Wolfsburger ziehen nach VW will „Umstiegsprämie“ für alte Diesel zahlen

Viele Autobauer waren vorgeprescht – nun legt VW nach und lobt eine „Umstiegsprämie“ für alte Dieselautos aus. Details stehen bislang noch nicht fest – doch Konzernchef Müller verspricht einen „messbaren Effekt“.
5 Kommentare

„Fahrverbote sind nach dem Dieselgipfel sogar wahrscheinlicher geworden“

„Fahrverbote sind nach dem Dieselgipfel sogar wahrscheinlicher geworden“

WolfsburgVolkswagen hat nach dem Dieselgipfel bekräftigt, eine „Umstiegsprämie“ für alte Dieselfahrzeuge anbieten zu wollen. Sie soll für Diesel mit den Abgasnormen Euro 1 bis Euro 4 gelten, wie VW am Freitag in Wolfsburg mitteilte. Die Prämie werde derzeit von den einzelnen Konzernmarken wie Volkswagen Pkw, Audi, Skoda und Porsche ausgearbeitet und zeitnah angeboten. Einzelheiten - etwa zur Höhe der Prämie - wurden allerdings zunächst nicht genannt.

„Mit der Umstiegsprämie bieten wir unseren Kunden einen starken Anreiz, auf ein modernes und umweltfreundlicheres Fahrzeug mit Verbrennungsmotor oder mit einer alternativen Antriebstechnologie umzusteigen“, erklärte Konzernchef Matthias Müller. Die Prämie solle zu „schnellen, messbaren und nachhaltigen Effekten“ führen, um den Stickoxid-Ausstoß deutlich zu reduzieren und die Luftqualität spürbar zu verbessern. Ähnliche Prämien hatten zuvor schon etwa BMW, Daimler, Ford und Toyota angekündigt.

Das sind die Bestseller von VW
Platz 10: VW Up - 158.795 verkaufte Fahrzeuge
1 von 10

Trotz gesunkener Verkaufszahlen reicht es noch für Platz zehn: Der Kleinstwagen von VW überzeugt mit pfiffigen Lösungen auf engstem Raum. Agilität in der City und geringe Kosten, damit kann der Zweitürer ebenso punkten.

Quelle: VW Konzernbericht 2017

Platz 9: VW Gol – 203.148 verkaufte Fahrzeuge
2 von 10

Der Kleinwagen wird speziell für den lateinamerikanischen Markt gebaut und ist dort eines der erfolgreichsten Autos überhaupt. 2017 konnte Volkswagen den Absatz deutlich steigern.

Platz 8: VW Santana - 293.313 verkaufte Fahrzeuge
3 von 10

Auch die dritte Generation ist ein echter Verkaufserfolg. In Deutschland führte das damals noch sehr kantige Modell eher ein Langweiler-Schattendasein, machte aber international Karriere: 2013 wurde ein komplett neu entwickelter Santana speziell für den chinesischen Markt vorgestellt.

Platz 7: VW Bora - 334.900 verkaufte Fahrzeuge
4 von 10

Dass der Name der fünftürigen Limousine zwischen Golf- und Passat-Größe überhaupt noch geführt wird, ist der Bedeutung des chinesischen Automarktes zu verdanken, der für die Wolfsburger so unglaublich wichtig geworden ist. Und egal was man von der Formgebung in Europa hält: Chinesen lieben nun mal klassische Limousinen.

Platz 6: VW Lavida - 507.574 verkaufte Fahrzeuge
5 von 10

Und noch eine Limousine, wobei diese untere Mittelklasse sogar in China entwickelt wurde. Den hierzulande unbekannten Lavida bietet VW seit zwei Jahren auf dem größten Wachstumsmarkt an. Mit Erfolg.

Platz 5: VW Passat/Magotan - 660.996 verkaufte Fahrzeuge
6 von 10

Platz, Qualität und High-Tech überzeugen viele Käufer. Die geräumige untere Mittelklasse ist in Deutschland vor allem als Kombi für Dienstwagen-Fuhrparks gefragt, der Rest der Welt findet die Limousine interessanter. Den Absatz des Bestsellers, den es schon seit mehr als 40 Jahren gibt, ging im Vergleich zum Vorjahr etwas zurück.

Platz 4: VW Polo – 755.506 verkaufte Fahrzeuge
7 von 10

Egal welche Generation - der deutsche Kleinwagen-Klassiker dominiert die Neuzulassungsstatistiken oft Monat für Monat in Folge. 2017 präsentierte VW-Markenvorstand Herbert Diess die neueste Variante des Polo.

