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Werbung für Monsanto-Fusion Bayers Milliardensegen für die USA

Bayer ist das erste deutsche Unternehmen, über das Donald Trump getwittert hat. Der Dax-Konzern will acht Milliarden Dollar in den USA investieren. Ein Triumph für den Trump? Von wegen. An der Zahl ist nichts neu.
17.01.2017 Update: 18.01.2017 - 14:15 Uhr Kommentieren
Bayer würde mit der Übernahme von Monsanto der weltgrößte Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut mit einem Marktanteil von rund 28 Prozent werden. Quelle: Reuters
Die Bayer AG

Bayer würde mit der Übernahme von Monsanto der weltgrößte Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut mit einem Marktanteil von rund 28 Prozent werden.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Vor einer Woche saß der künftige Präsident der USA mit zwei Herren zusammen, die ihm erklärten, wie man die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung sicherstellen kann. Ob sich Donald Trump angesichts der neuen Marschrichtung „America first“ dafür besonders interessierte, ist nicht überliefert. Spannender dürfte er die Zahlen gefunden haben, die man ihm präsentierte – es geht schließlich um Investitionen und Jobs in den USA.

Bayer-Chef Werner Baumann und Monsanto-CEO Hugh Grant trafen an diesem Tag Trump, um ihn von ihrem gemeinsamen Projekt zu überzeugen: Der Schaffung eines globalen Marktführers in der Agrarchemie mit der größten Schlagkraft in der Entwicklung ertragreicher Pflanzensorten und digitalen Landwirtschaft. 66 Milliarden Dollar lässt sich Bayer die Übernahme des US-Saatgutherstellers kosten.

Der Besuch im Trump Tower war kein zufall. In den USA ist die kartellrechtliche Prüfung der Großfusion angelaufen, und es gibt viele Stimmen, die den Zusammenschluss skeptisch sehen. Die Agrochemiebranche ist bereits hoch konzentriert, manche Experten halten im Zuge weiterer Zusammenschlüsse entstehende Marktmacht für gefährlich. Eigentlich ist allein das Justizministerium für die Prüfung der Übernahme zuständig. Aber Trump kann da reingrätschen. Besser also, man erklärt ihm, was die Fusion bringt – vor allem für Amerika.

Es sei ein produktives Treffen gewesen, hieß es im Anschluss. Am Dienstag dann nannte ein Trump-Sprecher Details aus dem Gespräch: Bayer habe Investitionen in Höhe von acht Milliarden Dollar in den USA zugesichert. Der Konzern wolle seine 9000 Mitarbeiter behalten und 3000 neue „High-Tech-Jobs“ schaffen. Acht Milliarden Dollar Investitionen – ein dicker Batzen Geld. Trump selbst verkündete dies am Mittwoch auf Twitter stolz als eigenen Erfolg.

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    Das beeindruckt, und es passt in die Landschaft. Reihenweise rücken die CEO amerikanischer und ausländischer Konzern in den Trump Tower und präsentieren ihre Firmen gegenüber dem designierten Präsidenten als Jobmaschinen. Sie kennen das Spiel: Trump mag Deals, mit denen er sich anschließend öffentlich brüsten kann.

    Doch beim genauen Blick zeigt sich: Die meisten Ankündigungen der Firmen sind keine „Trump-Tower-Deals“ sondern Teile einer längst verabschiedeten Konzernstrategie. Kurz: Sie sind nicht neu. Das zeigt sich auch beim Blick auf die versprochenen Bayer-Milliarden.

    Konzerne versprechen Hightech-Jobs
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