Werk in Hannover betroffen Volkswagen will in Deutschland sparen

In Europa ist VW schon die Nummer Eins, in der Welt wollen sie es noch werden. Um das zu erreichen, investiert VW Milliarden – und muss sparen. In Hannover soll nun die Produktionskapazität heruntergefahren werden.
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Noch wird im VW-Werk in Hannover fleißig montiert. Der Sparkurs des größten Autobauers Europas könnte das ändern. Quelle: dpa

Noch wird im VW-Werk in Hannover fleißig montiert. Der Sparkurs des größten Autobauers Europas könnte das ändern.

(Foto: dpa)

BerlinIm Zuge seines Sparkurses will der Autobauer Volkswagen einem Bericht zufolge auch in seinem Nutzfahrzeug-Werk Hannover weniger investieren. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (Samstagsausgabe) berichtete, soll eine veraltete Lackieranlage nicht erneuert werden, was die Kapazität des Standorts um ein Fünftel senken würde. Gleichzeitig solle 2016 die Produktion lackierter Karossen für Porsche auslaufen. Ersatz für den Ausfall sei nicht in Sicht.

Dass Hannover - wie von der Arbeitnehmerseite gefordert - künftig die nächste Generation des Großraumtransporters Crafter fertigt, sei zudem unsicherer denn je, hieß es laut Zeitung aus dem Konzern. Das Management plane bereits ein eigenes Werk für das Modell außerhalb Deutschlands. VW-Konzernfinanzchef Hans Dieter Pötsch hatte vor kurzem angekündigt, Kosten drücken und Investitionen verschieben zu wollen.

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14 Kommentare zu "Werk in Hannover betroffen: Volkswagen will in Deutschland sparen"

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  • Kennt noch jemand den Spruch aus grauer Vorzeit, drei Bruttogehälter wären eine gute Richtschnur, wieviel ein angemessenes Auto im Erwerb kosten darf?
    Wer schafft das heute noch?

  • Der Autokonsum in Deutschland ist im Ar... dank Agenda 2010!
    Geldgeschenke nützen auch nur den Besserverdienern!
    So massakriert man den Sozialstaat!
    Das wird sich alles bitter rächen!
    Wir sind noch ganz am Anfang an der Abwärtsspirale!

  • Es reicht ja, wenn die deutschen Arbeitslosen den VW kaufen. Fragt sich am Ende nur wovon?!

  • Naja,es ist die bittere Realität, dass dort mehr gefertigt wird,wo es schlicht billiger herzustellen ist. Das wiederum führt natürlich zu einer geringeren Auslastung deutscher Werke und zu einer langsamen Schrumpfung von Zukunftsinvestitionen in Deutschland.

    http://www.vda.de/de/zahlen/jahreszahlen/automobilproduktion/

    Den VDA Zahlen zufolge schrumpfte in 2012 die Produktionszahl deutscher Hersteller um -3,7 %; im Ausland wuchs dagegen die Produktionszahl um +11,5%.

    VW schrumpft die deutschen Werke langsam ab. Für die Volkswirtschaft ist es natürlich nicht sehr schön. Die Zahlen sprechen für sich und der Trend dürfte in den kommenden Jahren sich weiter verschärfen. Das trifft leider auch die Zulieferindustrie.

    Volkswirtschaftlich ist es aber ein kleines Desaster, da jeder verlorene inländische Arbeitsplatz sich auch negativ auswirkt.

  • Was ist diese Leistung ? Das VW -Zeichen auf der Motorhaube ?

  • Zitat : Alleine die ADAC-Pannenstatistik zeigt

    - wenn sie einen Koreanischen Auto-Club nehmen, wird das Ergebnis diametral anders sein !

  • Und min. 80% leisten Sie mehr!!!!!!

  • Wieso wollen deutsche Manager grundsätzlich nur in Deutschland bzw. deutsche Mitarbeiter sparen? Wieso weigern Sie sich grundsätzlich an ihrem überhöhten Einkommen einmal zu sparen, min. 75 %???? Wieso weigern Sie sich endlich einmal "normal" zu arbeiten????

  • Was den Absatz in Europa betrifft, leiden fast alle europäischen Hersteller.
    Im übrigen sollte man sich mal die KBA-Zulassungszahlen für Deutschland anschauen. Auch da gibt es allgemein einen Rückgang. Und das nunmehr seit ca. 1 1/2 Jahren in fast permanenter Folge. Die Zeit der emotionalen Betrachtung des Autos neigt sich in erster Linie aus den hohen Anschaffungs- und Unterhaltskosten dem Ende entgegen. Für viele Durchschnittsverdiener, selbst für diejenigen, die das Geld für Neuwagen der unteren Klassen aufbringen könnten (Klein-, Kompaktwagen) sind inzwischen andere Dinge weitaus wichtiger, wie beispielsweise der Altersvorsorge. Die Autohersteller profitieren nach wie vor nicht vom zur Zeit "ungebremsten" Konsum der Deutschen. Wie auch.

  • Vollkommender Quatsch.
    Alleine die ADAC-Pannenstatistik zeigt, was Hyundai für ein drittklassiger Hersteller ist und VW noch weitem Vorsprung hat.

    Diese Hyundai-Mentalität, die Autos nur dort zu bauen, wo es möglichst billig ist (Indien, Osteuropa, viele Komponenten in China usw) hat übrigens zu diesem Effekt geführt, worunter die deutschen VW-Beschäftigen jetzt zu leiden haben.

    Wenn Wettbewerber nur in Billigländern produzieren, kann es sich VW wirtschaftlich nicht leisten, wenn sie die teuren Standorte in Deutschland halten und diesen Wettbewerbsnachteil hinnehmen.
    Daher wird in Hannover abgebaut und der Crafter wohl in der Türkei oder Osteuropa gefertigt.

    Das Phänomen ist auch unter Wall-Mart-Effekt bekannt und hat in den USA Mio von Arbeitern in die Arbeitslosigkeit gestürzt.

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