Im Ringen um bessere Luft und mögliche Diesel-Fahrverbote in Städten hatten Autobauer am Mittwoch auf Druck der Politik eine kostenlose Nachrüstung von insgesamt rund 5,3 Millionen Dieseln der Schadstoffklassen Euro 5 und Euro 6 durch Updates der Motor-Software angekündigt. Ob dies ausreicht, um Fahrverbote zu verhindern, ist jedoch umstritten. Teurere Umbauten am Motor, die als wirksamer gelten, lehnte die Branche ab.

Der VW-Konzern will bei insgesamt rund vier Millionen Euro-5- und teilweise Euro-6-Dieselfahrzeugen ein Software-Update machen, und zwar europaweit. Darunter sind allerdings auch 2,5 Millionen Fahrzeuge von Volkswagen, für die schon Nachrüstungen angeordnet wurden. VW hatte im Herbst 2015 den Diesel-Skandal ausgelöst. Der Konzern hatte damals eingeräumt, Abgastests manipuliert zu haben.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

5 Kommentare zu "Wolfsburger ziehen nach: VW will „Umstiegsprämie“ für alte Diesel zahlen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ Herr Peter Schmidt 04.08.2017, 13:33 Uhr

    Ich schließe mich Ihrer Argumentation an.

    Diese Leute im Top-Management der deutschen Automobilindustrie sind ihr Geld nicht Wert und von Dreistigkeit nicht zu übertreffen ...

  • Umstiegsprämien find ich gut und der Sache dienend.
    .. und freu mich auf den nächsten neuen deutschen Diesel.
    Klar hab ich ein paar deutsche Autowerte und bin mein ganzes Leben Diesel gefahren .. es gibt keine zuverlässlichere Autos.

  • Autokäufer wurden betrogen und die Betrüger und die Politik bieten eine billige, und für mich lächerliche Lösung auf allen Ebenen an. Die sollten sich schämen. Der Geschädigte soll nochmal dafür bezahlen - sei es durch Fahrverbote oder durch den Zwang zum Neukauf eines neuen PKWs. Geht's eigentlich noch! Für mich ist das der Gipfel der Unfähigkeit und Unverschämheit. Glaubt man wirklich, dass der Großteil der Bevölkerung so etwas hinnimmt und nur dumm ist!? Zetsche & Co. gehören sofort suspendiert! Und die Unternehmen werden trotzdem weiter erfolgreich sein. So gut sind die nicht - wie man sieht. Seriöse Personen gehören da ans Ruder. Das wäre dann vielleicht auch eine Chance den Image-Schaden zu beheben. Alles andere wird tiefe Spuren hinterlassen und Konsequenzen haben. Ich kaufe garantiert kein Deutsches Auto mehr. Und bei Fahrverboten fahre ich trotzdem mit meinem neuen Audi-Diesel - der jetzt angeblich schon veraltet ist. Diesen Schwachsinn mache ich nicht mit.

  • Na klar, da sollen mit ein paar Krümmel die dummen Autofahrer ein zweites Mal über den Tisch gezogen werden. Bei Rohmargen für Neufahrzeugen von 30-50% rechnen sich selbst bei den Kleinwagen Prämien bis 2000 € immer. Und hinter den Türen lachen sich die Konzernchefs ins Fäustchen.

    Nicht mit mir: NIE MEHR WIEDER EINEN DIESEL!!!!!!

  • Hoffentlich gibt es bald Sammelklagen dann werden diese Betrüger wie in USA zu Milliardenstrafen verdonnert.

    Die neuen Umtauschprämien sind doch wohl ein Witz. Anstatt die Käufer zu entschädigen sollten die Deppen wieder neue Diesel kaufen die die Umweltnormen (RDE) immer noch nicht einhalten können. Dämlicher gehts wohl nicht. Aber so läuft es nun mal im Bananistan.

    Wenn die blaue Plakette eigeführt wird dann wird kein deutsches Auto (Benziner oder Diesel Zulassung ab 2012) mehr auf den Strassen fahren da alle Benziner (bis auf ganz wenige Ausnahmen) bei VW (Audi, Skoda, Seat usw.), Mercedes und BMW seit 2012 Direkteinspritzer sind und Partikelfilter für Benziner DIs derzeit nur Mercedes in seinem aktuellen S500 eingebaut hat. Das ist die grösste Industriepleite in der Technikgeschichte die es jemals gegeben hat.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%