Werk Ludwigshafen BASF weitet „Force Majeure“ nach Brand aus

In einer Citral-Anlage von BASF in Ludwigshafen gab es Ende Oktober einen Brand. Das zieht beim Chemiekonzern weiter große Beeinträchtigungen nach sich. Nun wurde „Force Majeure“ für weitere Produkte erklärt.
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Ein Brand im Ludwigshafener Werk zieht bei BASF größere Beeinträchtigungen in der Produktion nach sich. Quelle: Reuters
BASF in Ludwigshafen

Ein Brand im Ludwigshafener Werk zieht bei BASF größere Beeinträchtigungen in der Produktion nach sich.

(Foto: Reuters)

FrankfurtEin Brand im Ludwigshafener Werk zieht bei BASF größere Beeinträchtigungen in der Produktion nach sich. Am Freitag erklärte der Chemiekonzern gegenüber seinen Kunden, höhere Gewalt („Force Majeure“) gelte nun auch für die Produktion von Vitamin A und E sowie mehreren Carotinoid-Produkten. Es würden derzeit Schritte eingeleitet, um die Auswirkungen zu begrenzen.

Ende Oktober war es in einer Citral-Anlage zu einem Brand gekommen, die seither außer Betrieb ist. Die Reparaturen können mehrere Wochen dauern. Zunächst erklärte das Unternehmen Force Majeure für bestimmte Aromastoffe auf der Basis von Citral und Isoprenol. Durch die Berufung auf höhere Gewalt wird BASF ohne Haftung von seinen vertraglichen Pflichten vorübergehend befreit. Citral wird als Duft- und Aromastoff verwendet, aber auch bei der Synthese von Vitamin A und E eingesetzt. Deswegen können diese Anlagen erst wieder in Betrieb genommen werden, wenn die Zulieferung von Citral gewährleistet ist.

Die größten Chemiekonzerne der Welt
Platz 10 - PPG Industries (USA)
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Die Amerikaner produzieren unter anderem bruchsicheres Glas für die Auto- und Raumfahrtindustrie, aber auch Farben, Lacke und Chemikalien. 15,33 Milliarden Dollar setzte Pittsburgh Plate Glass damit im Jahr 2016 um.

Platz 9 - Linde (Deutschland)
2 von 10

Die Münchener sind weltweit einer führenden Anbieter für Gase. Ein Umsatz von umgerechnet 17,83 Milliarden Dollar im Jahr 2016 reicht für einen Platz in der Top Ten.

Platz 8 - Air Liquide (Frankreich)
3 von 10

Die Erfindung von flüssiger Luft legte den Grundstein für einen Weltkonzern. Im vergangenen Jahr kam der französische Chemieriese auf einen Umsatz von 19,08 Milliarden Dollar.

Platz 7 - Henkel (Deutschland)
4 von 10

Weltweit ist der Düsseldorfer Konzern bekannt für seine Marken Persil, Pril oder Pritt. Mit einem Umsatz von 19,69 Milliarden Dollar spielt der Dax-Konzern auch unter den internationalen Chemieriesen vorne mit.

Platz 6 - Dupont (USA)
5 von 10

Der komplette Name des amerikanischen Chemieriesens lautet „E I Du Pont de Nemours“. Das geht zurück auf die französischen Gründer, die in die USA emigriert waren und dort 1802 begannen, Sprengstoffe zu produzieren. Heute macht das Unternehmen in über 80 Ländern weltweit einen Umsatz von insgesamt 24,6 Milliarden Dollar. 2017 erfolgte die Fusion mit dem Rivalen Dow Chemical zum größten Chemiekonzern der Welt.

Platz 5 - LyondellBasell Industries (Niederlande)
6 von 10

Über die Jahre ist das internationale Konglomerat durch Zukäufe immer weiter gewachsen. Aus steuerlichen Gründen ist der Konzern mittlerweile in den Niederlanden beheimatet, auch wenn die Aktien in New York gehandelt werden. Der globale Umsatz ist mit 29,18 Milliarden Euro in der internationalen Spitzenklasse.

Platz 4 - Saudi Basic Industries (Saudi-Arabien)
7 von 10

Die Weiterverarbeitung von Öl und Gas macht den arabischen Staatskonzern zu einem der größten Chemiekonzerne weltweit. Der Umsatz von 39,5 Milliarden Dollar spricht für sich.

BASF erklärt, die Folgen für das Unternehmen und die Kunden würden derzeit bewertet. Nach Einschätzung von Analyst Patrick Lambert von RaymondJames könnte der niederländische Vitamin-Hersteller DSM von dem BASF-Ausfall profitieren.

  • rtr
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