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Werkzeugmaschinenbauer MAG-Verkauf soll über 400 Millionen bringen

Der Werkzeugmaschinenbauer MAG Group könnte bei einem Verkauf über 400 Millionen Euro einbringen. Insidern zufolge soll es insgesamt vier Bieter aus China geben.
27.07.2012 - 16:16 Uhr Kommentieren
Interesse an MAG hatte die staatliche chinesische Shenyang Machine Tool (SMTCL) bestätigt. Quelle: dpa

Interesse an MAG hatte die staatliche chinesische Shenyang Machine Tool (SMTCL) bestätigt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Verkauf des angeschlagenen Werkzeugmaschinenbauers MAG Group soll Finanzkreisen zufolge bis zu 500 Millionen Euro bringen. Das unter Treuhandschaft stehende Europa-Geschäft sei allein mindestens 400 Millionen Euro wert, sagte eine mit dem Verkaufsprozess vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Von dem Erlös werden zunächst die Gläubigerbanken - unter ihnen die Commerzbank und die Deutsche Bank - ausgezahlt, die MAG 220 Millionen Euro geliehen haben. Der Rest geht an den Eigentümer des Konzerns, den US-Investor Mo Meidar. Er hat zugleich auch den amerikanischen Konzernteil zum Verkauf gestellt, ob er gemeinsam mit dem Europa-Geschäft abgegeben wird, ist aber weiterhin unsicher.

Die ersten, unverbindlichen Gebote werden im August fällig. Interesse an MAG hatte die staatliche chinesische Shenyang Machine Tool (SMTCL) bestätigt. Insidern zufolge gibt es drei weitere mögliche Bieter aus China. Insgesamt hat sich eine zweistellige Zahl von Firmen Verkaufsunterlagen zusenden lassen.

Genannt wurden die japanischen Konzerne Komatsu und Mitsubishi Heavy, aber auch Mittelstandsinvestoren aus Deutschland wie Triton und DBAG sowie auf Sanierungen spezialisierte Finanzinvestoren wie Cerberus und Sun Capital. Die Banken drängten auf einen strategischen Käufer, gegenüber Finanzinvestoren seien sie skeptisch, hatte es vor kurzem in Verhandlungskreisen geheißen.

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    MAG ist der größte Werkzeugmaschinenbauer, der zum Verkauf steht. Auch der deutsch-schweizerische Baumaschinen- und Haushaltsgeräte-Hersteller Liebherr hatte Interesse angemeldet, hat nach Angaben einer Sprecherin mittlerweile aber abgewinkt.

    Meidar hatte im Herbst die Kontrolle über den europäischen Teil des Unternehmens abgeben müssen. Er hatte Finanzkreisen zufolge immer wieder Geld aus dem Unternehmen gezogen und damit das Vertrauen der Kreditgeber verloren. Ein MAG-Sprecher sagte vor kurzem: „Wir hoffen, bis Oktober einen Käufer zu finden." Komatsu und Mitsubishi äußerten sich zu den Informationen nicht.

    Meidar hatte seit 2005 rund um die ehemaligen IWKA -Töchter Ex-Cell-O und Boehringer sowie Unternehmensteile von ThyssenKrupp einen großen Werkzeugmaschinenbauer aufgebaut. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen mit 3500 Mitarbeitern rund 900 Millionen Euro um, davon 560 Millionen in Europa.

    Der europäische Teil schrieb vorläufigen Angaben zufolge 2011 mehr als 50 Millionen Euro Verlust. In diesem Jahr soll das operative Ergebnis wieder deutlich positiv ausfallen, im ersten Halbjahr erreichte es nach MAG-Angaben einen einstelligen Millionenbetrag.

    • rtr
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