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Xarelto-Studie Bayer sieht Fortschritte bei Thrombose-Mittel

Bayer treibt die Entwicklung seines Thrombose-Mittels gegen Herzinfarkte voran. Laut einer ACS-Studie verringert das Medikament Xarelto die Sterblichkeit. Zwar gab es mehr schwere Blutungen, aber weniger waren tödlich.
27.08.2012 - 15:50 Uhr Kommentieren
Bayer hat in Europa und den USA bereits die Zulassung beantragt. Quelle: dpa

Bayer hat in Europa und den USA bereits die Zulassung beantragt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Bayer meldet Fortschritte mit seinem neuen Thrombose-Medikament beim Schutz vor erneuten Herzinfarkten. Patienten, die bereits einen Infarkt erlitten hätten, hätten nach einer Behandlung mit dem Gerinnungshemmer Xarelto ein deutlich geringeres Risiko gehabt, im Studienzeitraum zu sterben, teilte Bayer am Montag mit. Der Konzern präsentierte entsprechende Studiendaten auf dem Jahreskongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ECS) in München. Xarelto ist einer der Hoffnungsträger des Leverkusener Konzerns. Der Konzern traut der Tablette, bei der er mit dem US-Konzern Johnson & Johnson (J&J) zusammenarbeitet, Spitzenumsätze von mehr als zwei Milliarden Euro im Jahr zu.

Die Daten basieren auf einer großen Studie mit dem Namen „Atlas“, an der Patienten mit der Herzkrankheit Akutes Koronarsyndrom (ACS) teilnahmen. Der Konzern analysierte daraus Daten von mehr als 7800 Patienten, die bereits einen schweren Infarkt (STEMI) erlitten haben, bei der die Herzkranzarterie blockiert wurde. Dabei zeigte sich Bayer zufolge, dass Xarelto - zusätzlich zu Standardtherapien mit Mitteln wie Aspirin und oder Plavix gegeben - die Rate an kardiovaskulären Todesfällen senken konnte. Die Gesamtsterblichkeit sei bei den Patienten, die zusätzlich Xarelto erhielten, ebenfalls gesunken.

Das Ergebnis habe Bayer überrascht, sagte Frank Misselwitz, Leiter der Entwicklung Herzkreislauf-Medikamente bei Bayer zu Reuters. „Das heißt natürlich, dass wir auch in den schwersten Formen des Herzinfarktes einen Vorteil für die Patienten darstellen“, sagte der Manager. Ärzte würden immer auf ihre schwersten Patienten schauen.

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