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Wissmach-Erwerb Gerry Weber rechnet mit mehr Umsatz

Der Modekonzern Gerry Weber hat seine Umsatzprognose für das laufende Jahr deutlich erhöht. Grund ist die Übernahme des Konkurrenten Wissmach. Die Erlöse dürften im Geschäftsjahr 2011/12 auf 795 Millionen Euro klettern.
27.02.2012 - 10:50 Uhr Kommentieren
Bisher erwartete Gerry Weber rund zehn Prozent mehr Umsatz. Quelle: dpa

Bisher erwartete Gerry Weber rund zehn Prozent mehr Umsatz.

(Foto: dpa)

Halle/Westfalen Der Modekonzern Gerry Weber rechnet im laufenden Jahr mit deutlich mehr Umsatz als bislang geplant. Grund ist die Übernahme der rund 200 Filialen des insolventen Konkurrenten Wissmach. Die Erlöse dürften im Geschäftsjahr 2011/12 (31. Oktober) auf nunmehr 795 Millionen Euro klettern, teilte das im Börsensegment MDax notierte Unternehmen am Montag mit. Bislang hatte Gerry Weber eine Umsatzsteigerung um rund zehn Prozent auf 775 Millionen Euro angepeilt.

Die Wissmach-Filialen will Gerry Weber im Laufe des Jahres in Läden seiner eigenen Marken Taifun und Samoon umwandeln. Der Umbau der Filialen sowie die zu erwartenden Anlaufkosten werden aber das Ergebnis einmalig belasten, wie Gerry Weber weiter mitteilte. Bereits im nächsten Geschäftsjahr sollen die Wissmach-Filialen aber einen positiven Beitrag zum Ergebnis leisten. Gerry Weber hatte Anfang Februar vom Bundeskartellamt grünes Licht für die Übernahme der in die Insolvenz gerutschten Kette mit Sitz in Göppingen bei Stuttgart erhalten.

Das vergangene Geschäftsjahr schloss Gerry Weber mit einem Umsatz- und Gewinnsprung ab. Wie auch andere Modehersteller setzt Gerry Weber zunehmend auf eigene Läden, was wesentlich lukrativer als der Verkauf über den Großhandel ist. Der Umsatz stieg 2010/11 um 13 Prozent auf 702,7 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) legte von 83,3 auf 99,6 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdiente Gerry Weber 67 Millionen Euro und damit gute 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Aktionäre sollen je Aktie 65 Cent Dividende erhalten - zehn Cent mehr als im Vorjahr.

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