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Werkschließung möglich RHI kippt Jahresprognosen erneut

Der österreichische Industriekonzern leidet unter dem Sparkurs großer Bergbaukonzerne und der sinkenden Nachfrage: RHI erwartet leichte Umsatzrückgänge, zudem prüft der Konzern die Schließung eines Werks in Europa.
05.11.2014 - 12:14 Uhr Kommentieren
Große Bergbaukonzerne wie BHP Billiton investieren wegen der verhaltenen Nachfrage weniger in Anlagen, für die RHI feuerfeste Auskleidungen liefert. Quelle: Reuters

Große Bergbaukonzerne wie BHP Billiton investieren wegen der verhaltenen Nachfrage weniger in Anlagen, für die RHI feuerfeste Auskleidungen liefert.

(Foto: Reuters)

Wien Der österreichische Industriekonzern RHI hat angesichts des Sparkurses großer Bergbaufirmen seine Umsatz- und Ertragsprognose gekippt.

Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen bei einem leichten Umsatzrückgang eine operative Rendite zwischen 7,5 und acht Prozent, sagte Finanzvorstand Barbara Potisk-Eibensteiner am Mittwoch zu Reuters. Zuvor hatte die Firma, die feuerfeste Materialien für die Stahl-, Zement- und Glasindustrie herstellt, Umsätze auf dem Vorjahresniveau von 1,75 Milliarden Euro und eine Rendite zwischen acht und neun Prozent erwartet.

Angesichts der sinkenden Nachfrage prüfe man zudem die Schließung eines Werks in Europa, was den Gewinn 2014 weiter schmälern könnte, warnte der Konzern. An der Börse gab die RHI-Aktie daraufhin knapp vier Prozent nach. Grund für die schlechteren Aussichten seien die sinkenden Preise für Kupfer, Nickel oder Zink infolge der Wirtschaftskrise, erklärte RHI.

Große Bergbaukonzerne wie Vale oder BHP Billiton investieren wegen der verhaltenen Nachfrage weniger in Anlagen zur Weiterverarbeitung der Rohstoffe, für die RHI feuerfeste Auskleidungen liefert. „Es gibt wenige neue Projekte und große Reparaturen werden geschoben. Das hat natürlich einen Effekt auf unser Geschäft“, sagte Potisk-Eibensteiner.

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    Auch im dritten Quartal bremste das den Konzern: Bei einem Umsatzrückgang von drei Prozent auf 416 Millionen Euro schrumpfte das Betriebsergebnis (Ebit) um 18 Prozent auf 25,3 Millionen Euro. Analysten hatten mit 32,3 Millionen Euro gerechnet. Die um Einmaleffekte bereinigte operative Rendite ging auf 6,8 von 7,5 Prozent im Vorjahreszeitraum zurück.

    Im Stahlgeschäft, wo RHI ebenfalls Auskleidungen für Schmelzanlangen liefert, laufe das Geschäft weiterhin gut, sagte Potisk-Eibensteiner. „Wir glauben, dass das im vierten Quartal nicht abreißen wird.“

    Details zur möglichen Schließung eines Standorts in Europa gab RHI nicht bekannt. Noch sei darüber keine Entscheidung gefallen, sagte ein Sprecher. Sollte sich die Firma dazu entschließen, könnten die dadurch anfallenden Kosten die Rendite (Ebit-Marge) im laufenden Geschäftsjahr um rund 0,5 Prozentpunkte schmälern.

    • rtr
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