Weniger Flugzeuge und Züge Bombardier spürt Krise immer noch

Der Flugzeug- und Bahntechnik-Hersteller Bombardier aus Kanad spürt die Krise noch immer. Vor allem in der Luftfahrtsparte macht dem Konzern die Zurückhaltung der Kunden bei Business-Jets zu schaffen. Der Gewinn schrumpfte deutlich.
Kommentieren
Mitarbeiter des Bombardier-Werks im sächsischen Bautzen. Quelle: APN

Mitarbeiter des Bombardier-Werks im sächsischen Bautzen.

HB MONTREAL. Der kanadische Flugzeug- und Bahntechnik-Hersteller Bombardier leidet unter dem Spardiktat seiner Firmenkunden. Vor allem die von Geschäftsleuten früher gerne genutzten Business-Jets verkauften sich im zweiten Geschäftsquartal deutlich schlechter.

„Das unsichere wirtschaftliche Umfeld schlägt sich in den Ergebnissen der Luftfahrt-Sparte nieder“, sagte Konzernchef Pierre Beaudoin am Mittwoch in Montreal. Mittlerweile gebe es aber Zeichen für eine Erholung. Die Stornierungen nähmen ab.

Ähnliche Aussagen hatte Beaudoin allerdings auch schon vor drei Monaten getroffen. Es half nichts: Der Konzernumsatz sank nun im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf knapp 4,1 Mrd. Dollar (3,2 Mrd. Euro). Der Gewinn schrumpfte in der Folge sogar um 27 Prozent auf unterm Strich 148 Mio. Dollar.

Damit gehört Bombardier zu den Unternehmen, die die Spätfolgen der Krise besonders deutlich zu spüren bekommen. Selbst die Bahntechnik, die bislang eine sichere Bank war, büßte ein. Allerdings seien reichlich neue Aufträge in diesem Feld hereingekommen, sagte Beaudoin.

Bombardier stellt kleine bis mittelgroße Flugzeuge her und wildert damit immer öfter im Revier der zwei Platzhirsche Airbus und Boeing. Den Großteil seines Umsatzes macht Bombardier aber mit Zügen, Waggons und Straßenbahnen. Hier sind die Kanadier Weltmarktführer und zählen zu den schärfsten Konkurrenten von Siemens.

Startseite

0 Kommentare zu "Weniger Flugzeuge und Züge: Bombardier spürt Krise immer noch"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%