht, nach Angaben des Branchendienstes ICIS kann der Konzern bis zu 1,4 Millionen Tonnen Polycarbonat im Jahr herstellen. 2010 erwirtschaftete Bayer mit dem Material 2,8 Milliarden Euro Umsatz, mehr als ein Viertel der Gesamterlöse der Kunststoffsparte.

Bis vor vier Jahren waren die optischen Medien der wichtigste Wachstumstreiber. Noch 2007 wurden rund 26 Prozent des weltweit produzierten Polycarbonats zu Datenträgern gepresst. In diesem Jahr werden es CMAI zufolge nur 17 Prozent sein. In Ländern wie Indien, wo CDs und DVDs derzeit noch gefragt sind, hat der Wandel gerade erst begonnen. Die Branche rechnet weltweit mit einem weiteren Rückgang um sechs bis sieben Prozent im Jahr.

Die Hersteller von CDs, DVDs und Blu-rays nehmen zwar weniger ab. Zum Glück steigt die Nachfrage aus anderen Branchen. Vor allem der Bedarf in der Autoindustrie wächst jährlich um sechs bis sieben Prozent, die Elektronikbranche braucht jedes Jahr bis zu acht Prozent mehr Polycarbonat.

Der Markt insgesamt wächst sogar, in diesem Jahr um 6,5 Prozent, so die Berechnung von CMAI. Auch die Fabriken werden größer. Bayer baut sein Werk am Niederrhein aus, in Schanghai sollen die Kapazitäten auf eine halbe Million Tonnen verdoppelt werden.

Aus gutem Grund. Die Musik spielt in Asien. Dort werden schon heute 60 Prozent des weltweiten Polycarbonats hergestellt, die kräftigste Nachfrage kommt aus China.

Großes Potenzial liegt in Asiens IT-Branche: Aus Polycarbonat lassen sich Handys fertigen. Baukonzerne können den Kunststoff zu Dächern verarbeiten, in der Autobranche wird er statt Glas verwendet. Das bleibt nicht ohne Folgen. Vor wenigen Wochen hat Bayer den Hauptsitz des Polycarbonat-Segments von Deutschland nach Schanghai verlegt.

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